Suchergebnisse für die Suche nach: kostüm



1.

Kostümbildner

manchmal kurz: Garderobe; selten auch: Garderobier; engl.: costume designer, costumer, wardrobe supervisorKostümbildner(innen) entwickeln anhand des Drehbuchs die Bekleidung der agierenden Figuren. Dieses Tätigkeitsfeld entstand – in Anlehnung an die Theaterberufe – in den 1910er Jahren mit der Verbreitung des jungen Mediums Film. Es wurde in der Anfangszeit oft auch von Bühnenbildnern ausgeführt.Bis heute gibt es f&uu ... [weiterlesen]
2.

Garderobe

engl.: wardrobe; im Vor- oder Abspann als: Garderobe von; engl. oft: gowns by; frz.: habillé(e) par(1) Bezeichnung für die Garderobe oft nur eines Stars, die nicht von einem Kostümbildner des Studios, sondern von einem Modeschöpfer mit prominentem Namen entworfen wurde. Durch den wechselseitigen Werbeeffekt zwischen Film- und Modeproduktion hat sich dies als wichtiges Vermarktungsargument für beide Seiten erwiesen. So legte ... [weiterlesen]
3.

Kostümleitung

Die Kostümleiterin ist für die Organisation und Koordination innerhalb des Kostümhauses verantwortlich. Sie bildet die Schnittstelle zwischen den Kostümbildner(innen), den Kostümwerkstätten und dem Fundus. Um die Idee eines Kostümentwu ... [weiterlesen]
4.

Kostümfilm

engl.: costume dramaIm Englischen wird der Kostümfilm recht genau gegen den historischen Film abgegrenzt: Beide spielen in einer vergangenen Epoche, die in Ausstattung und Kostüm eindeutig und möglichst präzise ausgewiesen wird, doch ist der eine auf aktuelle historische Ereignisse bezogen. Der Kostümfilm dagegen nimmt die historische ... [weiterlesen]
5.

Kostümauszug

Für den Eindruck der Kontinuität ist auch die Kontinuität der Kostüme und ihres jeweils besonderen Zustands (Kragen hochgeklappt, oberster Hemdknopf offen, Hose verschmutzt u.ä.) von Bedeutung. Um Anschlussfehler beim Dreh zu vermeiden, fertigen darum das Continuity Girl (und manchmal auch der Kostümbildner) ein gelegentlich als Kost&uum ... [weiterlesen]
6.

Figurine

Diminutiv von Figur; kunstgeschichtlich sind Figurinen Klein-Statuen (Statuetten); im Film auch gebräuchlich in der Ausstattung als: Entwurf eines KostümsAls Figurine bezeichnet man die Kostümzeichnung eines Kostümbildners, meist in den Frühphasen des Entwurfs, in der die Kostüme nur s ... [weiterlesen]
7.

Kostümbildnerei

engl.: wardrobe departmentDer Entwurf und die Realisierung der Kostüme obliegen einer Abteilung der Filmproduktion, der Kostüm-Designer und -schneider angehören. Gelegentlich werden Mode-Designer für einzelne Filme oder die Garderoben einzelner Stars engagiert. Der Leiter oder die Leiterin der Kostümbildnerei (wardrobe supervisor) ist ... [weiterlesen]
8.

Frock flick

von engl. frock = „Kleid, Kittel“, wie in dem Ausdruck frock-coat = „Gehrock“(1) Frock flick ist eine durchaus despektierlich gemeinte Bezeichnung für einen (britischen) Kostümfilm, in dem mittels Requisiten und altertümelnder Bekleidung und Mode der Schauspieler die Anmutung vergangener Jahrhunderte, vorzugsweise des 17. bis 19. Jahrhunderts, hervorgerufen werden soll. Die britische Produktionsfirma Gainsboroug ... [weiterlesen]
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Anprobe

auch: KostümprobeWährend einer Anprobe tragen die Darsteller zum ersten Mal das eigens für ihre Rolle angefertigte oder gekaufte Schauspielkostüm. Sie haben hierbei die Chance, noch vor Drehbeginn in die Haut ihrer Figur zu schlüpfen und sich ihrer Rolle auch äußerlich weiter anzunähern. Falls notwendig, ändert der Kost&u ... [weiterlesen]
10.

Kostümbild

Sämtliche Kleidungsstücke und Accessoires der Schauspieler bzw. Filmfiguren bilden das Kostümbild. Die Überlegung, welche Kostüme die Filmfiguren tragen sollen, bildet eine eigene und überaus wichtige Abteilung in der Planung des Films; sie wird zudem schon früh mit der Maske und vor allem der Ausstattung abgestimmt.Idealerweise gibt das weiterlesen]
11.

Mode und Film: Literaturlage

... ugh the Looking-Glass“ (1989). Allerdings gehen diese Kulturgeschichten der Mode zumindest partiell auf das Thema Film ein. Engelmeiers Bildband bietet zwar reichhaltiges Bildmaterial, versagt aber sowohl kostümhistorisch als auch in der Interpretation der vestimentären Zeichen. Während in der Kunstgeschichte in Katalogwerken zum 18. Jahrhundert immer stärker auf die Forschungen der Kostümgeschichte (z.B. Eileen Ribero) zurückgegriffen wird, werden solche Ansätze in der Filmanalyse zu selten berücksichtigt. Allerdings finden sich in manchen Bänden der BFI Film Classics doch Kapitel, die auf die Kostüme und die Wirkung der Filmmode auf die Gesellschaft eingehen.An Würdigungen der mehrfachen Oscar-Preisträgerin Edith Head ist kein Mangel, an Prachtbänden über die Hollywood-Damenmode der 1930er Jahre (
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12.

Gewandmeister / Schneider

auch: Näherei (engl.: seamstress)Gewandmeister(innen) interpretieren die skizzierten Entwürfe der Kostümbildner(innen) und setzen sie in eine Schnittkonstruktion um. Ihre Aufgabe ist es auch, die weiteren Schritte der Fertigung auf den Termin- und Kostenrahmen abzustimmen. Die Schneider(innen) sind für den Zuschnitt und das Zusammenfügen der Stoffkomponenten zuständig.Für die stimmige Umsetzung eines weiterlesen]
13.

promo costuming

dt. etwa: Kostümausstattung zu WerbezweckenEine Nähe von Film- und Modeindustrie gibt es spätestens seit den 1910er Jahren: Die Inszenierungen der Kleidung bedienten sich ebenso mancher Vorbilder aus filmischer Inszenierung wie umgekehrt. Vor allem für die Haute-Couture-Industrie erwies sich der Film als ideales Werbemedium, führten doch die Schauspielerinnen die Mode in dem sehr dichten und für sich allein faszinierende
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14.

Shaw Brothers I: 1958-1970

... l;rten, Palästen und ganzen Straßenzügen). Zudem gab es ein Gebäude für Soundtracks inklusive Komponisten und Musikern, ein Lager- und Versandhaus für die fertigen Filme sowie ein Kostümlager mit über 80.000 Kostümen. In ihrer Blütezeit 1971 waren die Shaw-Studios die bekanntesten und erfolgreichsten in Hongkong. Die Shaws betrieben ihre Studios nach dem in Hollywood erprobten Prinzip des Star-Systems und der Massenfertigung. Zwischen 1961 und 1964 produzierte das Studio 13-18 Filme im Jahr, 1965 kam man auf 26. Ein Jahr später erreichte man den Höhepunkt mit über 40 Filmen. Während ein normaler Hongkong-Film ein nur sehr geringes Budget von 200.000HK$ (etwa 20.000སྒྱ) aufwies, lag das Budget von Shaw-Produktionen etwa fünfmal höher. Der erste Shaw-Blockbuster war The Kingdom and the Beauty (1958, Li Hanxiang). Zu den weiteren Hits zählen u.a. das Musical Love Eterne (1963, Li Hanxiang, King Hu Jinquan) und der Kostümfilm The Empress Dowager (1975).Literatur: Hong Kong Film Archive (ed.): The Shaw screen. A preliminary study. Hong Kong: Hong Kong Film Archive 2003. – Rayns, Tony: Le veritable histoire des freres Shaw. In: Cahiers du Cinéma, 362/363, Sept. 1984, S. 58-60. ... [weiterlesen]
15.

Produktionsdesigner

engl.: production designDer Produktionsdesigner leitet die Ausstattungsabteilung und kooperiert eng mit dem künstlerischen Leiter einer Produktion („Art Director“). Er arbeitet naturgemäß eng mit dem Kameramann und Kostümdesigner zusammen, bestimmt er doch letzten Endes, wie die Bauten des Films aussehen werden, auf die wiederum die Kostüme und die Lichtsetzung abgest ... [weiterlesen]
16.

Filmberufe

cf. Berufe des Films: Musik (dt./engl.); Berufe des Films: Tontechnik (dt./engl.); -- Ausstattung cf. art department; Artdirektor; Berufe des Films: Szenenbild (engl./dt.); greensman; Kostümberufe; Kostümbildner; Modistin / Putzmacher / Hutmacher; Produktionsdesigner; propmaker; Requisitenhersteller; Rüstmeister; scenic artist; -- Beleuchtung cf. Beleuchter; best boy; Einleuchten; g ... [weiterlesen]
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Regie / Regisseur; Direction / Director

Regisseure haben die künstlerische Verantwortung für einen Film. Sie bereiten den Film vor, wählen Schauspieler, Kostüme, Drehorte usw. mit aus und betreuen die Post-Production. Die zentrale Aufgabe ist vor allem die Schauspielerführung. Außerdem legt er heute meistens die wichtigen künstlerischen Entscheidungen fest. Wieviel Kompetenz den Mitarbeitern überlassen wird (dem Kameramann, weiterlesen]
18.

Fundus

... inere Einrichtungsgegenstände wie z.B. Haushaltsgegenstände, Uhren, Werkzeuge, Kleinhandwaffen, Telefone; Möbel- und Kleinrequisitenfundus werden oft als Requisiten-Fundus zusammengefasst;– Kostümfundus: z.B. Kostüme aller Epochen, Schuhe, Taschen, Hüte und dergleichen mehr;– Maskenfundus: z.B. Perücken und Haarteile, Bärte, Tiermasken, Phantasie- und Effektmasken;– Beleuchtungsfundus: Gesamtheit der Scheinwerfer in einem eigenen Beleuchtungslager.
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19.

Kostümberufe

engl.: wardrobe departmentFür die Anfertigung von Kostümen und Accessoires, die für Film- und Bühnenproduktionen gebraucht werden, sind besondere handwerkliche Qualifikationen gefragt. Die einzelnen Berufsfelder und Betriebe haben sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. In der Zusammenarbeit von– Kostümbildnern,– Modisten,– Herren- und Damenschneidern,– Gew ... [weiterlesen]
20.

historische Milieustudie

... e. Stattdessen ist Atmosphärisches von zentraler Bedeutung, und oft versuchen die Filme, das Lebensgefühl einer Zeit (oder die Vorstellung davon) möglichst authentisch wiederzugeben. Ausstattung, Kostüm und Requisite spielen dabei eine wichtige Rolle; meist werden sie mit Akribie (die sich zur Detailversessenheit steigern kann) recherchiert und inszeniert. Dabei kann die historische Milieustudie durchaus die Grandezza und Extravaganz eines Ausstattungs- und Kostümfilms annehmen. Ebenso oft verzichtet sie jedoch bewusst auf solche großen Gesten und schildert – freilich mit derselben Genauigkeit – in einer Gesellschaftskritik das Lebensgefühl von sozialen Umfeldern, die sich fernab von Prunk und Pracht befinden. Außerdem birgt sie das Potenzial zur Parabel, die Vertrautes im Unvertrauten und zeitgenössische Konflikte in Konstellatione ... [weiterlesen]
21.

