Suchergebnisse für die Suche nach: künstliche



1.

künstliche Menschenwesen

Der Wunsch nach Schaffung künstlicher Menschenwesen geht auf die antike Alchemie zurück und fasziniert die Menschheit seit jeher. Künstliche Menschen bilden einen Schöpfungsmythos, der sich wahlweise als Symbol des künstlerischen Aktes, als Tabubruch wider die Gottesgesetze oder als Realisierung ideeller, wissenschaftlicher Erkenntnisse verstehen lässt. In der literarischen M ... [weiterlesen]
2.

Replikanten im Film

Replikation bezeichnet einen biochemischen Vorgang, in dem Zellen beim Klonieren redupliziert werden. Ridley Scott bevorzugte den Terminus, weil das alternative „Android“ mit zu vielen Assoziationen belegt war – und nannte die künstlichen Menschen in seinem Film Blade Runner (1982) Replikanten. Sie werden in der Welt des Films mit einer Lebenszeit von vier Jahren hergestellt und außerhalb der Erde als Sklavenarbeiter bei ... [weiterlesen]
3.

Cyborg: Dramaturgie

... n abgehoben – darunter versteht man solche Lebewesen, in denen Maschinen essentielle Lebensfunktionen übernommen haben. Im Film ist Cyborg meist eine allgemeinere Sammelbezeichnung für humanoide künstliche Lebensformen. Damit wird die Figur in die Tradition älterer Vorstellungen von künstlichen Wesen – etwa Frankensteins Kunstmensch, Androiden oder Roboter – eingerückt. Donna Haraway machte darauf aufmerksam, dass mit dem Cyborg Teile der sonst dem Sakralen zugeordneten Macht, Leben und Lebensformen zu schaffen, auf den Menschen zurückfalle. Außerdem impliziere das Cyborg-Modell eine Entmachtung der Sexualität. ... [weiterlesen]
4.

Maquette

frz.: ‚Entwurf‘, ‚Skizze‘, ‚verkleinertes Modell‘Maquette bezeichnet gemeinhin die „Szenenbildzeichnung“. Daneben haben sich zwei eigene Verwendungen eingebürgert: (1) Wenn künstliche Akteure im Filmtrick in die Handlung einbezogen werden – Figuren wie King Kong oder andere phantastische Tiere, Wesen der Unterwelt etc. –, wird meist eine verkleinerte Skulptur des Wesens angefertigt ... [weiterlesen]
5.

Zyklorama

engl.: cyclorama; gebräuchliche Kurzform: cyc; deutsch auch: Rundhorizont; v. lat.: cyclus (von griech.: kýklos) = Kreis, Ring + griech.: hórama = das Sehen, das Geschaute, der Anblick; eigentlich: Rundblick, davon die theater- und filmtechnische Bedeutung: „künstlicher Rundhintergrund, Rundhorizont“Das deutsche Wort Zyklorama meint in der Regel eine Rundleinwand, so wie sie bereits im 19. Jahrhundert als Projektio ... [weiterlesen]
6.

Available Light

auch: existing light; Gegensatz: artificial lightLichtmenge, die für die Ausleuchtung einer Szene ortsüblich vorhandenen ist und von der Tageszeit abhängig zur Verfügung steht (engl.: available). Es kann sich dabei (1) um natürliche Lichtquellen wie Sonnen- oder Mondlicht handeln oder (2) um üblicherweise bereits vorhandene künstliche Beleuchtung wie Decken-, Steh- oder Schreibtischlampen, Licht von einer Straß ... [weiterlesen]
7.

Klone / Klonieren

Hatte noch lange die ingenieurwissenschaftliche Arbeit am Cyborg und am Androiden dominiert, tritt die Vorstellung einer Genmanipulation und einer künstlichen Nutzung der Reproduktionsmedizin vor allem in den Genres der Science Fiction erst seit 1975 regelmäßig auf. Das Klonieren knüpft bruchlos an die Vorstellungswelten von Golem und Frankenstein an: Die Erschaffung künstlicher ... [weiterlesen]
8.

Pan-and-Scan-Verfahren

Pan-and-Scan ist ein Verfahren, das bei der Abtastung von Filmen das Seitenverhältnis des Films auch dann auf das Seitenverhältnis des Fernseh-Zielbildes umbricht, wenn es breiter ist als dessen Seitenverhältnis (4:3 bei NTSC und PAL, 16:9 bei HDTV). Das Bild wird aber nicht mechanisch rechts und links einfach beschnitten, sondern das Bildfenster kann auf dem Ausgangsbild künstliche Schwenks vornehmen, so dass das abgetastete Bild ... [weiterlesen]
9.

Licht / Filmlicht

... nterschiedlicher Weise geeignet sind, die Textur der abgebildeten Objekte zu offenbaren).Die für die Filmfotografie verwendbaren Lichtquellen unterscheiden sich in natürliche (Sonne, Feuer, Blitz) und künstliche Lichtquellen. Letztere teilen sich in „Alltagslichtquellen“ wie Kamine, Fackeln und auch gewöhnliche Beleuchtungskörper wie Laternen und Haushaltlichtquellen usw., die der abgebildeten Realität zugehören, und künstliche, die Zwecke des Filmens geschaffene spezialisierte Filmlichtquellen („Scheinwerfer“).Literatur: Baxter, Peter: On the history and ideology of film lighting. In: Screen 16,3, 1975, p. 83-106. – Millerson, Gerald: Lighting for Television and Motion Pictures. London: Focal Press 1972. – Samlowski, Wolfgang / Wulff, Hans J.: Vom Sichtbarmachen zur kunstvollen Gestaltung: Gesc ... [weiterlesen]
10.

eyeline match

... die zur Zeit der Aufnahme noch gar nicht da ist und erst in der Postproduktion in das Bild eingefügt wird, wurde lange eine Marke an die Stelle in der Szene gehalten, an der später Kopf und Augen des künstlichen Akteurs sein würden. InStuart Little (1999) wurde ein Verfahren angewandt, bei dem ein Laser mit der Kamera synchronisiert wurde, so dass er nur in den Verschlusszeiten der Blende ein Bild der künstlichen Augen auf eine Fläche zeichnete, die ungefähr den Ort anzeigte, an dem die Kunstfigur später sein sollte.   ... [weiterlesen]
11.