Buftea Studio

... ;en Areal aufgebaut; auf dem Gelände wurden künstliche Hügel und Seen gebaut, einige Sets stehen dauerhaft zur Verfügung; zum Gelände gehört auch eine neuerrichtete Burganlage. Ein Kostümfundus von 30.000 historischen Kostümen und annähernd eine Million Requisiten gehören zum Studio. Es hatte ein eigenes Kopierwerk und fünf Bühnen mit einer Gesamtfläche von 3.000qm, so dass mehrere Produktionen gleichzeitig realisiert werden können. Eine der Bühnen war so groß, dass das Innere der Mailänder Scala darin nachgebaut werden konnte (wie in dem Musiker-Biopic Darclée, Rumänien 1961, Mihai Iacob). Das Studio wurde von einer ganzen Reihe von osteuropäischen Produktionen genutzt; zudem entstanden (in den 1960ern und 1970ern) französische und westdeutsche Koproduktionen. Lange galte ... [weiterlesen]
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man in suit

Der japanischen Redeweise der Suitmation angelehnte amerikanische Bezeichnung für Schauspieler, die in monströse Schreckenskostüme gekleidet die Ungeheuer von Monster-, Katastrophen- und anderen Fantasyfilmen oft in miniaturisierten Setting spielten. Ein bekanntes Beispiel ist der Schauspieler Ricou Browning, der in Creature from the Black Lagoon (USA 1954, Jack Arnold) den Amphibienmenschen spielte. Das Verfahren wird bis heute prakti ... [weiterlesen]
23.

Naturalismus

... eltechnischen Implikationen. Schon der Bühnennaturalismus hatte versucht, eine Illusion des Realen mit möglichst realistischen, nicht bloß gemalten oder angedeuteten Bühnenbildelementen und Kostümen zu erreichen. Im Schauspielen suchte man das Bühnenspiel dem realen menschlichen Ausdrucks- und Kommunikationsverhalten anzunähern (sei es durch Beobachtung und Nachahmung, sei es durch Erinnerung); François Delsarte und Konstantin Stanislawski waren Schauspiellehrer, die den Anspruch in Schauspielerausbildung umzusetzen versuchten. Der Zuschauer wurde konzipiert als letztlich wissenschaftlich motivierter Betrachter, der das Geschehen wie in einem Herbarium durch die vierte Wand hindurch betrachten kann.Im Film steht das Konzept des Naturalismus für eine möglichst genaue Rekonstruktion der realen Konditionen der Geschichte, die es zu erzählen gilt, von den sozialen Bedingungen, den Abhängigkeiten der Figuren, den kommunikativen Stilen, die in ihrem Milieu gelten, bis hin zu ihrem Umgehen mit Affekten, Wünschen, Ängsten etc. Das Konzept ist enger als das verwandte Realismus-Konzept, nähert sich dem Dokumentarischen an. Filme wie der nach Theodore Dreisers Roma ... [weiterlesen]
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Suitmation

wohl von japan.: Sutsumeshon; Kofferwort aus engl.: suit (= Anzug) + animationAus dem Japanischen stammende Bezeichnung für das Darstellen von Riesen- und Monsterfiguren als reales Schauspiel in der Körperlichkeit und Kostümierung der Figur. Das Verfahren wurde in den 1950ern entwickelt; das bekannteste Beispiel aus der Zeit ist die Godzilla-Figur aus dem gleichnamigen Film (1954). ... [weiterlesen]
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Berufe des Films: Szenenbild (engl./dt.)

art department / Szenenabteilung, Künstlerische Abteilungart department assistant / Assistent des Filmarchitekten (erste zwei bis drei Berufsjahre)art department runner / Volontärart director / Filmarchitektassistant art director / assistierender Filmarchitekt (mit großer Berufserfahrung)construction foreman, draftsman / Bühnenmeistercostume design / Kostümbildnerillustration artist, production painter / Illustratorproduct ... [weiterlesen]
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Prana-Film

... e bereits 1920 Friedrich Wilhelm Murnau kennengelernt, den er für das Vampirfilm-Projekt Nosferatu (1921) gewinnen konnte, übernahm seinerseits die künstlerische Leitung und entwarf Dekorationen, Kostüme und zahlreiche Werbegrafiken. Allerdings hatten die Prana-Film die Rechte an Bram Stokers Roman Dracula nicht ordnungsgemäß erworben, so dass die Firma nach einer Urheberrechtsklage Florence Stokers, der Witwe Stokers, 1922 in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geriet und schließlich Konkurs anmeldete. 1925 wurde die Vernichtung aller Negative und Kopien von Nosferatu gerichtlich angeordnet, die allerdings nie vollzogen wurde. Grau initiierte sogar die Gründung der Deutsch‑Film‑Produktion (DFP) in Berlin, die 1929 durch Waldemar Roger gegründet wurde und primär der Rekonstruktion Nosferatus diente. Nach der Produktion dreier Kurzfilme mußte die DFP ihren Betrieb 1930 einstellen.  ... [weiterlesen]
27.

sound designer

auch im Dt. üblich; früher oft: Ton, TonmeisterSeit den 1970ern ist die Bezeichnung Sound-Designer als Berufsbezeichnung für diejenigen Kreativ-Mitarbeiter üblich geworden, die für die gesamte Herstellung einer Filmtonspur verantwortlich zeichnen. Meist gestalten sie das Sound-Design eines Films erst nach dem Dreh, sind aber oft in der Phase der Vorbereitungen (bei Abstimmungen mit den Set- und Kostümdesignern) beteili ... [weiterlesen]
28.

Typenkomödie

... er Hypochonder), manche sind enger gebunden an historische Phasen (wie der Shyster, der Karrierist, der Dandy oder der Neureiche). Typen werden meist bis zur Karikatur überzeichnet (hinsichtlich Verhalten, Kostüme, sächliche Ausstattung), wirken als solche bereits lächerlich, geraten zudem in Geschichten hinein, die die Begrenztheit und Eitelkeit der (meist selbstauferlegten) Typage entlarven. Derartigen Komödien wurde vielfach vorgeworfen, dass sie reine „Auslachkomödien“ seien und sich auf Kosten der Figuren amüsierten und den Zuschauer in eine überdeutliche Machtposition gegenüber den Figuren versetzten. Elemente der Typenkomödie finden sich in fast allen Spielarten auch der Filmkomödie, insbesondere in Klamaukstücken, Farcen, Klamotten, Burleskkomödien und ähnlichem. Allerdings arbeiten auch viele gesellschaftkritische Satiren mit den Mitteln der Typage, ausgehend davon, dass die „Charaktermaske“ die Impersonifikation gesellschaftlicher Entfremdung sei (wie in der Marxschen Gesellschaftstheorie behauptet).Literatur: Jochen Hörisch: Charaktermasken. Subjektivität und Trauma bei Jean Paul und Marx. In: Jahrbuch der Jean‑Paul‑Gesellschaft 14, 1979, S. 79-96.  ... [weiterlesen]
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Rüstmeister

Rüstmeister fertigen Kostüme und Accessoires aus Metall für Film-und Bühnenproduktionen. Neben Rüstungen und Waffen entstehen in ihren Werkstätten auch Masken, Kronen, feine Metallkonstruktionen für Kopfbedeckungen sowie spezieller Metallschmuck.Bis ins 17. Jahrhundert war es der Plattner, der mit der Anfertigung von Rüstungen befasst war. Diese wurden aus körpergerecht geformten einzelnen Stahlplatten gef ... [weiterlesen]
30.

Modistin / Putzmacher / Hutmacher

Alle drei Berufe fertigen Kopfbedeckungen: Hutmacher(innen) Herrenhüte, Putzmacher(innen) modische Damenhüte und Modist(innen) sind für die modische Ausstattung des Gesamtkostüms zuständig.Ursprünglich gab es auch unterschiedliche Ausbildungsgänge, bis 1998 die neue Handwerksordnung die Berufe unter der Bezeichnung Modist(in) zusammenführte. Der Beruf verlangt ein hohes Maß künstlerischer Kreativit&a ... [weiterlesen]
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Französische Revolution

Motiv im Spielfilm, das die grundlegenden gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umwälzungen in Frankreich 1789-1799 umfasst oder aber einzelne Ereignisse aus dieser Periode. Die Unterschiede in Gewichtung und Verfahren sind groß und entsprechend breit das Spektrum an möglichen Varianten: Ausstattungs- und Kostümfilme setzen vor allem auf das Schauwert-Potenzial des Motivs und damit auf luxuriöse Roben, mächtig ... [weiterlesen]
32.

Schauwerte

Schauwerte sind nicht funktional für die Erzählung, sondern behaupten ihr gegenüber eine gewisse Selbständigkeit. Sie treten so weit hervor, dass sie zum Zentrum der Aufmerksamkeit werden können und die story ihnen gegenüber in den Hintergrund tritt. Wie die Großaufnahme oder wie die Tänze des Musicals frieren sie den Fortgang der Erzählung zugunsten der dargebotenen visuellen Attraktionen ein. Die Bauten und Ko ... [weiterlesen]
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Präproduktion

... beiten überwacht werden;– mit Gewerkschaften und Behörden müssen ggf. Verhandlungen geführt werden;– Geräte, Werkzeuge (eventuell Tiere) müssen gemietet, Requisiten und Kostüme gekauft oder entworfen und angefertigt, Versicherungen geschlossen und Gehaltslisten geführt, technische Einrichtungen wie Schneideraum, Tonstudio und das Labor für die Postproduktion hergerichtet und ihre Funktionsfähigkeit kontrolliert werden.Die Präproduktion ist also nicht als ein früher, in sich abgeschlossener Bereich anzusehen, sondern überlappt als zentrale Steuereinheit eines Filmprojekts auch noch mit der Postproduktion.Literatur: Patz, Deborah S.: Film production management 101: The ultimate guide for film and television production management and coordination. Studio City, CA: Michael Wiese Productions 2002, S. 55-154. ... [weiterlesen]
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Historisches Frauenschicksal

... oft an der Seite „bedeutender“ Männer stehen, während das Umgekehrte weitaus seltener der Fall ist. Außerdem tendieren die Verfilmungen der Frauenschicksale mehr zu Ausstattungs- und Kostümfilm sowie Melodram und betonen das Private, wogegen Männerschicksale eher als Charakterstudien daherkommen, die das Öffentliche der Figur ausloten. So oder so ist das historische Frauenschicksal eines der wenigen Formate, das Charakterschauspielerinnen – besonders jenen über Dreißig – große Rollen anbietet. Beispiele sind Queen Christina (USA 1933, Rouben Mamoulian) über das Leben einer schwedischen Königin aus dem 17. Jahrhundert, Sissi (Österreich 1955, Ernst Marischka) über die Jugend und frühe Ehe der österreichischen Kaiserin Elisabeth, Rosa Luxemburg (BRD 1985, Margarethe von Trotta) über Arbeit und Tod der deutsch-polnischen Sozialistin und Pazifistin, die 1919 in Berlin ermordet wurde, oder Artemisia (Frankreich/BRD/Italien 1997, Agnès Merlet) über die erste anerkannte Malerin der europäischen Kulturgeschichte, Artemisia Gentileschi. ... [weiterlesen]
35.