Imagineering

Neologismus, basierend auf image, imagination und engineeringImagineers setzen Bilder ins Werk und bauen begehbare künstliche Welten – als Architekten, Ingenieure, Dramaturgen, Designer und Multimedia-Spezialisten. Sie stehen unter der Maßgabe einer „totalen Gestaltung“, die die künstliche Welt als „virtuelle Welt“ erscheinen lässt. Das Kunstwort wurde im ... [weiterlesen]
12.

Dime Museum

... den Museen wie das Smithsonian, die eine ähnliche Idee der „lehrreichen Ausstellung“ als Museumskonzept umzusetzen suchten. Die Dime Museums versammelten bald nicht mehr nur natürliche und künstliche Objekte, sondern auch Wachsmuseen, Menagerien, wissenschaftliche Experimente, Kleinstbühnen und andere Unterhaltungsangebote bis hin zu Freakshows – für den Preis von zehn Cent: einem Dime. Dime Shows nahmen früh Filme in ihr Angebot auf. Dime Shows hatten ihre hohe Phase zwischen 1840 und 1900; mobile Shows arbeiteten aber noch bis in die 1960er Jahre hinein.Literatur: Wood, J.G.: Dime Museums. In: Atlantic Monthly 55, June 1885, S. 759-765. – Dennett, Andrea Stulman: Weird and Wonderful: The Dime Museum in America. New York: New York University Press 1997.  ... [weiterlesen]
13.

Computer im Film

Etwa zehn Jahre nach der Entwicklung des ersten funktionstüchtigen Computers der Welt namens Z3 wurde das Thema Computer in den 1950er Jahren auch im Science-Fiction-Film populär. Zwischen Begeisterung für die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der neuen elektronischen Instrumente und Angst vor dem drohendem Kontroll- und Machtverlust über die neue und unbekannte „künstliche Intelligenz“ dominieren von Begi ... [weiterlesen]
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Computer im Film: Intelligenz, Bewusstsein, Episte mologie

... 2001: A Space Odyssey (USA 1968, R: Stanley Kubrick) sowie Welt am Draht (BRD 1973, R: Rainer Werner Fassbinder), die die Skepsis gegenüber der manipulativen Macht des Computers und den Möglichkeiten künstlicher Intelligenz radikalisieren und damit das Genre-Repertoire der Science Fiction erneuert haben: Während in Godards dystopisch- ironischer Genremischung ein Computer namens Alpha 60 die Geschicke der Gesellschaft seiner Logik unterwirft, ist es vor allem die diabolische, des Sehens und Beobachtens fähige Rechenmaschine HAL, die in Kubricks phantastisch-stilisierter Evolutionsparabel 2001 das filmhistorische Bild des Computers nachhaltig geprägt hat; und Fassbinders visionäre Kritik des wirklichkeitsverändernden Potenzials der neuen Computertechnologien bzw. ihrer Simulationsmächtigkeit nimmt vorweg, was Ende der 20. Jahrhunderts in Filmen wie eXistenZ (USA 1999, David Cronenberg) oder Matrix (USA 1999, Andy und Larry Wachowski) – in allerdings äußerst unterschiedlicher Perspektivierung – erneut diskutiert wird: Die (Un-)Möglichkeit von Welterkenntnis unter Bedingungen allumfassender computertechnologischer Simulation bzw. radikaler Virtualisierung. In der Science Fiction weicht die im Genre filmhistorisch immer auch vorhandene Technikeuphorie mit Blick auf das Thema Computer also offenbar einem erkenntnistheoretischen Zweifel an der Berech ... [weiterlesen]
15.

4D-Filme

4D-Filme sind meist 3D-Filme, die in Kinos laufen, die neben der Möglichkeit, 3D-Filme wiederzugeben, während der Vorführungen noch weitere Spezial-Effekte einsetzen – Sitze oder ganze Zuschauerränge werden bewegt, Gerüche werden in den Kinosaal gesprüht, Wind kommt auf, künstlicher Nebel steigt aus den Reihen und ähnliches mehr. Die meisten 4D-Kinos sind „Event-Kinos“, die in Freizeitparks wi ... [weiterlesen]
16.

Gewandmeister / Schneider

... chnitt und das Zusammenfügen der Stoffkomponenten zuständig.Für die stimmige Umsetzung eines Kostümbildentwurfs sind u.a. Details, die sich aus der Dramaturgie ergeben, wichtig, wie etwa das künstliche „Altern“ von Kleidern, das Anbringen von Tragefalten oder Verschmutzungen. Unter Anleitung der Gewandmeister(innen) fertigen Schneider(innen) Kostüme bzw. passen vorhandene Bekleidung aus dem Fundus den Entwürfen an. Sie müssen auch historische Bekleidung wie Unterwäsche, Korsagen, Hemden, Anzüge, Uniformen, Kinderkleidung sowie Damenkleider verschiedenster Moderichtungen anfertigen können.Das Berufsbild der Schneider war bis 2004 noch differenziert in die Ausbildungsberufe Damen-, Herren- und Wäscheschnei ... [weiterlesen]
17.

Filmblut

auch: Kunstblut, Imitationsblut, Requisitenblut, EffektblutEntgegen der weitverbreiteten Annahme, dass Ketchup im Film als künstliches Blut eingesetzt werde, wird Filmblut aus Sirup (z.B. Rübensirup), roter und blauer Lebensmittelfarbe, manchmal auch Kaffee gemischt. Für tropfendes Blut wird meist eine Stärke-Lösung verwendet, die wiederum mit Lebensmittelfarben auf den Blut-Ton abgestimmt wird. Kunstblut kann als Film- und T ... [weiterlesen]
18.

Over-shoulder shot

... he Nähe der Interagierenden visuell zu repräsentieren, ohne dass die Akteure selbst am Ort sein müssten - sie können durch body-doubles vertreten werden. Auch ist es möglich, vollkommen künstliche Schuss-Gegenschuss-Montagen anzufertigen; so agieren in der filmhistorischen Parodie Dead Men Don‘t Wear Plaid (1981, Carl Reiner) Originalfiguren des Detektiv-Films der 1940er Jahre mit den zeitgenössischen Akteuren.   ... [weiterlesen]
19.