Mise-en-scène

... rangiert wird – die Bildkomposition, die Bildgestaltung im sichtbaren Bildausschnitt, die Farbkomposition, Lichtgestaltung, Anordnung der Figuren und Dinge im Bild, Umgang mit Raum und Tiefe, Ausstattung, Kostüm, Maske, Schauspielerführung etc. Für Bazin stand die Schaffung einer Wirklichkeitsillusion im Vordergrund, die – intensiviert durch den Einsatz kurzer Optiken, von Tiefenschärfe und langen Einstellungen - als Prinzip filmischen Realismus angesehen wurde. Die mise-en-scène sollte nach Auffassung Bazins aber nicht allein ein deskriptiver Terminus sein, mit dem sich gewisse Segmente der filmischen Gestaltung gegenüber der „Ins-Bild-Setzung“ (dem mise-en-cadre, heute meist technisch als cinematography bezeichnet) und de ... [weiterlesen]
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colorization controversy

... pt nachträglich eingefärbt werden dürfen. Viele Kritiker und Urheber argumentierten u.a. mit der künstlerischen Vision des Regisseurs, der bei der Inszenierung beim Einsatz farbiger Sets und Kostümen auf ihre monochrome Wirkung auf der Leinwand geachtet habe. Auch gegen die Veränderung der emotionalen Stimmung, die zu einer Verfälschung des Werks führe, wurde protestiert und die Kolorisierung als Geldmache angeprangert. Von „kulturellem Vandalismus“ und „Geschichtsverdrehung“ bis hin zu „krimineller Verstümmelung“ war die Rede. Die betroffenen Rechteinhaber konterten beispielsweise mit der Behauptung,  die TV‑Zuschauer verlangten nach Farbe, das Bild sei bunt besser lesbar und die Fernsehsender zeigten endlich Filme, die sonst dort keine Chance hätten. Fr ... [weiterlesen]
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Lichtdouble

engl.: stand-inOft arbeitet man bei Szenen, die längere Proben zur Etablierung der Ausleuchtung bedürfen, mit Doubles der Hauptdarsteller; sie ähneln den originalen Akteuren nicht nur in Größe und Statur, sondern haben darüber hinaus gleiche Haar- und Hautfarbe, sind genauso geschminkt und tragen dabei meist auch die gleichen Kostüme, so dass auch Feinheiten der Lichtsetzung sehr genau vorgeprobt werden können ... [weiterlesen]
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Warwick Film Productions

auch: Warwick Films, WarwickDie Produzenten Irving Allen und Cubby Broccoli (der zunächst in Hollywood als Agent gearbeitet hatte, bevor er nach England kam) gründeten 1951 die Warwick Films. Zunächst beabsichtigten die beiden, billige Action- und Kostümfilme zu machen – eine ganze Reihe von Filmen der Firma sind unerheblich und heute längst vergessen. Die Filme mit Alan Ladd aber – The Red Beret (1953, Terence Yo ... [weiterlesen]
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Project Unlimited, Inc.

Die drei Trickfilmspezialisten Gene Warren, Tim Barr und Wah Ming Chang, der vor allem Lehrfilme gemacht hatte, gründeten 1956 Project Unlimited, die Special Effects, Masken, Requisiten, Kostüme und ähnliches anbot. Die Firma wurde schnell als Spezialanbieter für Fantasy, SF-Filme und ähnliches bekannt und gestaltete in der Folgezeit die Animationseffekte für alle MGM-Filme George Pals (darunter: The Time Machine, 1959, ... [weiterlesen]
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Geschichte und Film

... oder ein vergangenes Ereignis mit historisch belegten Figuren rekonstruiert; die Biographie (Biopic), die das Leben einer historisch realen Figur anhand signifikanter Ausschnitte und Werke schildert; sowie den Kostümfilm, der vor historischem Hintergrund fiktive Figuren und Handlungen in Szene setzt (Jean Gili); Mischformen sind hier natürlich gang und gäbe.(3) Der Film als historischer Augenzeuge: Hier ist an die nichtfiktionale Funktion des Mediums zu denken. Eines der berühmtesten Beispiele ist etwa der Zapruder-Film, der das Attentat auf Präsident Kennedy dokumentierte und als solcher auch vor Gericht zugelassen wurde.(4) Schließlich die Filmgeschichtsschreibung: vor allem seit den 1970er Jahren hat sich eine höchsten historiographischen Anforderungen genügende, akademische Geschichtsschreibung des Kinos entwickelt, u.a. als filmische Institutionen-, Industrie- und Wirtschaftsgeschichte; eine zentrale Rolle nimmt hier die seit der Brighton-Konferenz von 1978 intensivierte historiographische Aufarbeitung und Erforschung des frühen Stummfilms ein, ermöglicht durch die internationale Kooperation und Zugänglichkeit von Instituten und Archiven, mit den entsprechenden Festivals (z.B. das Stummfilmfestival in Pordenone).Literatur: O’Connor, John E. (ed.): Image as Artifact. The Historical Analysis of Film and Television. Malabar, Florida: Krieger 1990. – Hess, Klaus-Peter: Film und Geschichte. In: Film Theory: Bibliographic Information and Newsletter, 13, 1986, S. 13-44. [Literaturbericht und Bibliographie.] – Ferro, M ... [weiterlesen]
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Accessoire

... nter fallen etwa die Figuren und Tiere, die zur Tiefenwiedergabe von Landschaften genutzt werden. (HJW)(2) Accessoires werden all jene Teile genannt, die zusätzlich zur Kleidung getragen werden und die das Kostüm ausschmücken und ergänzen. Das können z.B. Hüte, Handschuhe, ein Schal oder eine Handtasche sein, jeglicher Schmuck, Brillen oder auch ein Sonnenschirm. (CA)(3) Verzierungen einer Szene, die zur Bezeichnung des Orts, zur Bestimmung der historischen Zeit oder zur Kennzeichnung der Schicht- oder Klassenzugehörigkeit der Handelnden dienen, werden oft Accessoires genannt. Dazu rechnet das Mobiliar von Wohnungen, Arbeits-Geräte, Stoffe, Bilder und anderes mehr. (CA) ... [weiterlesen]
42.

Avala Film

... les und Berlin) und wurden mehrfach Oscar-nominiert. Das Studiogelände ist fast 25ha groß und liegt etwa 4km außerhalb von Belgrads Zentrum. Es beherbergt mehrere Tonbühnen, einen eigenen Kostüm-Fundus sowie Post-Produktions-Studios. Die Firma beschäftigt heute (Stand: 2009) etwa 200 Personen.  ... [weiterlesen]
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Filmmuseum

... atographie und Film, ihre Vorgänger und ihre ‚Derivate‘ präsentiert. Im Normalfall besitzen Filmmuseen Sammlungen von Objekten (Kopien, Videos, Fotos, Plakate, Schriftgut, Drehbücher, Kostüme, Technik, Ausstattungsteile, Zeichnungen etc.), die vor, während und nach der Herstellung eines Films im Einsatz waren bzw. aus der Zeit der Auswertung (Filmverleih, Fernsehaufführung, Zweitauswertung etc.) stammen. Filmmuseen sehen als ihre Aufgabe an, Film und filmverbundenes Material zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen, zu restaurieren und der heutigen sowie zukünftigen Generationen zugänglich zu machen. Einige Einrichtungen (Filmmuseum Amsterdam, Filmmuseum München) tragen zwar den Begriff ‚Film-Museum‘ im Namen, doch da sie keine perma ... [weiterlesen]
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Pathécolor

... ulär-farbigen Féerien auch etliche Naturdokumentarfilme in Pathécolor gibt. Darüber hinaus wurden auch Filme der Film d'Art-Serie dergestalt eingefärbt, um den historisch anmutenden Kostümfilmen einen zusätzlichen Schauwert und eine Facette von gestalterischer Ernsthaftigkeit zu geben. Das Schablonenkolorierungsverfahren ist bei manchen Filmen von Pathé auch in Verbindung mit zusätzlichen Handkolorierungen angewendet worden. Hergestellt wurden Pathécolor-Filme regelmäßig bis etwa Mitte der 1910er Jahre, als die Techniken der Schablonenkolorierung zunehmend ökonomisch unrentabel wurden und deshalb verschwanden. Später wurde das Verfahren in Pathéchrome umbenannt und ist in Einzelfällen noch bis in die 1920er Jahre nachweisbar.Literatur: Mazzanti, Nicola: Colours, audiences, and (dis)continuity in the 'cinema of the second ... [weiterlesen]
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Extravaganza (2)

In der Sprache des amerikanischen Revuetheaters seit den 1860er Jahren ist eine Extravaganza ein Ausstattungsstück, das vor allem in den Unterhaltungstheatern am Broadway aufgeführt wird. Es kann sich dabei um Revuen, Ballette oder Musicals handeln. Der Luxus in der Gestaltung des Bühnenbildes, der Kostüme und des Personals der Inszenierung spielt vor allem in der Inszenierung von exotischen, märchenartigen und phantastischen ... [weiterlesen]
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formula film / formula movie

dt. wörtlich: ‚Rezeptfilm‘ oder auch ‚Rezepturfilm‘Mit dem englischen Terminus formula werden Filme angesprochen, deren Handlung nach einem bereits in anderen Filmen bewährten Plotmuster voranschreitet und die auf weitere erfolgreich verwendete Ingredienzien setzen, die den Charakter von vorfabrizierten Einheiten (Sets, Ausstattung, Kostüme, selbst Schauspielereinsatz) innerhalb einer kostenbewussten industriell ... [weiterlesen]
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Dekadenz

... stheit ebenso wie ein Gefühl von Endstimmung, Sinnlosigkeit des Daseins, Ennui, suizidaler Disposition. Als dekadent interpretierte Spätphasen politischer Epochen sind häufig im Ausstattungs- und Kostümfilm sowie im Monumentalfilm thematisiert. Meist geht das Motiv mit der Formulierung einer Dystopie oder gar Endzeitvision einher, außerdem wird es oft mit einer Gesellschaftskritik verwoben. Beispiele finden sich schon in der Frühzeit des Kinos (etwa im italienischen Divenfilm der 1910er Jahre). Auffallend ist, wie viele italienische Filme sich der Thematik annehmen. Beispiele: La dolce vita (Italien 1960, Federico Fellini); La caduta degli dei (Italien/BRD 1969, Luchino Visconti); Morte a Venezia (Italien 1971, Luchino Visconti); Cabaret (USA 1972, Bob Fosse); Caligola (Italien 1979, Tinto Brass); Dangerous Liaisons (Großbritannien/USA 1988, Stephen Frears).Literatur: Blom, Ivo:Das gestische Repertoire. Zur Körpersprache von Lyda Borelli. In: Kintop 7, 1998, S. 69-83. – Di Marino, Bruno: Il paradiso, l'enigma e il labirinto. In: Filmcritica: Rivista mensile di Studi sul Cinema 45 (=449), Ott. 1994, S. 435-441. – Kafitz, Dieter: Decadence in Deutschland. Studien zu einem versunkenen Diskurs der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts. Heidelberg: Winter 2004. ... [weiterlesen]
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Narrenfigur