Objekte als Akteure

... mordgierigen Ungeheuer wird. Ein Grenzfall ist der Computer HAL in Kubricks 2001 (1968), der als Akteur in die Handlung eingreift, ohne auch nur andeutungsweise anthropomorphisiert zu sein, dem als Rechner aber künstliche Intelligenz zukommt und der die Kontrolle über den Handlungsraum hat. Ähnlich sind andere Computerakteure zu nennen (man denke an die denkende Bombe in Carpenters Dark Star [1973]).  ... [weiterlesen]
20.

Windmaschine

engl.: wind machineWenn es beim Drehen eines Films darum geht, Sturm- und Unwettereffekte lebensecht zu simulieren, werden Windmaschinen zur Erzeugung künstlichen Windes eingesetzt. In der Anfangszeit des Films wurden dafür benzinbetriebene Curtiss-Wright-Flugzeugmotoren und -rotoren verwendet, und bis heute wird immer wieder auch einmal ein Hubschrauber zur Winderzeugung eingesetzt. Heute hat man dafür aber meist fahrbare Ventilatoren ... [weiterlesen]
21.

Mensch-Maschine-Problematik

... auml;digende Größe.Als Roboter oder Maschinenmensch tritt sie in direkte Gegnerschaft zum Menschen. In neueren Science-ficition-Filmen treten Mensch-Maschinen-Hybride als Cyborgs auf, eine Sonderform künstlicher Menschenwesen, die übermenschliche Kräfte haben und gleichzeitig spezifische Defizite aufweisen, die ihren Maschinencharakter unterstreichen. Zu den Beispielen gehören Robocop (USA 1987, Paul Verhoeven) über ein halbmechanisches Mischmenschenwesen, das aber gerade deshalb praktisch unverletzlich ist, oder Strange Days (USA 1994, Kathryn Bigelow), in dem es um die Aufzeichnung von Erfahrungen – insbesondere Angst- und Todeserfahrungen – geht, die mittels einer Magnetresonanztechnik auf ein Empfängergehirn übertragen werden können, so dass die Individualität des Erfahrens als Anthropinum verlorengeht. ... [weiterlesen]
22.

Realfilm

Heute ungebräuchliche Bezeichnung für Filme, bei denen tatsächliche Bewegungen von einer Kamera abgefilmt werden; dagegen täuscht der Animationsfilm die Bewegung künstlicher Figuren nur vor, er basiert tatsächlich auf unbelebten Zeichnungen und Gegenständen.   ... [weiterlesen]
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Prosthetik

eigentlich: Prothetik; Rückübersetzung v. engl.: prostheticsIn der Medizin bezeichnet Prothetik die Lehre vom synthetischen Ersatz für defekte Körperteile (künstliche Gelenke oder Gliedmaßen, Zahnersatz u.ä.). In der Maskenbildnerei versteht man darunter das Gesamt der an einem Schauspielerkörper vorgenommenen bildnerischen Veränderungen, die auf die Haut oder die Haare aufgetragen werden. Dabei kann Kuns ... [weiterlesen]
24.

colorization controversy

dt. etwa: Kolorisierungs-Debatte, -KontroverseDas elektronische Kolorisierungs-Verfahren, mit dem in den späten 1980ern Schwarzweißfilme für die TV-Ausstrahlung kolorisiert wurden, löste in den USA neben der Kritik am Resultat (künstlicher Eindruck, eingeschränkte Farbpalette, schlechte Ausführung etc.) eine ethische Diskussion aus, ob Schwarzweißfilm überhaupt nachträglich eingefärbt werden d& ... [weiterlesen]
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Soundeffekt-Maschinen

... rumente. Gerade das frühe Hörspiel (wie Walter Ruttmanns Weekend, Deutschland 1930), aber auch frühe Tonfilme wie Dziga Vertov´s Entuziazm: Simfoniya Donbasa (1930) griffen auf die Vielfalt künstlicher Töne zurück, die während der Stummfilmzeit zu einer heimlichen „Bibliothek der Toneffekte“ zusammengewachsen waren.Weitere Toneffekte-Maschinen entstanden auch lange nach der Einführung des Tons im Film – man denke an das Singing Keyboard (1936) oder an elektronische Instrumente wie das Mellotron (1962‑63), an Verfahren wie das Kantaphon (1934, Erfinder: Brandt) oder das ähnlich aufgebaute Sonovox (1939), die menschliche Atem- und nonvokale Stimmgeräusche aufzeichnen konnten, oder an das Shumofon (1955), mit dem man eine Fülle natürlicher und menschlicher Töne erzeugen konnte.Literatur: Bottomore, Stephen: An International Survey of Sound Effects in Early Cinema. In: Film History 11,4, 1999, S. 485‑498 (= Special Iss.: Global Experiments in Early Synchronous Sounds). ... [weiterlesen]
26.

prosthetic memory

dt. etwa: Hilfsgedächtnis, künstliches GedächtnisDas Konzept des prosthetic memory wurde von Alison Landsberg vorgeschlagen, um einen Kernbeitrag des Kinos zu Modellen eines postmodernen Bewußtseins und vor allem des „Posthumanen“ terminologisch zu erfassen: Gemeint sind Gedächtnisinhalte, die nicht auf persönlicher Erfahrung basieren, sondern mit technischen Mitteln dem Bewusstsein von Figuren übertrag ... [weiterlesen]
27.

Filmauto (2)

... ter Timm) und Manta- Manta (BRD 1991, Wolfgang Büld) zurückgegriffen. Gelegentlich werden Autos speziell für Filme entworfen (wie etwa das „Batmobil“ in den Batman-Filmen oder das mit künstlicher Intelligenz und Stimme ausgestattete K.I.T.T.-Fahrzeug in der TV-Serie Knight Rider, 1982-86).Filme, in denen Autos tatsächlich in den Rang eines handlungsfähigen Akteurs versetzt werden, sind selten. Ein Beispiel ist Christine (USA 1983, John Carpenter), in dem ein 1958er Plymouth Fury als Killer-Auto auftritt; in dem Episodenfilm The Yellow Rolls-Roce (Großbritannien 1964, Anthony Asquith) geht es um Geschichten, in die der Titelwagen verwickelt war; und in dem Dokumentarfilm Ballada (BRD 2009, Andreas Maus) wird die Geschichte des russischen Lada vom Voice-Over eines Autos erzählt. ... [weiterlesen]
28.

Kinopalast

... bgerissen, in Einkaufstempel, Unterhaltungszentren oder Vielsälekinos umgebaut. Literatur: Field, Audrey: Picture palace. A social history of the cinema. London: Gentry Books 1974. – Nelle, Florian: Künstliche Paradiese. Vom Barocktheater zum Filmpalast. Würzburg: Königshausen und Neumann 2005. – Robinson, David: From peep show to palace. The birth of American film. New York [...]: Columbia University Press 1995. – Sharp, Dennis: The picture palace and other buildings of the movies. London: Evelyn 1969. – Slowinska, Maria A.: Consuming Illusion, Illusions of Consumability: American Movie Palaces of the 1920s. In: Amerikastudien 50,4, 2005, S. 575-601.  ... [weiterlesen]
29.

wet down

selten auch im Dt.: Wet-DownInsbesondere wenn man Nachtaufnahmen machen will, werden die Straßen und Trottoirs oft befeuchtet, so dass sich die Lichter (künstliche ebenso wie das Mondlicht) auf den Straßenbelägen spiegelt; diese Praxis wird oft als wet down (oder auch: wetting down) bezeichnet. Bei größeren Flächen werden dabei speziell für den Wet‑Down ausgerüstete Fahrzeuge eingesetzt.  ... [weiterlesen]
30.

Doppelrolle: Altersdarstellung

... aber auch den 121jährigen Jack Crabb, der seine eigene Geschichte erzählt). Die Anforderungen an die Maske, den Akteur künstlich altern zu lassen, sind ungemein hoch (und nicht immer gelingt die künstliche Körperalterung); zugleich sind Anforderungen an die Schauspieler, sich altersgerecht zu bewegen, außerordentlich hoch. ... [weiterlesen]
31.

in-camera effects

... fkte, die mit Objekten, Regen oder Nebel, pyrotechnischen Inszenierungen u.ä. veranstaltet werden. Zu den in-camera effects zählen alle Matte-Effekte, Spiegeltricks wie etwa der Schüfftan-Effekt, künstliche Perspektivenverzerrungen, Zoom-Fahrt-Kombinationen, durch die Wahl der Optik verursachte Effekte, Licht- und Filtereffekte, Scheinbewegungen, Zeitlupe und Zeitraffer, Infrarotaufnahmen, Aufprojektion und anderes mehr.  ... [weiterlesen]
32.

Serienfilm

... lme angesehen, weil sie die intensive Interaktion, die im Serienfilm zwischen Figuren, Stoffen und Modi der Erzählung stattfindet, nicht teilen.Gleichwohl werden vor allem in der Zweitverwertung von Filmen künstliche Serienfilm-Zusammenhänge hergestellt, wenn etwa die Verleiher die Filme mit Louis de Funès als „Oscar-Filme“ etikettierten.Literatur: Limbacher, James L.: Haven't I seen you somewhere before? Remakes, sequels, and series in motion pictures, videos, and television, 1896-1990. Ann Arbor, Mich.: Pierian Press 1991. – Parish, James Robert: The great movie series. South Brunswick [...]: Barnes [...] 1971. – Zinman, David: Saturday afternoon at the bijou. New York: Castle Books 1973.  ... [weiterlesen]
33.

Nebelmaschine

engl.: foggerEine Nebelmaschine stellt künstlichen Nebel her, indem sie Nebelfluid (heute meist aus destilliertem Wasser und Propylenglykol) verdampft und in feinen Tröpfchen in die Außenluft pumpt. Daher lautet der vollständige Name Verdampfer-Nebelmaschine. Je nach Maschinentyp und Fluid können die Eigenschaften des Nebels bezüglich Standzeit und Dichte verändert werden. Man verwendet Nebelmaschinen in Film- und ... [weiterlesen]
34.

Buftea Studio

... ig größere Studio Rumäniens. Es wurde 16km nordwestlich von Bukarest in den Jahren 1952-58 nahe dem Städtchen Buftea auf einem 30ha großen Areal aufgebaut; auf dem Gelände wurden künstliche Hügel und Seen gebaut, einige Sets stehen dauerhaft zur Verfügung; zum Gelände gehört auch eine neuerrichtete Burganlage. Ein Kostümfundus von 30.000 historischen Kostümen und annähernd eine Million Requisiten gehören zum Studio. Es hatte ein eigenes Kopierwerk und fünf Bühnen mit einer Gesamtfläche von 3.000qm, so dass mehrere Produktionen gleichzeitig realisiert werden können. Eine der Bühnen war so groß, dass das Innere der Mailänder Scala darin nachgebaut werden k ... [weiterlesen]
35.

Beleuchtung

Allgemeine Bezeichnung für alle Formen künstlichen Lichts. Im Film unüblich – hier spricht man von Licht oder Lichtgestaltung. ... [weiterlesen]
36.

foreshadowing

... n erst als notwendige Implikaturen lange vorher gesetzter Impulse erscheinen lassen. In Alien (USA 1979, Ridley Scott) muss  die Heldin anfangs mit einer Mischung von Roboter und Gabelstapler, die wie eine künstliche Vergrößerung ihres Körpers wirkt, eine Reparatur ausführen; gegen Ende des Films wird sie das Gerät benutzen, um die Alien-Mutter zu bekämpfen.Literatur: Chatman, Seymour: Story and Discourse. Narrative Structure in Fiction and Film. Ithaca/London: Cornell University Press 1978. – Clemen, W.: Anticipation und foreboding in Shakespeare‘s early histories. In: Skakespeare Studies 6, 1953, S. 25-35. ... [weiterlesen]
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Erlebniswelten

... ie (attentionale) Rekonstruktion derartiger Ereignisse im Rückblick durch Kommentatoren, die sich aus Organisatoren, Teilnehmern und Außen-Beobachtern rekrutieren. Literatur: Köhler, Sindy: Künstliche Erlebniswelten. Eine kommentierte Bibliographie. Frankfurt [...]: Peter Lang 2007. – Bittner, Regina: Die Stadt als Event. Zur Konstruktion urbaner Erlebnisräume. Frankfurt/New York: Campus 2002. – Opaschowski, Horst W.: Erlebniswelten im Zeitalter der Eventkultur. Kathedralen des 21. Jahrhunderts. Hamburg: Germa Press 2000. Insbes. Kap. 5.  ... [weiterlesen]
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Animationsfilm: Typen und Techniken