... det sich der höfische Narr in seiner äußeren Erscheinung, seiner Kleidung und seinem Gebaren von der übrigen Gesellschaft, so dass er ganz bewusst schnell zu erkennen ist. Sein farbenfrohes Kostüm besteht meist aus einem kurzen Kleid, das oft zusammen mit der Strumpfhose vertikal in zwei Farben unterteilt wird (Mi-Parti). Des Weiteren trägt er eine eng anliegende Kappe mit langen Eselsohren als Ausdruck für die Einfältigkeit, Geilheit und Lasterhaftigkeit. Andere Varianten der Kopfbedeckung sind die Gugel oder die Narrenkappe mit Hahnenkamm und/oder Eselsohren. Zusätzliche Attribute sind Schellen und Glöckchen, die an Rock, Kappe und seinen Schnabelschuhen angebracht sind, so dass sein Auftritt auch akustisch wahrgenommen wird und zugleich seine Geschwätzigkeit unterstreicht. In der Hand hält er, als Antithese zum Zepter des Königs, einen Stock mit Narrenspiegel, Marotte oder eine Keule.(4) Die auffällige Erscheinung des Narren kann durch körperliche Besonderheiten, Deformationen, Kleinwüchsigkeit (zusätzlich) markiert sein. Geistigbehinderte, einfältige, beschränkte oder dumme Menschen wirken wegen ihres unangepasstem/unpassendem Verhaltens sehr schnell lächerlich, zugleich aber auch völlig unbefangen und ermöglichen eine neue Sicht auf die Dinge.(5) Im Theater tritt die Narrenfigur als zwischen Publikum und Schauspiel vermittelnde, spottende und allgegenwärtig-improvisierende Person auf.Das Narrentum präsentiert sich in verschiedenen Erscheinungsformen (wie beispielsweise: Hofnarr, Hofzwerg, Harlekin, Clown, Joker, Schelm, Eulenspiegel, Kasper, ... [weiterlesen]
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staged photography

dt. etwa: „bühnenmäßige Photographie“; manchmal: directorial photography; dt. gelegentlich: inszenierte Fotografie, Fototheater, szenische Fotografie, narrative FotografieIn den Techniken der seit den 1980ern verbreiteten und begrifflich als eigenständig gekennzeichneten staged photography inszeniert der Fotograf ein vorfilmisches Szenario, in das Figuren/Personen, Gegenstände, Kostüme so arrangiert werden, ... [weiterlesen]
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Operettenfilm

... der Operettenfilm wurde eines der erfolgreichsten und publikumsträchtigsten Genres des deutschen Films der 1930er und 1940er Jahre. In den 1950ern trat die Mischung aus opulenter Ausstattung, Buntheit der Kostüme und Leichtsinnigkeit der Lebensführung in öffentlicher Wahrnehmung zurück, die reflexiven und manchmal satirischen Komponenten der Stücke passten nicht mehr zum Stil der Zeit; hinzu kam, dass die populäre Musik sich medialisierte, zunehmend von der Rezeption im Theater löste.Manche Stücke erlangten erst mit der Verfilmung das Ansehen, das sie oft bis heute behalten haben; Carl Millöckers Der Bettelstudent (UA 1884) etwa bekam mit Johannes Heesters in der Adaption von 1936 (Regie: Georg Jacoby) seine letzte Prägung, so, wie die Figur des Graf Danilo in Die Lustige Witwe in der Darstellung durch Maurice Chevalier (USA 1934, Ern ... [weiterlesen]
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Rollenarbeit

Rollenarbeit bezeichnet die Auseinandersetzung des Schauspielers mit einer Bühnenfigur im Rahmen von Probenarbeit und Aufführung. Sie umfasst die Rollenanalyse sowie den Prozess des Erlebens und Darstellens, der von der improvisatorischen Annäherung bis zur Fixierung der gefundenen Spielvorgänge und Haltungen. Dabei werden alle Ausdrucksmittel der Bühne – Requisiten und Objekte, Musik und Klang, Kostüm und Maske, d ... [weiterlesen]
52.

Tokusatsu

... r Special-Effects-Künstler Eiji Tsuburaya konzipierte die Godzilla-Figur für den 1954er Film (Regie: Ishirô Honda); von ihm stammt das Verfahren der suitmation (ein Schauspieler wird als Monster kostümiert und spielt die Riesenfigur), das meist mit Miniaturen und Modell-Sets kombiniert wird. Noch in den 1950ern traten andere Animationsverfahren der suitmation zur Seite, in denen die Maskierung von Schauspielern durch Animes und ähnliches ergänzt wurden. Heute gehören die Tokusatsu-Produktionen zu den beliebtesten TV-Formaten. ... [weiterlesen]
53.

Judentum

... n Weltkriegs entstandenen Flut von Versuchen, den Genozid am europäischen Judentum durch den Holocaust bzw. die Shoah filmisch zu bewältigen; die in historischen Rekonstruktionen und Ausstattungs- und Kostümfilmen wiederkehrende Leidensgeschichte über die Jahrtausende alte Verfolgung und Diaspora des Judentums; in der besonders im israelischen Kino thematisierten Diskrepanz zwischen (ultraorthodoxer) jüdischer Religion und weltlichen Formen jüdischen Lebens; in den seit den 1990er Jahren zunehmenden Anzahl an Komödien sowie Milieu- und Quartierstudien im amerikanischen und französischen Kino, die selbstbewusst ein betont gegenwärtiges jüdisches Leben inszenieren und damit nicht zuletzt versuchen, aus der Opferrolle hinauszutreten.Beispiele: Die Stadt ohne Juden (Österreich 1924, Hans Karl Breslauer); Exodus (USA 1960, Otto Preminger); Mina Tannenbaum (Frankreich 1993, Martine Dugowson); Sunshine (Ungarn 199, Istvan Szabó); SuperTex (Niederlande/BRD 2003, Jan Schütte).Literatur: Friedman, Lester D.: Hollywood's image of the jew. New York: Ungar 1982. – Gertel, Elliot B.: Over t ... [weiterlesen]
54.

Williamson Kinematograph Company

... ;dafrika im Einsatz gewesen waren. Im gleichen Jahr öffnete ein firmeneigenes Studio und Kopierwerk (in Hove, Sussex); die ganze Familie war in die Produktionen involviert (als Kulissenmaler, Requisiteure, Kostümbildner u.a.m.). Um 1907 war Williamson ein erfolgreicher Filmproduzent; eine New Yorker Niederlassung wurde eröffnet, der Hauptsitz von Hove nach Willesden (bei London) verlegt. Vor allem auf Grund der Bestrebungen der Motion Picture Patents Company (Williamson hatte noch am Congrès des Dupes, 1909 in Paris, teilgenommen, der dazu dienen sollte, die europäischen Filmhersteller gegen die MPPC stärker abzuschirmen) stellte Williamson aber 1909 die Produktion von Filmen ein und konzentrierte sich ab 1910 ausschließlich auf den Bau von Kameras, Perforatoren, technischem Zubehör sowie Laterna-Magica-Bildern.Literatur: Gray, Frank: James Williamsons „gestelltes Bild.“ In: KINtop 6, 1997, S. 28-42. – Sopocy, Martin: A narrated cinema: the pioneer story films of JamesA. Williamson. In: Cinema Journal 18,1, 1978, S. 1-28. Frz. in: Les Cahiers de la Cinémathèque, 29, Winter 1979, S. 108-26. – Sopocy, Martin: James Williamson. Studies and documents of a pioneer of the film narrative. Madison, Wisc. [...]: Farleigh Dickinson Univ. Press [...] 1998. ... [weiterlesen]
55.

Adoleszenz

Im Mittelpunkt des Motivkomplexes steht das Lebensalter zwischen zehn und zwanzig Jahren. Die Spannbreite an Genres und Erzählmustern ist groß – Actionfilme, Leidensgeschichten und Melodramen finden sich ebenso wie Ausstattungs- und Kostümfilme, Komödien, Horrorfilme und Charakterstudien; das Motiv kann zur Gesellschafts- oder Systemkritik mit realistischem Anspruch herangezogen werden oder aber zum bloßen pubertä ... [weiterlesen]
56.

Travestie (2): Transvestismus

... uml;nner (bzw. Transsexuelle) in Frauenkleidern (Transvestiten, Drag Queens) und geben sich als Frauen aus, wobei sie in der Mehrzahl der Fälle durch ihre forciert alberne Verkleidung bzw. auch raffinierte Kostümierung sowie durch ihr Verhalten humorheischende bis lächerliche Verwicklungen verursachen. Während in den älteren Travestie-Bühnenshows häufiger bekannte weibliche Stars imitiert wurden, entwickeln die Darsteller/innen der Filme ihre eigenen Star-Auren. Ein Meister des neueren Travestiefilms ist der spanische Regisseur Pedro Almodóvar. Einem breiteren Publikum bekannt wurden auch Werke wie La Cage aux Folles I-III (Ein Käfig voller Narren (Frankreich/Italien 1978-19 ... [weiterlesen]
57.

wrock

... USA, aber durch die im Internet gegebene weltweite Erreichbarkeit bekam das Phänomen eine weltweite Anhängerschaft. Anders als beim filk, einer anderen musikalischen Fanpraxis, spielen beim wrock das Kostümieren (costume play oder kurz cosplay) der Akteure und die klassische Konzertsituation eine große Rolle, bei der sich die Mitwirkenden deutlich in Musiker auf der Bühne und Publikum im Saal unterteilen lassen.Literatur: Cuntz-Leng, Vera: Voldemort can’t stop the Rock: Harry Potter und das Wizard-Rock-Phänomen. In: Rock and Pop in the Movies, 3, 2013, S. 6-23. – Rozario, Rebecca-Anne do: Wrocking the Collaboration: Wizard Rock and the Work of J.K. Rowling. In: Musicology Australia 33,2, 2011, S. 265-276. ... [weiterlesen]
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Konfektionskomödie

... ne Rudolf Arnheims gleichgesetzt und meint dann eine inhaltlich wie handwerklich anspruchslose Unterhaltungskomödie im Sinne von ‚Konfektionsware‘. Auch Gleichsetzungen mit dem historisierenden Kostümfilm finden sich gelegentlich.  Literatur: Ganeva, Mila: Weimar film as fashion show: ‚Konfektionskomödien‘ or fashion farces from Lubitsch to the end of the silent era. In: German Studies Review 30, 2007, S. 288-310. – Weinstein, Valerie: Anti-semitism or Jewish ‚camp‘? Ernst Lubitsch's Schuhpalast Pinkus (1916) and Meyer aus Berlin (1918). In: German Life and Letters 59, 2006, S. 101-121.  ... [weiterlesen]
59.

Directrice

Übliche Bezeichnung der Leiterin der Kostümbildnerei-Abteilung. Die Bezeichnung entstammt dem Bekleidungsgewerbe – dort ist die Directrice eine Modellmacherin und sowohl für den Entwurf wie für den Schnitt verantwortlich. ... [weiterlesen]
60.

Huangmei diao

... ilierten Festlandchinesen und bot ihnen eine Möglichkeit zu eskapistischen Träumereien in einer Zeit real wachsender Kriegsgefahr. In den späten 1960er Jahren gelangte das oft historisierende und kostümierende Genre mit Feng Yuehs San Xiao (aka: The Three Smiles, 1969, ebenfalls aus den Studios der Shaw Brothers) zu einem vorläufigen Ausklang. Umstritten bleibt, ob Han-hsiang Lis Jin Yu liang yuan hong lou meng (aka: The Dream of the Red Chamber) von 1977 als Versuch gewertet werden darf, das Genre der Huangmei-Oper wiederzubeleben.Literatur: Chen, Yeong-Rury: A Fantasy China: An investigation of the Huangmei opera film genre through the documentary film medium. Diss. Melbourne: Swinburne University of Technology 2006 [Text + DVD-Doku]. – Tan, See-Kam: Huangmei opera films, Shaw Brothers and Ling Bo: Chaste love stories, genderless cross-dressers and sexless gender-plays? In: Jump Cut: A Review of Contemporary Media 49, Spring 2007 . – Yeh, Emilie Yueh-yu: From the Shaw Brothers to grand motion picture: localisation of Huangmei Diao Films. In: Wong, Ain-ling (ed.): Li Han-Hsiang, storyteller. Hongkong: Hong Kong Film Archive 2007. ... [weiterlesen]
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Españolada

... dram zurückweist, regionale Musik und Tänze vor allem andalusischer Herkunft einsetzt, zahlreiche thematische Versatzstücke von spanishness (Stierkampf, Zigeuner- und romantische Banditenmilieus, Kostüme etc.) verarbeitet und sogar auf literarische Strömungen wie den costumbrismo des 19. Jahrhunderts rückbesinnt, der auf Sittenbeschreibungen regionaler spanischer Kulturen fußt. Erst in einigen Musikfilmen des nach-frankistischen Kinos kam es zur Rückbesinnung und Reflexion der Formen der españolada (etwa in den Flamenco-Filmen Carlos Sauras).Literatur: Davies, Ann: The Spanish femme fatale and the cinematic negotiation of Spanishness. In: Studies in Hispanic Cinemas 1,1, 2004, S. 5-16. – García Escudero, José María: Cine español. Madrid: Ed. Rialp 1962. – Hardcastle, Anne E.: Representing Spanish identity through españolada in Fernando Trueba’s The Girl of Your Dreams (La niña de tus ojos). In: Film Criticism 31,3, 2007, S. 15-36. ... [weiterlesen]
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point of attack

... igten, sondern auch die Leiche, die am Anfang des Films in einem Swimmingpool schwimmt.Doch nicht nur erzählerisch, sondern auch das Erscheinungsbild des Auftakts ist von großer Bedeutung: Requisite, Kostüm, Statur und Bewegung der Akteure, Musik setzen ein erstes Signal für die Atmosphäre dessen, was folgt.Literatur: Pfister, Manfred: Das Drama: Theorie und Analyse. München: Fink 1977. Zahlr. Neuaufl.(2) Manchmal wird auch der initiale plot point, an dem der zentrale Konflikt des Dramas, das Problem des Protagonisten u.ä. klar wird, point of attack genannt. ... [weiterlesen]
63.

histrionischer Stil

... sich allerdings nicht allein diachronisch bestimmen. Abhängig vom nationalen Kontext (in Amerika setzt sie im allgemeinen früher ein als in europäischen Produktionen), von Genres (in historischen Kostümfilmen hält er sich länger als in Filmen, die in der Gegenwart spielen) und von narrativen Strukturen (bei dramatisch aufgeladenen Szenen ist er häufiger zu finden als in ruhigen Momenten) arbeiten Schauspieler noch bis zum Ende des Ersten Weltkriegs mit dem histrionischen Stil. Literatur: Pearson, Roberta E.: Eloquent Gestures: The Transformation of Performance Style in the Griffith Biograph Films. Berkeley: University of California Press 1992. ... [weiterlesen]
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Kleidungslicht

Spezielles Vorderlicht, das der getrennten Beleuchtung der Kostüme diente, besonders in den Zeiten geringer Lichtempfindlichkeit.  ... [weiterlesen]
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Proben

... sbquo;kalte‘ findet ohne, die ‚heiße‘ mit Kamera statt. Eine erste und noch sehr einfache Form ist die Textprobe (read-through), die von den Darstellern durchgeführt, aber weder mit Kostümen noch in der späteren Bühnenposition geprobt wird. In den Textproben beginnen die Diskussionen um das Mise-en-Scène des Stücks. Die ‚Trockenprobe‘ dient nicht nur dazu, die Akteure an ihre Bewegungen im szenischen Raum heranzuführen, sondern auch dazu, die technischen Mitarbeiter auf das Spiel und die Bewegungen im Raum vorzubereiten, so dass das Licht darauf abgestimmt werden kann, dass Kamerapositionen und -bewegungen abgesprochen werden können etc. Ganz am Ende stehen dann die ‚heißen Proben‘ (run-through), bei denen nicht nur das Zusammenspiel der Akteure, sondern auch das zwischen Schauspielern und technischen Mitarbeitern ausprobiert wird.(2) Daneben finden sich technische Proben (als Licht- und Stellproben), die ohne die Darsteller gemacht werden ... [weiterlesen]
66.

Schaumannsarbeit

Veraltete und heute ungebräuchliche, oft auch unverständliche Bezeichnung für die Werbemaßnahmen, die vor einer Ur- oder Erstaufführung getroffen wurden. Dazu rechnen Veränderungen der Innenausstattung von Kinos, Aktionen vor dem Kino, Einsatz großflächiger Werbetafeln, werbendes Auftreten von kostümierten Figuren in der Stadt, Ausstellung von besonders mit dem Film verbundenen Objekten wie Autos und &au ... [weiterlesen]
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Tableaux vivants I: Formatgeschichte

dt.: lebende Bilder, engl.: living pictures, living paintingsDas Theater-Format der tableaux vivants ist seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar. Es ist wohl französischer Herkunft und war sowohl auf der Bühne wie seit dem 19. Jahrhundert auch im halb-öffentlichen Raum als Gesellschaftsspiel sehr erfolgreich – diese nannte man parlor theatricals und betrieben das Einnehmen von lebenden Bildern und das Anlegen entsprechender Kostüm ... [weiterlesen]
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Cine-Allianz Tonfilm GmbH

Am 6.1.1932 wurde die Firma als Union-Tonfilm von den Gesellschaftern Arnold Pressburger und Gregor Rabinowitsch ins Handelsregister eingetragen, zwei Monate später in Cine-Allianz Tonfilm GmbH umbenannt. Pressburger, der sich mit der Allianz Tonfilm GmbH als Produzent leichter Unterhaltung profiliert hatte, und Rabinowitsch, der bei der UFA als Produzent für Kostümfilme fungierte, drehten als ersten Film der Cine-Allianz Das Lied eine
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Produktion, Pre-Production, Post-Production

Verkürzt gesagt, besteht die Produktion aus den eigentlichen Dreharbeiten zu einem Film, inklusive aller dabei entstehenden Tätigkeiten wie Maske, Kostüm usw. Preproduction (= Vorproduktion) meint alle Vorarbeiten wie Casting, Locationsuche, Materialauswahl usw. Die Postproduktion umfasst alle Tätigkeiten ab dem Moment, ab dem der Film fertig gedreht ist, also Tonbearbeitung, Schnitt, Filmmusik etc.Bei einer genauen Analyse zeigt ... [weiterlesen]
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Festival

Zwar hatte es schon im Mittelalter Mysterienspiele und manchmal tagelang währende Kostümspiele gegeben, doch wurde die Idee des modernen „Festivals“ von Richard Wagner für Bayreuth und Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt für Salzburg aus der Taufe gehoben. Vorläufer der Filmfestspiele waren die Filmpräsentationen auf den Weltausstellungen und auf der Berliner „Kino- und Fotomesse“ sowie manche ... [weiterlesen]
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Stiftung Deutsche Kinemathek (SDK)

... mmelte die Stiftung alles, was mit der Geschichte des Films, des Kinos und zum Teil auch des Fernsehens verbunden war: Filmkopien ebenso wie filmhistorische Materialien, Filmprogramme, Plakate, Architektur- und Kostümskizzen, Fotos, Drehbücher, Nachlässe und andere Dokumente. Zu den zwei wichtigsten Archiven der SDK gehören heute die Marlene-Dietrich-Sammlung und das Paul-Kohner-Archiv, die zusammen ein Zentrum der Exilfilmforschung bilden. Seit 1977 betreut das Filmmuseum Berlin konzeptionell und organisatorisch die Retrospektiven der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Zu den Film-Retrospektiven erscheinen regelmäßig Publikationen, die zu Standardwerken der Filmgeschichtsschreibung geworden sind. Auch regelmäßige Wanderausstellungen, zuletzt zu F.W. Murnau (2003), gehören zum Programm.Nach dem Tode Rathsacks im Jahre 1989 wurde Hans-Helmut Prinzler zum Leiter berufen. Im Jahre 2000 zog die SDK in neue Räume im Sony-Filmhaus am Potsdamer Platz, wo das neue Filmm ... [weiterlesen]
72.

Zirkusfilm

... irkusvorstellung nicht gewähren kann. Neben der zahlenmäßig stärksten Gruppe, die vornehmlich auf die milieueigenen Schauwerte (exotisches Ambiente, gefährliche Nummern, knapp sitzende Kostüme) setzt wie beispielsweise Trapeze (1956, Carol Reed) und The Greatest Show on Earth (1951, Cecil B. de Mille), gibt es eine sehr viel kleinere Anzahl von Filmen, in denen der Zirkus der Reflexion ästhetischer, psychologischer, kosmologischer oder medienpolitischer Probleme als Modell dient. Zu ihnen rechnen Variete (1925, Ewald André Dupont), Circus (1928, Charles Chaplin), He Who Gets Slapped (1924, Victor Sjöström), Freaks (1932, Tod Browning), Gycklarnas Afton (1953, Ingmar Bergman), Die Artisten in der Zirkuskuppel: Ratlos (1967/68, Alexander Kluge) oder I Clowns (1970, Federico Fellini) sowie Filme, die das Leben von Schaustellern als existentielle Randlage auszuhorchen versuchen (wie La Strada, 1954, Fed ... [weiterlesen]
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Wrestling Film

... n japanisches Sumo-Ringen, Gladiatorenkämpfe, Maciste-Peplums, Zorro-Filme, Superhelden, Fantasy und Comics erinnernder Ausstaffierung der Kämpfer und Kämpferinnen (Gesichtsmasken, Verkleidungen, Kostüme, Körperbemalung, exzentrische Haartracht, prahlerisches, marktschreierisches Auftreten der luchadores und der Spielkommentatoren) und besonderen Kämpfertypen (el técnico, el bruto). Er wird im amerikanischen Englisch häufig zu pseudofranzösischem luche libre (luche libre wrestling), während man im Deutschen diese Shows meistens Catchen nennt. Als beliebte Unterhaltung wird in Mexiko – wie in ganz Mittel- und Südamerika – lucha libre mit Frauen, darunter viele Japanerinner, angesehen (auch catfight genannt).Die zahlreichen wrestling movies und lucha- ... [weiterlesen]
74.