... nimation: dabei werden Objekte auf einer Fläche arrangiert und verändert, wobei die Kamera senkrecht nach unten ausgerichtet ist; – Modellanimation: ein Verfahren, das vor allem zur Herstellung künstlicher Räume im Spielfilm genutzt wird; – Nadelwandanimation: ein Verfahren, das Alexandre Alexejeff entwickelt hat und bei dem die einzelnen Rasterpunkte eines Bildes durch Stecknadelköpfe wiedergeben wurden; bei Beleuchtungsveränderung ergeben sich Bewegungsillusionen; – Pixillation: Raffung und Zerlegung der Bewegungen von Realfiguren, bis der Eindruck entsteht, die Bewegungen seien nicht mehr natürlich; – Morphing: Manipulation von Fotos (oder anderen grafischen Displays) im Rechner, bei der das Objekt physikalisch unmögliche Transformation durchleidet, zum seinem Vor- oder Nachteil gegenüber dem Vorbild verändert wird usw.; – Computeranimation: Erzeugung von Bildern und Bildfolgen, die einer Animation zugrunde liegen, oder von 2-D- oder 3-D-Figuren, die insgesamt im Rechner animiert werden.   ... [weiterlesen]
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Fetisch / Fetischismus I

... Fetischisten erlauben, sich von der materiellen Realität aus Fleisch und Blut, von der anstrengenden und angsterregenden Welt der soziokulturellen Beziehungen zu lösen und eine autonome, gänzlich künstliche, nur phantasmatisch funktionierende Welt zu kreieren. Die substitutionelle Funktion der Fetische bildet in Buňuels Ensayo de un crimen (Mexiko 1955) mit der fast rituell anmutenden Verbrennung eines Frauenkörper-Substituts (in Form einer Schaufenster-Puppe) die Übergangsbedingung zu einer unvermittelten, den Partner selbst meinenden Form der Zuwendung. Literatur: Böhme, Hartmut: Fetischismus und Kultur. Eine andere Theorie der Moderne. Reinbek: Rowohlt 2006 (Rowohlts Enzyklopädie.).  ... [weiterlesen]
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Steadicam

auch: SteadycamDie Steadicam wurde von dem Filmtechniker Garrett Brown im Jahre 1976 erfunden und auf den Markt gebracht, um die glatte Fahrt einer Kamera auf Schienen mit der Bewegungsfreiheit einer mit der Hand geführten Filmkamera zu verbinden. Ein künstlicher Arm, der zwischen Kamera und Tragegestell montiert ist, verteilt das Gewicht und isoliert die Bewegung des Kameramanns von der des Apparats. Entgegen diverser Berichte funktioniert ... [weiterlesen]
41.

Eastman Kodak Co. (EKC)

... Eastman im Jahre 1884 ein fotografisches Papiernegativ patentierte und im Jahre 1888 eine Kamera für den Amateur auf den Markt brachte, die schnell ein Welterfolg wurde. Die Kamera wurde Kodak genannt, ein künstliches, international leicht auszusprechendes Wort, das Eastman selbst geprägt hatte. Der „Kodak“-Apparat wurde mit Film geliefert; nach der Belichtung schickte der Konsument die Kamera zur Entwicklung ans Werk; dort wurde die Kamera mit einer neuen Filmrolle ausgestattet und zusammen mit den fertigen Fotos zurückgeschickt. „You push the button, we do the rest!“ wird zum Werbeslogan der Firma. Sie nennt sich 1892 Eastman Kodak Company.Im Jahre 1889 entwickelte d ... [weiterlesen]
42.

Groteske

von ital. grotta = GrotteDer Begriff Groteske bezeichnete die Ornamente und Fabelwesen, die in den künstlichen Grotten der Antike angebracht waren. Schon in der Antike kam es zu Durchmischung menschlicher, tierischer und ornamentaler Formen und es entstanden Kreaturen am Rande des Fiebertraums, wie bereits Horaz vermerkte. Die groteske Darstellung war im Manierismus, im Fin de siècle, nach dem Ersten Weltkrieg, zuletzt im Punk eine domini ... [weiterlesen]
43.

Kohlenbogenlicht

... der Folge entstanden Augenkrankheiten bei den Akteuren („Kliegl-eye disease“). Extremer Lichtabfall in die Tiefe, hoher Personalbedarf gegenüber Glühlicht. Bis 1927 war Kohlebogenlicht die künstliche Standardlichtquelle. Als Effektscheinwerfer wurden große 5- und 10kW-Stufenlinsen-Scheinwerfer eingesetzt, die besonders harte Schatten produzierten, wenn die Stufenlinse entfernt wurde. Je nach Durchmesser nannte man diese Lampen „Kohle-50er“ oder „Kohle-70er“. Wegen des Netzbrummens im Tonfilm wird Kohlebogenlicht erst nach Entwicklung entsprechend geeigneter Stromkreise wieder verwendet.Über viele Jahrzehnte wurde Kohlebogenlicht in der professionellen Kinoprojektion fast ausschließlich verwendet – wegen der guten Lichtleistung und der hohen Betriebssicherheit. Das elektrische Bogenlicht der Reinkohle, das bis e ... [weiterlesen]
44.

Effektlicht

... e spezifische Atmosphäre zu schaffen. Oft ist es nicht möglich, ausschließlich natürliche Lichtquellen (Sonnenlicht, Kerzen, Kaminfeuer u.a.) in Innenräumen zu nutzen, dann müssen künstliche Lichtquellen als Effektlicht eingesetzt werden. (2) Zum „logischen“ Effektlicht zählen alle Lichtanordnungen, die natürliche Lichtquellen in Richtung und Strahlungsintensität nachahmen.   ... [weiterlesen]
45.

Cyberpunk

... oßbritannien 1971, Stanley Kubrick; Zardoz, Großbritannien 1975, John Boorman; Quintet, USA 1979, Robert Altman) zusammen mit den neueren Themen und ethischen Problemen der rasant sich entwickelnden künstlichen Intelligenz, Medizin, Genetik und Robotik (Cyborgs) ein interessantes Experimentierfeld für filmische Bearbeitungen. Als prototypischer Vertreter der bisher weit über 50 als Cyberpunk verbuchbaren Filme wird häufig Blade Runner (USA 1982, Ridley Scott) genannt.In Deutschland wird Cyberpunk meistens in Verbindung mit Sozialität simulierenden Formen von Computerspielen und Online-Rollenspielen (MOOs und MUDs) verwendet. Es gibt Mischformen wie das ‚interaktive‘ Videospiel Hell: A Cyberpunk Thriller (1995), in dem Rollen durch die Schauspieler Dennis Hopper und Grace Jones verkörpert werden.Literatur: Cavallaro, Dani: Cyberpunk and cyberculture: science fiction and the work of William Gibson. London/New Brunswick, NJ: Athlone Press / Somerset, NJ: Transaction Publishers 2000. – Elmer-Dewitt, Philip: Cyberpunk. In: Vitanza, Victor J. (ed.): CyberReader. 2nd ed. Boston: Allyn and Bacon 1999, S. 356-363. - Leary, Timothy: The cyberpunk: the individual as reality pilot. In: The cybercultures reader. Ed. by David Bell and Barbara M. Kennedy. London/New York: Routledge 2000, S. 529-539 [u.ö.]. ... [weiterlesen]
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Special Effects

auch: SFXSpezialeffekte werden in der Filmarbeit immer dann eingesetzt, wenn zur Darstellung andere Objekte, Figuren und sichtbare Erscheinungen gefordert werden, die die vorfilmische physikalische Welt nicht bietet. Spezialeffekte wie künstlicher Nebel, Pyrotechnik, Modellaufnahmen und das gesamte Arsenal von Tricks im engeren Sinne helfen primär, bei der Herstellung der gesteigerten filmischen Illusion Produktionskosten zu sparen. Ihre Ge ... [weiterlesen]
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Montageexperimente

... ge Kontexte („Kontexttheorem“). Ähnlich kann sehr heterogenes, an verschiedenen Orten aufgenommenes Material dennoch den Eindruck einer einheitlichen Raumvorstellung erzeugen (Kuleschow: „künstliche Landschaften“). Das Interesse, das Kuleschow und seine Kollegen an Montageexperimenten hatten, war praktischer, nicht psychologischer Natur – Montageexperimente erkunden ein Wissen über die Induktion von Bedeutungen, das unmittelbar in Montagepraxis zurückgeführt werden kann.Literatur: Wulff, Hans J.: Experimente zum Kuleshov-Effekt. Ein Literaturbericht und eine Kritik. In: Film und Psychologie. 1. Kognition – Rezeption – Perzeption. Hrsg. v. Gerhard Schumm u. Hans J. Wulff. Münster: MAkS Publikationen 1990, S. 11-40. ... [weiterlesen]
48.

Kontinuität

... ht eines Hauses auf eine Aufnahme der Küche geschnitten, sagt die Konvention, dass es sich um die Küche dieses Hauses handelt. Weil die Kontinuitätserwartung so dominant ist, kann der Film „künstliche Räume“ schaffen, denen keine vorfilmische Realität entspricht (Kuleschow kombinierte verschiedene Aufnahmen von verschiedenen Orten, die durch die Montage in der Rezeption zur Vorstellung eines einheitlichen Gebäudes verschmolzen wurden).  ... [weiterlesen]
49.

Out-take

... l;ren zum Spiel mit der höchst realistischen Oberfläche des Films: Die animierten Figuren treten nun noch einmal als Schauspieler auf. Damit verwirrt sich das Spiel der Figuren vollends: Weil sich die künstlichen Figuren von den Rollen des Spiels emanzipieren, behaupten sie eine ähnliche Unabhängigkeit gegenüber dem Spiel wie die Schauspieler von ihren Rollen auch. ... [weiterlesen]
50.

cinéma pur

... Jean Vigo die in den 1920er Jahren nur in Ansätzen ausgeführte Kritik am technizistischen, verfahrensverliebten Konzept einer Integration aller reinen Künste, die doch nur „Nabelschau einer künstlichen Übersubtilität“ (Vigo) war. André Bazin insistierte sehr viel später auf der Reichhaltigkeit eines unreinen Kinos, eines cinéma impur, das sich zur einst verpönten Adaptation der Literatur und des Theaters nicht nur bekennt, sondern diese als Zugewinn einer sozialen Dimension des Kinos erfährt.Literatur: Hein, Birgit / Herzogenrath, Wulf: Film als Film. 1910 bis heute. Katalog des Kölnischen Kunstvereins, 1977. – Jeune, dure et pure! Une histoire du cinéma d'avant-garde et expérimental en France. Paris: Cinémathèque française / Mailand: Edizioni Mazzotta 2001. ... [weiterlesen]
51.

Roboter im Film

... ugusse et l'automate, Méliès 1897). Einen der ersten deutschen Roboterfilme inszenierte Harry Piel (Der Elektromensch, 1916, verschollen). Ein frühes Beispiel für einen Androiden ist die künstliche Maria aus Fritz Langs Metropolis (1925/26).Während in den 1930er und 1940er Jahren kaum Roboter im Film auftauchen, beginnt mit der Figur des „Gort“ aus The Day the Earth Stood Still (1951) die Zeit der „Roboterstars“; es folgen „Robby the Robot“ (zuerst in Forbidden Planet, 1956) sowie ab 1977 „C3PO“ und „R2D2“ aus den Star Wars-Filmen. Seit Anfang der 1980er rückt die Frage der Mensch-Maschine-Identität in den Vordergrund, zunächst in Blade Runner (1982) und ab 1984 in den Terminator-Filmen. Auffallend ist, dass viele neuere Roboter an Komikerfiguren angelehnt sind - C3PO und R2D2 ... [weiterlesen]
52.

Pseudo-Dokumentarfilm

... rsula von Keitz u. Kai Hofmann. Marburg: Schüren 2001, S. 15-26. – Kerstin Kratochwill / Almut Steinlein (Hrsg.): Kino der Lüge. Bielefeld: transcript 2004. – Manfred Geier: Fake. Leben in künstlichen Welten. Mythos, Literatur, Wissenschaft. Reinbek: Rowohlt 1999. ... [weiterlesen]
53.