Art Department

Diejenigen Mitarbeiter an einer Filmproduktion, die für Planung, Konstruktion, Ausstattung und Abstimmung der Bauten, Kulissen, Dekorationen, Requisiten und Kostüme eines Drehorts (set, location) verantwortlich sind. Der Drehort muss so hergerichtet werden, dass später die fertige Filmszene die entsprechenden atmosphärischen Echtheitsanmutungen vermitteln kann. Zum Personal des art department gehören bei größeren P ... [weiterlesen]
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Filmarchiv Wolffsohn

... fasste. Am 30.5.1927 wurde das Archiv mit einem Festakt der Öffentlichkeit übergeben. Es versammelte Fachliteratur, Kritiken, Filmprogramme, Drehbücher, Werkfotos, Starpostkarten, Plakate, Noten, Kostümentwürfe, später auch Filmkopien. Der Jude Wolffsohn wurde von August 1938 bis Februar 1939 von der Gestapo gefangengehalten, bevor er über Paris und Marseille nach Palästina emigrieren konnte. Das Archiv wurde beschlagnahmt. Teile davon gingen in der Ufa-Lehrschau auf. ... [weiterlesen]
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Above / below the line costs

... produktion verbundenen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten. Alle anderen Kosten werden als below the line costs bezeichnet: Kosten für Nebenrollen und Statisten, Materialkosten, Bühnen- und Kostümkosten, Mieten, Einkauf von Musikrechten, Versicherungen, Kosten für Publicity, die Erstellung der Trailer und dergleichen mehr. ... [weiterlesen]
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Mantel- und Degenfilm

frz.: film de cape et d‘épée; engl.: swashbuckling movie; auch: cloak and dagger filmVariante des Abenteuerfilms, die häufig als Abenteuerromanze und in aller Regel als Kostümfilm daherkommt und Schauwerte in Hülle und Fülle bietet. Dazu gehören opulente Essgelage, farbenprächtige Roben, mächtige Schlossanlagen, düstere Verließe und üppige (in den Studios nachgestellte) Naturszene ... [weiterlesen]
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Mantel-und-Degen-Film

Variante des Abenteuerfilms, die häufig als Abenteuerromanze und in aller Regel als Kostümfilm daherkommt und Schauwerte in Hülle und Fülle bietet. Dazu gehören opulente Essgelage, farbenprächtige Roben, mächtige Schlossanlagen, düstere Verließe und üppige (in den Studios nachgestellte) Naturszenen. Der inhaltliche Akzent liegt auf bravourösen Fechtduellen zwischen kühnen Männern und b ... [weiterlesen]
79.

Historisierung

Historisierend werden im jeweiligen Fall sehr viele verschiedene Ausdrucksmittel des Films eingesetzt, insbesondere natürlich die vorfilmischen Gestaltungsmittel wie Dekor und Architektur, Kostüm und Haartracht, Autos, Telefone und andere Gebrauchsobjekte. Aber auch die Sprache der Handelnden, die Themen, über die sie sich verständigen, ja sogar dramaturgische Mittel des Films wie z.B. besondere Farbgebungen können dazu einge ... [weiterlesen]
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Heritage Movies

... o Ismael Merchant und James Ivory, das seit den 1980er Jahren mit erfolgreichen Filmen wie Howard‘s End (1992), The Remains of the Day (1993) und Shadowlands (1993) dieses Subgenre des Ausstattungs- resp. Kostümfilms neu belebten. Dabei standen vor allem die Auseinandersetzung mit puritanischen Tabus und den Fluchtmöglichkeiten und Einengungen der Lebensart des britischen Adels und des englischen gehobenen Bürgertums, aber auch die oft nur verdeckt erkennbaren Klassengegensätze im Vordergrund. ... [weiterlesen]
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Continuity Girl / Continuity Man

im Dt. meist: Skript-GirlDiejenige Person, die dafür Sorge trägt, dass in den einander folgenden Aufnahmen eines Films alle Details – Szenenbild, Kostüm, Haltung, Licht usw. – gleichbleiben. Die Aufnahmen werden in der Regel nicht in der gleichen Reihenfolge, in der sie aufgenommen werden, auch montiert. Umso wichtiger ist es, die Details der Aufnahme sehr genau zu protokollieren, um den Eindruck der Kontinuität aufrec ... [weiterlesen]
82.

Seefilm / Seeleute im Film

engl.: sea film; selten auch: nautic moviesFigurengruppe, die bevorzugt im Abenteuerfilm, Kriegsfilm und Kostümfilm eingesetzt wird. Seeleute an Bord sind oft eine Schicksalsgemeinschaft (auf engem Raum), deren Mitglieder meist soziale Außenseiter sind, eine kriminelle Vergangenheit haben und an Bord ein entbehrungsreiches Leben führen. Die Abwesenheit von Frauen an Bord bietet nicht selten eine ‚natürlich‘ Gelegenhei ... [weiterlesen]
83.

Hyperbel

... ich erfolgreich-positiver Katastrophen bei Leslie Nielsen.Das Hyperbolische im Film ist so weniger eine rhetorische Figur als vielmehr eine rhetorische Strategie, die in Suprasegmentalia wie dem Schauspiel, der Kostümierung, im Einsatz von Zeitraffer und Zeitlupe und ähnlichem realisiert ist. Genres und Darstellungsformen wie Komödie, Satire, Parodie und Karikatur arbeiten natürlich gern mit hyperbolischen Strukturen. Darum auch sind die Filme Monty Pythons in der Nähe zur – immer auch hyperbolischen – Groteske als Genre. ... [weiterlesen]
84.

Anime

... haben eine spezielle Fan-Subkultur hervorgerufen (mit eigenen Fan-Praktiken wie z.B. cosplay – ‘costume play’ – für das Nachstellen von Figuren und Szenen in speziell angefertigten Kostümen). Ein fanatischer Anhänger von Animes wird auch anime-otaku genannt.Während die japanischen Animes in verschiedenen Graden und Verfahren der Animation – angefangen beim komponierten Abfilmen von Mangas bis zur vollständigen Computeranimation – hergestellt werden und alle möglichen Publika und Themen bedienen, sind im Westen neben solchen mit sexuellen Thematiken besonders Inhalte aus der Science Fiction, der Cyborg-Fantasy (sogenannte Mecha-Animes) und der Welt der Superhelden für Erwachsene bekannt geworden. Hier wurden auch zunächst durch das Fernsehen Anime-Serien für Kinder wie z.B. Dragon Ball, Sailor Moon, Pokémon und Digimon populär – und es spricht für die kulturindustrielle Verankerung der Animes, dass sie in erheblichem Maße in der Bewerbung von Kinderprodukten eingesetzt werden (Merchandising). In den letzten Jahren haben – nicht zuletzt durch das erfolgreiche Wirken des seit den 1960er Jahren tätigen Regisseurs Hayao Miyazaki vom Studio Ghibli – au ... [weiterlesen]
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Peplums: Nachgeschichte

... e bei der TV-Serie Xena: Warrior Princess (USA 1995-2001), zu der es auch direkte personelle Verbindungen gibt – klassische Mythologie und Fantasy-Elemente zu antikisierenden Abenteuergeschichten im Tarzankostüm verknüpft werden, als legitime Nachfahrin der italienischen Peplums bezeichnet werden. Und selbst die zahlreichen Comics, die im Zuge der Peplums-Welle aufgelegt wurden, erfahren eine modernisierte Adaption wie in dem Animationsfilm Hercules and Xena – The Animated Movie: The Battle for Mount Olympus (USA 1998, Lynne Naylor). ... [weiterlesen]
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Exilfilm

... lm des Dritten Reichs verlaufendes Kapitel der deutschen Filmgeschichte gelesen werden sollten.Obwohl Exilfilme in fast allen klassischen Genres produziert wurden (vor allem Komödien, musicals, Melodramen, Kostümfilme, Anti-Nazifilme und film noirs), werden Exilthemen wie Heimatlosigkeit, Verlust der Identität und Wilkür der Staatsmacht überraschend oft direkt oder auch metaphorisch behandelt, so dass der Exilfilm auch Charakteristiken der Gattung hat.Literatur: Jan-Christopher Horak: Exilfilm, 1933-45. In: Geschichte des deutschen Films. Hrsg. v. Wolfgang Jacobsen [...]. Stuttgart: Metzler 1993, S. 101-118. ... [weiterlesen]
87.

Mehrsprachenfilm

Ein Produktionsverfahren, dessen Hochphase zwischen 1929 und etwa 1934 lag. Um Filme auf dem internationalen Markt auswerten zu können, mussten die Sprachbarrieren nun mit Hilfe des gesprochenen Wortes überwunden werden. In Ermangelung eines zufriedenstellenden Synchronisationsverfahrens wurden Spielfilme bei gleicher Handlung, Kostümierung und Kulisse Einstellung für Einstellung mit verschiedensprachigen Darstellerteams produzier ... [weiterlesen]
88.

Calligrafismo

... en Teil der kalligrafischen Filme aus, eine Tendenz, die der Stilrichtung den (nicht unproblematischen) Vorwurf des realitätsfernen Eskapismus einbringt. Die Filme nutzen die Gelegenheit zu schwelgerischen Kostümen und Dekors und ziehen stimmungsvolle, an Originalschauplätzen fotografierte Landschaften mit ein, um so das psychische Verhältnis des Menschen zur Natur auszuloten.Im Unterschied dazu zeichnet sich die Gruppe der zeitgleichen Telefoni bianchi weniger durch stilistische, sondern mehr durch inhaltliche Gemeinsamkeiten aus: Sie sind leichte Gesellschaftskomödien über die zeitgenössische mondäne High Society und blenden konsequent jeden Bezug zu Alltag und Realität im italienischen Faschismus aus. Allerdings gibt es darin und parallel dazu ausgesprochen realistische Tendenzen, vor allem in Filmen, die in populären Milieus spielen. ... [weiterlesen]
89.

Expressionistischer Film

... erin Lotte H. Eisner Mitte der 1950er Jahre als stilprägend postuliert hatte: ein deutlich sichtbarer Einfluss expressionistischen Theaters und expressionischer Bild-Kunst auf die Filmarchitektur sowie auf Kostüm und Spiel der Darsteller und zugleich eine thematische Ähnlichkeiten des filmischen Sujets mit dem expressionistischer Literatur. Der expressionistische Film soll sich somit als eine Kunstform unter anderen in die expressionistische Bewegung der 1910er bis 1930er Jahre einreihen. Das mag für Das Cabinet des Dr. Caligari auch noch zutreffen, wenn etwa die Kulisse von dem Maler Walter Reimann – seines Zeichens Mitglied der expressionistischen Künstlergruppe „Der Sturm“- mitgestaltet wurde. Es wird jedoch problematisch, wenn Eisner die wenigen Filme mit deutlich expressionistischem Dekor, wie Wienes Caligari und Genuine (1921) und Karl H. Martins Von morgens bis Mitternacht (1920), zusammen mit anderen bedeutenden Spielfilmen der 1920er Jahre, wie beispielsweise Der Golem – Wie er in die Welt kam (1920, Paul Wegener), Der müde Tod (1921, Fritz Lang), Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens (1922, Friedrich W. Murnau) oder Die Büchse der Pandora (1929, Georg W. Pabst), unter ein und demselben Label zu subsumieren versucht. Am Ende verbindet die in Plot und Dekor so unterschiedlichen Filme als kleinster gemeinsamer Nenner allein ... [weiterlesen]
90.