Night-for-Night

auch: night for night; dt.: NachtaufnahmeWenn nächtliche Außenaufnahmen an Originalschauplätzen gedreht werden, spricht man von Night-for-Night. Mit Hilfe künstlicher Beleuchtung wird das zur Belichtung notwendige Maß an Helligkeit produziert (manchmal als Mond- oder Straßenlicht getarnt). Ab 1916 in Amerika wurde das Verfahren für Nahaufnahmen angewandt, ab 1920 war es auch in Außentotalen nachts übli ... [weiterlesen]
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Riesen

... r Freunde des Helden in Rob Reiners Princess Bride (1987) ist z.B. ein ebenso starker wie gutmütiger Riesenwüchsiger. Am anderen Ende der Skala steht das riesenhaft vergrößerte Monster oder künstliche Menschenwesen des Horrorfilms, das aus der Obhut eines mad scientist entflieht und (oft aus Rache) für Angst und Schrecken sorgt; so wird das Monster aus den verschiedenen Frankenstein-Adaptionen meist als besonders großwüchsig dargestellt. Manchmal werden normale Bürger radioaktiv verseucht oder infiziert, so dass ihr Wachstumsprogramm durcheinander gerät und sie gigantische Züge annehmen (wie in The Amazing Colossal Man, 1957, Bert I. Gordon, der die Geschichte eines Mannes erzählt, der durch radioaktiven Einfluss zu wachsen beginnt). In jedem Fall rufen Riesen die SpezialistInnen für Trick und special effects auf den Plan. Riesinnen sind weitaus seltener als Riesen – wohl deshalb, weil Frauen in abendländischen Kulturzusammenhängen mit Attributen des Diminutivs (klein, kindhaft, niedlich, zerbrechlich) bedacht werden. Eine der wenigen Ausnahmen ist Attack of the 50 Foot Woman (1958, Natha ... [weiterlesen]
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Monodrama

auch: Einpersonenstück; von griech. ‚monos‘ = alleinGenrebegriff, der aus der Theaterwissenschaft stammt und eine dramatische Handlung meint, die von einer einzigen Person getragen wird. Dies ist auf der Bühne zum einen eine relativ künstliche Form, zum anderen Bravourleistung und Tour-de-force für SchauspielerIn und AutorIn gleichermaßen. Monodramen sind meist Einakter, weil die Situation sich dramaturgisch verh ... [weiterlesen]
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Feston

... ich gemalt oder als Treibarbeit bei Silberwaren. In Italien werden sie bei religiösen Festtagen zur Außendekoration der Kirchengebäude benutzt. Im Film versteht man darunter natürliche oder künstliche Behänge aus Blumen, Früchten, Girlanden usw. zur Verzierung von Gebäuden. Festons werden als Requisit für Bühnendekorationen oft gebraucht und sind in dieser Verwendung schon seit dem Altertum bekannt.  ... [weiterlesen]
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cinéma du look

... look dienen dazu, romantische Liebesgeschichten, phantastische Geschehnisse, Parabelhaftes einzukleiden. Die Anlehnungen an die „glatten“ Ästhetiken von Werbung und Musikvideo, aber auch an die künstlichen Welten von Cartoons und Computerspielen sind offensichtlich. Das Desinteresse an Realität, ihr offener Scheinwelt-Charakter und die offensichtlich anspielenden Qualitäten der Filme der Gruppe legten es nahe, sie als ein genuin postmodernes Kino anzusehen, sie gar als „neobarockes“ Kino auszuweisen.Eine erste Welle von Filmen des cinéma du look wurde mit Jean-Jacques Beinix‘ Diva (1981) eröffnet. Beinix‘ 37,2° le Matin (aka: Betty Blue, 1986), Luc Bessons Subway (1985), Nikita (1990) und Léon (1994), Leos Carax‘ Mauvais Sang (1986) und Les Amants du Pont-Neuf (1988), Jean-Pierre Jeunets und Marc Caros Delicatessen (1991) oder La Cité des Enfants perdus (1995) setzten den Stil fort, der sich noch in Sexy Beast (2000) des Musikvideo-Regisseurs Jonathan Glazer erhalten hat.Literatur: Allmer, Patricia: "Window Shopping"? Aesthetics of the Spectacular and Cin& ... [weiterlesen]
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Kuriositätenkabinett

... otenmasken, kunstvolle Elfenbeinschnitzereien, Gemälde und Skulpturen, Exotika und Antiken, naturwissenschaftliche Instrumente und Automaten aus – die Vielfalt des ganzen Kosmos der natürlichen, künstlichen und naturwissenschaftlichen Welt fand sich in einer sinnreichen Zusammenstellung im Kleinen zusammengefasst in den Kunst- und Wunderkammern von der Renaissance bis ins 19. Jahrhunderts (nach einer ganzen Reihe von Vorformen aus dem Mittelalter). Die Kabinette inszenierten ein „polyphones Spiel“ mit Form und Bedeutung, das das Auge in einen „Schwindelzustand“ zu versetzen suchte. Erst im 19. und 20. Jahrhundert gingen die Kuriositätenkabinette in wissenschaftliche Museen ... [weiterlesen]
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B-Prominenz

... l pejorativ gemeint, kann es doch manchmal zu seltsamen Effekten führen, wenn man eine Akteursgruppe so bezeichnet. So wurde die Reality-TV-Serie Dschungelcamp (2004, RTL) mit Prominenten besetzt, die eine künstliche Robinsonade im Dschungel durchleben sollten; gerade die harsche Kritik an dem eher dümmlichen Spiel, in der auch das Argument geäußert wurde, dass es sich um Ex-Prominente, Skandal-Personen oder um Darsteller handele, die am Ende ihrer Laufbahn seien, hatte aber die paradoxe Konsequenz, der Sendung neue Aktualität zu verleihen. ... [weiterlesen]
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Dinosaurier im Film

... sen per Rückprojektion vergrößert. The Beast from 20.000 Fathoms (1953) war eine der ersten Dinosaurier-Animationen Ray Harryhausens, der neue Qualitäten eines illusionistischen Umgangs mit künstlichen Tiergestalten in den Fantasy- und Monsterfilmbereich einbrachte und in den 1960er Jahren perfektionierte (One Million Years B.C., 1966; The Valley of Gwangi, 1969). Einen letzten Höhepunkt der ersten „Dino-Welle“ in den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Monsterfilmwelle anfangs der 1960er Jahre (Stop-Motion-Technik in: Dinosaurus!, 1960); Darsteller im Saurierkostüm in: Gorgo, 1960; reale Echsen in Rückprojektion in: The Lost World, 1960). Ausläufer der Dinosaurier-Welle warteten mit perfektioniertem Trick auf (Planet of Dinosaurs, 1978; Caveman, 1981). Erst mit Jurassic Park (1993) und seinen computeranimierten Dinosauriern setzte die zweite Welle an Dinosaurier-Faszination ein. Daneben steht eine ganze Reihe von Dinosaurier-Serien im Fernsehen – die wohl bekannteste und beliebteste ist Jim Hensons Dinosaurs (1991-93) – sowie Dokumentationen, die durchaus wissenschaftliche Ansprüche zu erfüllen suchen (wie die BBC-Produktion Walking With Dinosaurs (1999). Literatur: Berry, Mark F.: The dinosaur filmography. Jefferson, ... [weiterlesen]
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body snatcher

... oman Frankenstein oder Der neue Prometheus von Mary Shelley (1809): der nächtliche Leichenräuber (oft selbst ein Mad Scientist), der Gräber öffnet, um Material für die Herstellung eines künstlichen Menschenwesens zu besorgen. James Whales Frankenstein (USA 1931) gab eine definitive filmische Darstellung des Motivs, das seitdem viele Male variiert worden ist. Schon früh wurde aus dem Leichenräuber ein Mörder, der im extremsten Fall als tragische Figur Menschen umbringt, um andere Menschen zu retten. Georges Franjus Les Yeux sans Visages (1960) erzählt z.B. die Geschichte eines Professors, der immer wieder neue Leichen junger Frauen benötigt, um das Gesicht seiner Tochter zu erneuern.(2) In der Variation des Science Fict ... [weiterlesen]
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psychedelischer Film: Grundlagen

... ondere die – überwiegend angelsächsischen – Beatniks, die Hippie-Kultur und Flower-Power-Bewegung der 1960er Jahre versuchten, angeregt durch Bücher wie Charles Baudelaires „Die künstlichen Paradiese“ (1860) oder Aldous Huxleys „Pforten der Wahrnehmung“ (1954, in dem Drogen als „religion’s chemical surrogates“ behandelt werden) oder durch die Kampagnen des Psychologen, Harvard-Dozenten und LSD-Apologeten Timothy Leary mittels drogeninduzierter psychedelischer Erfahrungen („Trips“) Transzendenz und Spiritualität zu erfahren. Künstlerische Ausdrucksformen wie Musik (Rockmusik: z.B. Jimmy Hendrix, The Doors oder die Merry Pranksters des auch als Schriftsteller und Psychiatrie-Kritiker bekannt gewordenen Ken Kesey), Malerei und auch der Film sollten derartige Erlebnisse nachzeichnen und vertiefen. Dabei griffen die Filme immer wieder auf Ikonografien des Horrors zurück – Figuren verlieren ihre Objektkonstanz, schwellen an, verändern die Form, transformieren zu anderen Figuren; Räume verlieren die Kontinuität, werden liquide oder nehmen andere Formen an; Figur-Grund-Beziehungen beginn ... [weiterlesen]
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Ausschmückungen

Vorübergehend eingebrachte Dekorationsgegenstände, die nicht zum festen Inventar einer Wohnung oder eines Offizialraumes gehören, werden oft Ausschmückungen genannt. Zu ihnen gehören insbesondere Drapierungen, Girlanden, Kerzen und Lichter, Fahnen und künstlicher Pflanzenschmuck.  ... [weiterlesen]
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Artificial Light

Licht, das von jedweder künstlichen Lichtquelle stammt, wird artificial light genannt (dt. etwa: Kunstlicht). Bis in die 1950er hinein war Kunstlicht auch bei Außenaufnahmen nötig, das verfügbare natürliche Licht zu verstärken – erst empfindlicheres Filmmaterial machte es möglich, weitgehend auf unterstützendes Licht zu verzichten. Bis heute wird Kunstlicht dazu verwendet, die Lichtbalance vor Ort auszug ... [weiterlesen]
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Backdrop

auch: backcloth, background, backing, drop, drop curtain; meist in der Kurzform: dropBühnentechnischer Ausdruck für einen bemalten Vorhang, der auf der Bühne als Hintergrund dient; auch künstlicher Hintergrund bei fotografischen Aufnahmen. Kann aus Papier, Pappe, Leinwand oder einem sonstigen geeigneten Material bestehen, einfarbig oder bemalt sein oder auch vergrößerte Motive aus dem Film selbst, etwa Landschaften, zei ... [weiterlesen]
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Glyzerin

... Flüssigkeit, die süßlich schmeckt und dickflüssiger als Wasser ist. Es gibt eine ganze Reihe von Produkten, die alle mehr oder weniger auf Glyzerin oder Gelatine basieren, die dazu dienen, künstliche Tränen darzustellen. Die Lösung mit Gelatine – sie wird so weit verdünnt, dass sie nur minimal zäher ist als Wasser – ist haut- und augenfreundlicher. Die Glyzerin- oder Gelatine-Flüssigkeit wird auf die Haut aufgetragen; da sie gut haftet und nicht zu schnell verdunstet, ist sie glänzend dazu geeignet, Tränen darzustellen. Daneben wird manchmal auch ein „Tränenstift“ verwendet, der unter die Augen gerieben wird und der echte Tränen auslöst, weil er ätherische Öle enthält, auf die das Auge mit Tränensekretion reagiert. ... [weiterlesen]
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Sepia

... ntrast gemildert wurde. Heute wird die Gelb-Bräunung alter Fotos meist fälschlicherweise als „Vergilbung“ ausgegeben. Elektronisch kann mittels des „Sepia-Effekts“ Bildern eine künstliche „Alterung“ erzeugt werden.Im Film bezeichnet Sepia eine monochrome Einfärbung früher Filme mittels einer Schwefelnatriumlösung (Schwefeltonung). Sepiafärbung ist zugleich eine der wichtigsten Viragierungen des Stummfilms gewesen. Auch im Film wird Sepia als Indikator für das Alter von Bildern verwendet. Ray Harryhausens The Beast from 20.000 Fathoms (1953) wurde sogar als „in glorious Sepia“ offeriert. Mit der Sepiatönung wird aber nicht nur die Historizität von Bildmaterial angezeigt, sondern oft auch der Affekthintergrund der Nostalgie ... [weiterlesen]