Pilotfilm

... en denen eines Fernsehfilms, übersteigen aber die Produktionskosten einer normalen Serienepisode um ein Vielfaches. Der Grund dafür liegt in den besonderen Kosten einer Einzelfilmproduktion (Kulissen, Kostüme und Requisiten), die bei serieller Fertigung absinken. Eigenes Gewicht auf der Kostenseite hat aber auch die Erwartung einer überdurchschnittlichen Qualität, da die Produktionsentscheidung der Serie ausschließlich anhand des Piloten getroffen wird. Manchmal wird die Entscheidung, einem Kinofilm eine Serie folgen zu lassen, auf Grund des großen Erfolgs des Films gefällt, der dann unwillentlich zum Piloten seiner Serie wird. ... [weiterlesen]
91.

Exploitation und Filmwerbung

... er 1920er Jahre beschränkte sich die Verbundwerbung auf Kooperationen zwischen Kinobetreibern und lokalen Kaufgeschäften, so etwa, wenn das Modehaus der Stadt zur Premiere eines Films Modelle nach den Kostümen des Stars ins Angebot aufnahm. In den 1930er Jahren etablierte sich die Kooperation von Filmverleihern mit Herstellern von Markenprodukten wie Seife, Zigarette, Limonade oder andere Esswaren, wobei das Bindeglied in der Regel ein Star war, der in einem bestimmten Film auftrat und das besagte Markenprodukt bevorzugte.Der Begriff exploitation wird mittlerweile nicht mehr verwendet. Die Verbundwerbung spielt aber weiterhin eine wichtige Rolle in der Filmvermarktung. So bietet McDonald’s zur Premiere von Disney-Filmen oder zu Blockbustern wie Batman (USA 1989, Tim Burton) spezielle Kindermenüs mit Spielfiguren an. Mitunter nimmt der Kooperationspartner auch Einfluss auf die Gestaltung der Filme. Tatsächlich bewirkte McDonald’s, dass für den dritten und vierten Teil der Batman-Serie Regisseur Tim Burton durch Joel Schumacher ersetzt wurde, weil die künstlerische Vision Burtons nach Meinun ... [weiterlesen]
92.

Buffo

von ital. buffo = komisch, witzig, kurios; ital. buffone = Spaßvogel; Pl.: buffi, buffosEin Buffo ist in Oper und Operette eine komische Figur, die manchmal bis zur Karikatur überzeichnet ist. Oft ist sie schon durch Gestik, Mimik und Kostümierung als clowneske Figur gekennzeichnet. Manchmal ist sie auch dialektal gegen die ernsteren Rollen abgesetzt. Der Buffo gehört meist zu den Nebenfiguren, ist Diener oder Handlanger. Gelegen ... [weiterlesen]
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authenticator

dt. etwa: „Authentifizierer“Der authenticator gehört zum Produktionsteam und ist dafür zuständig, das Skript, die Ausstattung, die Kostüme etc. auf ihre historische Akkuratheit zu überprüfen. Dennoch geschehen immer wieder Fehler – so wurde in Indiana Jones and the Last Crusade (1989) übersehen, dass der Held den Atlantik non-stop überfliegt. Der Film spielt ein ... [weiterlesen]
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Darsteller I

... nfluss.Für schauspielerische Leistungen im Spielfilm lassen sich folgende Analysebereiche unterscheiden: (1) Textaneignung und Erarbeitung der Rolle, (2) Regiearbeit und Darsteller (Besetzungsentscheidung, Kostüm-, Interieur-, Exterieurproben, Inszenierungsmethoden, Einflüsse von Montageverfahren), (3) Ausdrucksbedürfnisse in der Massenkommunikation (Persönlichkeitstyp der Darsteller und ihre Funktion als Projektionsfläche für Bedürfnisse und Wünsche des Publikums, wie es besonders deutlich bei Stars in Erscheinung tritt; Funktionen von Darstellern in der Alltagskultur, z.B. bei der Formulierung von Leitbildern).Literatur: Goffman, Erving: Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag. München: Pieper 1969. Amer. Original 1959. Zahlr. Neuaufl. – Schumacher, Ernst (Hrsg.): Darsteller und Darstellungskunst in Theater, Film, Fernsehen und Hörfunk. Berlin: Henschel 1981.  ... [weiterlesen]
95.

Low-Budget-Produktion

... s „Billigproduktion“, in erster Linie eine Anmutungskategorie, bei der ein misslungenes Drehbuch, mäßig gelungene Special Effects, schlecht geführte Schauspieler in lächerlichen Kostümen usw. – oft fälschlicherweise – mit den eingesetzten finanziellen Mitteln ins direkte Verhältnis gesetzt werden. (LK)Literatur: Clevé, Bastian: Film production management. 2nd ed., Boston: Focal Press 2000, S. 51-62. ... [weiterlesen]
96.

Christie Film Company

... halb kürzester Zeit war die Studiofläche verdoppelt, die Firma besaß sogar ein eigenes hochmodernes Kopierwerk. Die Firma spezialisierte sich auf Situationskomödien. Mädchen in knappen Kostümen gehörten ebenso zum Stil des Studios wie einige Komiker, die später berühmt wurden (zu ihnen gehören Harold Lloyd und Anita Garvin sowie der schwarze Schauspieler Spencer Williams, der als „Andy Brown“ in der CBS-Serie Amos & Andy nationenweit bekannt wurde). Außerdem produzierte das Studio Film Follies, ein Magazinformat, das die neuesten Filme sowie Ereignisse im Studio vorstellte. Charles Chrisie, der eine kaufmännische Ausbildung genossen hatte, spielte eine bedeutende Rolle bei der Gründung des Motion Picture Relief Fund, der Schauspieler in Not unterstützen sollte (1921-22). Die Brüder waren so erfolgreich, dass sie 1922 die Christie Realty Corporation mit 1 Million US-$ Grundkapital gründeten und das „Christie Hotel“ bauten, das erste Luxushotel Hollywoods. 1929 begann die Produktion der ersten Serien von Tonfilmen ausschließlich mit den afro-amerikanischen Schauspielern, die die Firma unter Kontrakt hatte. Es schlossen sich ... [weiterlesen]
97.

Malerei

... l;ltige intermediale Bezüge in ihrer Filmarbeit, z.B. als Anspielung, Zitat, Kontrafaktur, Neukontextualisierung etc. herstellen. (4) Ein Bezug zur Malerei findet sich häufig auch im Ausstattungs- und Kostümfilm, wo Gemälde schlicht als Bildquellen für die Inszenierung, zur Erzielung eines historisierenden looks dienen. (5) In den Experimentalfilm-Gattungen oder im Animationsfilm ist die Malerei schließlich eine Technik, die mit gefilmten Passagen kombiniert wird, d.h. es wird direkt auf den Träger gemalt, Gefilmtes übermalt oder koloriert oder aber Gemaltes animiert.Beispiele: Drowning by Numbers (Großbritannien 1988, Peter Greenaway); Vincent and Theo (USA 1989, Robert Altman); Bilder einer Ausstellung (Österreich/BRD 1996, Ulrich Seidl). ... [weiterlesen]
98.

Farbberater

engl.: color consultant, auch: colour consultant, color adisorPerson, die für die Farbgestaltung bestimmter Requisiten, Kulissen, Drehorte, Masken und Kostüme bei einem bestimmten Farbsystem zuständig ist, um den gewünschten Farbeffekt zu erzielen. Berüchtigt waren die Farbberater, die Technicolor zu jeder Produktion schickte und die im Vorspann namentlich ausgewiesen wurden; sie waren eigens ausgebildete „Fachberater&l ... [weiterlesen]
99.

historische Rekonstruktion

... s Milieu, nicht aber ein verbürgtes Ereignis liegt). Ist sie in oberen und obersten sozialen Schichten angesiedelt – etwa an einem königlichen Hof –, dann ist sie oft als Ausstattungs- und Kostümfilm realisiert. Gelegentlich verbindet sie beides, die Lust am Prunk mit der scharfsinnigen Analyse vergangener sozialer Prozesse: Dann eröffnet sie Einsichten in ansonsten abstrakt bleibende Strukturen-Ränke, Intrigenspiele und Strategien der Macht, die seit je fernab der Öffentlichkeit funktionieren. Das Interesse der Rekonstruktion ist Aufklärung, ihr Mittel oft ein manchmal äußerlich erscheinender Realismus. Die Reklamation des eigenen Anspruchs auf Authentizität der Darstellung ist allenthalben spürbar. Zur Formenwelt der Rekonstruktion gehört das Biopic, oft auch das vor allem dem Fernsehen zugehörige Docudrama, das ebenfalls verbürgte Ereignisse veranschaulicht, dabei aber auf schon bestehende (oft filmische) Quellen zurückgreift. Zu den Beispielen gehören so unterschiedliche Filme wie La prise de pouvoir par Louis XIV (1966, Roberto Ross ... [weiterlesen]
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Ausstattungsfilm

Als Ausstattungsfilm bezeichnet man trivialerweise Filme, die sich besonders durch die Ausstattung auszeichnen. Ausstattungsfilm bezeichnet keinesfalls ein Genre, sondern ist mit dem Kostümfilm vergleichbar, nur dass eben Dekoration und Bühnenbild als besonders sorgfältig ausgeführte Elemente des Films markiert sind. Meist bezieht es sich auf Historienfilme.Allerdings muss gefragt werden, ob nicht auch viele Science-Fiction-Filme ... [weiterlesen]
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profilmisch

... quo;jede objektive Wirklichkeit, die aufgenommen wird, insbesondere alles, was speziell hierfür geschaffen oder arrangiert wurde“. Einige Autoren engen den Bereich des Profilmischen auf Studiobauten, Kostüme, Schminke oder andere mit der Organisation der Aufnahmearbeiten verbundene Aspekte ein und bezeichnen alle der natürlichen Umwelt zugehörigen Elemente, die aufgenommen werden, als afilmisch. Gegen eine solche Auffassung, welche auf die ursprünglichen Zwecke von Gegenständen usw. rekurriert, umfasst das Profilmische nach dem ersten Teil von Souriaus Formulierung jedoch „jede objektive Wirklichkeit, die aufgenommen wird“. Das Profilmische beschränkt sich damit, wie es bei Souriau an anderer Stelle heißt, auf „alles, was sich ... [weiterlesen]
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Cifesa

... d One Night (1934) wurde ein geschäftlicher Erfolg. Im selben Jahr wurde der erste Film mit dem Titel La hermana San Sulpicio unter der Regie von Florián Rey produziert. Die Cifesa stellte vor allem Kostümfilme her – sie wurde deshalb oft mit MGM verglichen – sowie publikumswirksame Komödien von ausgeprägt nationalem Charakter. Die Dokumentarfilme der Abteilung in Sevilla unter der Regie von Fernando Delgado wie Hacia una nueva España (1936) machten von Beginn des Bürgerkriegs an offen Propaganda für Francos Truppen. Die Cifesa wurde zum inoffiziellen Filmstudio des franquistischen Regimes. Nach dem Krieg griff die Cifesa die Hoffnungslosigkeit des Publikums auf und produzierte Melodramen wie Malvaloca (Luis Marquina, 1942). Durch den Untergang des Dritten Reichs, mit dem die Cifesa kollaboriert hatte, erlitt sie schwere finanzielle Rückschläge, die sie offensiv durch kostspielige publikumswirksame Produktionen aufzufangen versuchte. Der Regisseur Juan de Orduña drehte so die bekanntesten Filme der Cifesa: Locura de amor (1948), Agustina de Aragón (1950) und La leona de Castilla (1951). Die hohen Produktionskosten verlangten in jedem Fall einen Kassenerfolg. Der Fehlschlag mit de Orduñas Alba de América (1951) war daher für die Cifesa fatal, die noch bis 1956 existierte. ... [weiterlesen]
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period film

... abei muss diese Zeit allerdings nicht wie beim Historienfilm so fern liegen, dass wir zu den dargestellten Sitten und Gebräuchen keine persönliche Bindung mehr hätten oder die Ausstattung uns als Kostümierung erschiene. Der filmische Blick etwa von heute auf die 1980er oder 90er Jahre kann sich also durchaus als period film qualifizieren, wenn die Story Probleme aus der evozierten Vergangenheit erzählt, die uns emotional berühren und Reflexion einfordern (z.B. zum 16. Jahrhundert: Shakespeare in Love, USA/Großbritannien 1998, John Madden; zur Lebenswelt verschiedener Generationen in der nahen und teilweise selbst miterlebten Vergangenheit des deutschen 20. Jahrhunderts Edgar Reitz‘ Heimat-Trilogie). Besonders eng sind die Beziehungen zwischen dem period film und den verschiedenen Formen literarischer Adaption (man denke auch an die Debatte um Austenmania und Janespotting der 1990er).Insbesondere in der Geschichte des japanischen Films wird das Genre des „Periodenfilms“ (jidai-geki) vom Historienfilm (rekishi-geki) und vo ... [weiterlesen]
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Dinosaurier im Film

... tzten Höhepunkt der ersten „Dino-Welle“ in den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Monsterfilmwelle anfangs der 1960er Jahre (Stop-Motion-Technik in: Dinosaurus!, 1960); Darsteller im Saurierkostüm in: Gorgo, 1960; reale Echsen in Rückprojektion in: The Lost World, 1960). Ausläufer der Dinosaurier-Welle warteten mit perfektioniertem Trick auf (Planet of Dinosaurs, 1978; Caveman, 1981). Erst mit Jurassic Park (1993) und seinen computeranimierten Dinosauriern setzte die zweite Welle an Dinosaurier-Faszination ein. Daneben steht eine ganze Reihe von Dinosaurier-Serien im Fernsehen – die wohl bekannteste und beliebteste ist Jim Hensons Dinosaurs (1991-93) – sowie Dokumentationen, die durchaus wissenschaftliche Ansprüche zu erfüllen suchen (wie die BBC-Produktion Walking With Dinosaurs (1999). Literatur: Berry, Mark F.: The dinosaur filmography. Jefferson, NC [...]: McFarland 2002. – Blanco Lucas, Adolfo: Cinesaurios. Barcelona: Royal Books 1993. – Kempen, Thomas / Deist, Thomas: Das Dinosaurier-Filmbuch. Von „Gertie the Dinosaur“ bis „Jurassic Park“. München: Tilsner 1993. – Webber, Roy P.: The dinosaur films of Ray Harryhausen : features, early 16mm experiments and unrealized projects. Jefferson, N.C. [...] : McFarland 2004. ... [weiterlesen]
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Rollenporträt

Bildnis eines Schauspielers oder einer Schauspielerin in einer bestimmten Rolle, in einem bestimmten Kostüm; meist wird durch Mimik, Gestik und Pose eine dramatische Aktion festgehalten. Das Rollenporträt entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert und fand sich als Bildform von Beginn an auch in der filmischen Porträtphotographie: Ein Typus der Starpostkarte z.B. zeigt den Star in der Maske einer seiner populären Rollen, oft im E ... [weiterlesen]
106.

Russische Revolution

Motiv im Spielfilm, das die grundlegenden gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umwälzungen in Russland 1905 und 1917 umfasst oder aber einzelne Ereignisse aus dieser Periode. Die Unterschiede in Gewichtung und Verfahren sind groß und entsprechend breit das Spektrum möglicher Varianten: Ausstattungs- und Kostümfilme setzen auf das Schauwert-Potenzial des Motivs und damit auf luxuriöse Roben, die Dekadenz des Zarenr ... [weiterlesen]
107.

Revolution

... lend der Klassenverhältnisse wehrt, sei es, dass man rechts- oder linksextreme Diktaturen stürzt. Je weiter die Revolution in der Geschichte zurückliegt, desto eher kommt sie im Ausstattungs- und Kostümfilm oder als Nationalepos zum Zug, das sich oft wenig um realitätsnahe Schilderungen kümmert (vgl. die französische und russische Revolution, aber auch die europaweiten Revolutionen von 1848). Andere Varianten legen weniger Wert auf Schauwerte und richten als historische Milieustudien und Rekonstruktionen den Fokus auf ein querschnitthaftes Mosaik der fraglichen Epoche (bis hin zu einer historischen Analytik der Politik der Revolution wie in Queimada, Italien/Frankreich 1969, Gillo Pontecorvo). Bei Revolutionen der Zeitgeschichte schließlich – ... [weiterlesen]
108.

Aristokratie

Motiv in Filmen, die in der sozialen Großformation der Aristokratie spielen. Dabei kann es sich um verhältnismäßig schlichten, bürgertumsnahen Landadel oder um prunkvolle Hocharistokratie handeln. Was allerdings in den Filmen als „Aristokratie“ daherkommt, muss nicht eben viel mit dem sozialhistorischen Gegenstand Adel zu tun haben. Die meisten Adelsdarstellungen sind Ausstattungs- und Kostümfilme, deren Fi ... [weiterlesen]
109.

Nationalepos

... eschichten, die ebenso verklärende Effekte ansteuern (wie in Nibelungen I / II, Fritz Lang, oder Lotna, 1959, Andrzej Wajda). Entsprechend sind viele Nationalepen als Monumental- und/oder Ausstattungs- und Kostümfilme angelegt. Viele kommen außerdem im Gewand eines Biopics daher und binden die Geburt eines Staates an die Existenz glorreicher Staatsmänner (auf deren Lebensweg Frauen höchstens als Gefährtinnen fungieren; man denke an Heldenfiguren wie in Alexander Newskij, 1938, Sergej Eisenstein, oder an Führerfiguren wie in Napoléon, 1926, Abel Gance). Nationalepen legen keinen Wert auf „historische Objektivität“ oder gar Kritik, vielmehr favorisieren sie möglichst eindeutige, affirmative und mehrheitsfähige (und das heißt in der Regel einseitige) Darstellungen einer Geschichte, die als die eigene und die gute reklamiert wird. ... [weiterlesen]
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New British Cinema

... as britische Filmschaffen seit dem Free Cinema der frühen 1960er Jahre zum letzten Mal künstlerische Aufmerksamkeit erregt hatte und seither entweder auf internationale, kostspielige Ausstattungs- und Kostümfilme setzte, die sich auf detailgetreue Ausstattungen vergangener Epochen beschränkten, oder aber auf kostengünstige Produktionen, die für ein rein britisches Publikum zugeschnitten waren. Beide Traditionen wurden im New British Cinema zwar fortgesetzt, aber neu in einen deutlich politischen Kontext mit dem Anspruch auf Systemkritik gestellt. Es entstanden heritage-Filme, die sich (mehr oder weniger) kritisch mit der imperialistischen Geschichte Großbritanniens auseinandersetzen und damit weit ... [weiterlesen]
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Janespotting

... iskurs über Emotionalität und Identität angestoßen, der die Frage nach der Berechtigung ästhetisierender Rekonstruktion einer vorgeblichen „Englishness“ im historisierenden Kostüm durch Kontrastierung mit drastischen Darstellungen brutaler jetztzeitiger Lebensbewältigung durch junge britische Großstädter, wie sie etwa Danny Boyles Film anbietet, zu beantworten sucht und dabei auch ältere – durch das entstehende Emotionalitätsparadigma in den Kulturwissenschaften neu bewertete – Diskussionen um mögliche Funktionen und vermuteten Nutzen oder Schaden von eskapistischem Kitsch und Oberflächenästhetik aktualisiert.Literatur: Forde, John Maurice: Janespotting. In: Topic. A Journal of the Liberal Arts (Washington, Pa.) 48, 1997, 11-21. – Voigts-Virchow, Eckart (ed.): Janespotting and beyond: recent British heritage retrovisions. Tübingen: Narr 2004.  ... [weiterlesen]
112.

Requisite

von lat. requisitum = das Verlangte; engl.: propertiesAlle zur Aufführung eines Bühnenwerks erforderlichen kleineren Gebrauchs- und Ausstattungsgegenstände werden „Requisiten“ genannt – Briefe und Brieftaschen, Uhren und Gläser, Geschirr aller Art, Schirme und Stöcke, Zeitungen und Radios, Dosen und Flaschen, Lampen, Rauchutensilien, Militaria und anderes mehr. Requisiten, Dekorationen (Kulissen) und Kostüm ... [weiterlesen]
113.

Religion im Film

Fragen religiöser Zugehörigkeit, Glaubensfragen und Konflikte zwischen Religionen werden in allen filmischen Gattungen behandelt. Die Spannbreite ist groß und lässt vieles zu: üppige Ausstattungs- und Kostümfilme, die vor dem Hintergrund der „großen“ Ereignisse des Christentums spielen (Kreuzzüge, Reformation); hymnische Bibelverfilmungen und Heiligenlegenden sowie der Passion Christi nachempfunde
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114.

Heiligenlegende

... in Carl Theodor Dreyers La Passion de Jeanne d‘Arc, Frankreich 1928, oder in Francesco, giullare di Dio, Italien 1950, Roberto Rossellini). Freilich sind nicht alle Heiligenlegenden als Ausstattungs- und Kostümfilme konzipiert, die die Wunder der Heiligen unkommentiert hinnehmen (wie der französische Historienfilm Jeanne d‘Arc, 1999, Luc Besson, die kanadische Fernsehproduktion Joan of Arc, 1999, Christian Duguay, oder der französische Spielfilm Thérèse, 1986, Alain Cavalier, über das Leben der heiligen St. Thérèse von Lisieux). Viele Filme gewinnen ihren Reiz aus dem Anspruch, psychologisch ausdifferenzierte Charakterstudien zu sein, die die quasi mythische Verehrung der Heiligen und ihrer Wundertätigkeit hinterfragen und insofern eine Systemkr ... [weiterlesen]
115.

Alltagsbeobachtung

engl. selten als: flow-of-life film (vor allem für die Filme des Neorealismus und die Filme Satyajit Rays)Erzählform in sogenannt „kleinen Filmen“, die als unspektakuläre Milieu-, Quartier- oder Charakterstudien daherkommen, auf die große Geste etwa des Melodramas oder des Ausstattungs- und Kostümfilms verzichten und stattdessen die Beschreibung des Alltäglichen und Beiläufigen, der kleinen Dinge des Le ... [weiterlesen]