Suchergebnisse für die Suche nach: rückblende



1.

Rückblendenfilm

Gelegenheitsbezeichnung für einen Film, der seine Geschichte in Rückblendentechnik erzählt. In Sonderheit wird die Bezeichnung auf Filme angewendet, die einen Gegenstand in verschieden perspektivierten Erinnerungen darstellen (wie etwa in Citizen Kane, USA 1941, Orson Welles, oder in The Bad and the Beautiful, USA 1952, Vincente Minnelli, sich die unterschiedlichen Erinnerungen nicht wechselseitig ergänzen und zu einer zusammenh&a ... [weiterlesen]
2.

Rückblende

engl. flashback; früher auch: cut backFilmsegment, das Ereignisse zeigt, die zeitlich vor der Handlungsgegenwart liegen. Eine Rückblende wird inhaltlich meist durch die subjektive Erinnerung / Erzählung einer Figur motiviert. Sie kann formal markiert werden z.B. durch langsame Überblendungen, Wechsel von Farbe in Schwarzweiß, durch Voice-Over der erzählenden Figur etc. Markierungen können aber auch ausbleiben, die ... [weiterlesen]
3.

sound flashback

dt. etwa: Ton-RückblendeEine Rückblende – also ein Sprung in der Zeit – kann nur im Rahmen einer Erzählung gelingen. Es bedarf des Kontextes (der Geschichte oder der Erzählsituation), um „Vorzeitigkeit“ deutlich zu machen. Etwas anders gelagert ist das Problem der „subjektiven Rückerinnerungen“. Das können oft sehr kurze Einzelbilder sein, ... [weiterlesen]
4.

sonic flashback

dt. etwa: akustischer Flashback, akustische RückblendeNur akustisch repräsentierte Rückblenden sind in aller Regel subjektive Ton-Imaginationen, die an Vorgeschichten erinnern und Figuren oder Ereignisse vergegenwärtigen, die für die imaginierende Figur von großer Bedeutung gewesen sind. Beispiele entstammen etwa Akira Kurosawas Film Waga seishun ni kui nashi (Kein Bedauern ... [weiterlesen]
5.

Justizdrama

... uml;r Wendepunkte in der eher statischen Grundsituation, rhetorische Duelle und emotionale Krisen liefern Gelegenheit zu Charakterstudien (Witness for the Prosecution, Billy Wilder USA 1957). Häufig dienen Rückblenden der Aufarbeitung der Vergangenheit, außerdem lockern sie die Monotonie des Schauplatzes und die damit verbundene Tendenz zur Dialoglastigkeit auf.Viele Justizdramen nutzen das systemkritische Potenzial des Genres, um die Rechtsprechung zu thematisieren: Sie erheben Anklage gegen korrupte Richter oder rollen schockierende Justizirrtümer auf, plädieren für die Abschaffung der Todesstrafe oder dafür, Verbrechen wie Vergewaltigung nicht länger als Kavaliersdelikt abzutun (The Accused, Jonathan Kaplan, USA 1988). Oder aber sie denken über den schmalen Grat zwischen Recht und Gerechtigkeit nach. Während manche dabei mit viel Pathos vorgehen, wählen andere den Tonfall der stillen Schilderung – und erzielen bisweilen eine umso erschütterndere Wirkung.Beispiele: La Passion de Jeanne d'Arc (Frankreich1928, Carl Theodor Dreyer); Adam's Rib (USA 1949, George Cukor); Anatomy of a Murder (USA 1959, Otto Preming ... [weiterlesen]
6.

Schachtelmontage

... der Zeit noch die des Raums werden dabei beachtet; vielmehr entsteht die Motivation der Bildfolge aus der Hypothese einer assoziativen Engführung von vor- und nachzeitigen Elementen der Erzählung (als Rückblenden oder Voraussichten) oder von Bildeingebungen einer der beteiligten Figuren (wenn etwa Erinnerungen, Visionen, Träume in die Handlung eingefügt werden). Schachtelmontierte Sequenzen, die immer einen Kontext im weiteren Umfeld der Geschichte brauchen (die „Schachtel“, in die andere Bilder, die nicht der Gegenwart der abgebildeten Szene entstammen, hineingesteckt werden können), werden meist zu den nichtchronologischen Elementen der Erzählung gerechnet. Manchmal werden auch Wiederholungen von Bildern oder Szenen (u.U. aus der Sicht einer anderen Figur) zum Formenkanon der Schachtelmontage ger ... [weiterlesen]
7.

Hochstaplerfilm

... l;gen bringen. Häufig wird der Zuschauer im Ungewissen darüber gelassen, wie der Plan im Detail aussieht und welche Ereignisse Teil der Inszenierung sind – in einem finalen, mit erklärenden Rückblenden unterfütterten Twist enthüllt sich dann die Komplexität des Tricks. Dabei entpuppt sich der Hochstaplerfilm (analog zu seiner Hauptfigur) gelegentlich als Chamäleon unter den Gattungen, das durch Anpassung an unterschiedliche Genreskripte beim Zuschauer stereotype Erwartungshaltungen abruft, um ihn hinters Licht zu führen: Der vermeintliche Shoot-Out zwischen Gangstern und FBI-Agenten am Schluss von The Sting (1973, George Roy Hill) entpuppt sich als fake, die AIDS-Erkrankung des homosexuellen Protagonisten in I Love You Philip Morris (2008, Glenn Ficarra, John Requa) als Finte, um aus dem Gefängnis freizukommen. Hochstaplerstoffe, die besonders stark mit der kulturellen Topik der USA verknüpft, sind daher häufig auch Meta-Kino: Schauspieler/Regisseure wie Orson Welle ... [weiterlesen]
8.

Laienfilm

... schen Filmen über Prominente der Popkultur (wie Rockmusiker) – verwendet; gelegentlich finden sich aber auch „täuschende Amateuraufnahmen“ (faked home movies) in Spielfilmen, etwa um Rückblenden in die Kindheit der Protagonisten zu inszenieren. Zum größten Teil handelt es sich dabei um historische Aufnahmen („Familienfilme“); manchmal wird aber auch mit Laien als Filmemachern gearbeitet, um deren besondere Beziehung zum Gefilmten auszudrücken.  ... [weiterlesen]
9.

Musikszenarium

... rven, voraus‑ und zurückdeutende Verweise, Höhe‑ und Tiefpunkte einer Filmhandlung sowie neuartige, den klassizistischen Theorien der geschlossenen Dramenform unbekannte Plotstrukturen wie Rückblende und Parallelmontage. Eine komplementäre Funktion erfüllen die zunehmend komplexen topischen Systematiken der Musikalien‑Kataloge in der späten Stummfilmära, indem sie nicht mehr nur szenische Stichwörter (cues), sondern auch dramaturgische Potenziale von Musik verzeichnen und in hierarchischen Taxonomien anordnen. Die Adressaten sowohl der Musikszenarien als auch der Kataloge – Kinokapellmeister, Salonorchester, Pianisten und Organisten gerade der kleineren, provinziellen Lichtspiel‑Theater – sollten sich idealiter zu Musikdramaturgen bilden. ... [weiterlesen]
10.

Analepse

von griech.: analepsis = Wiederherstellung; auch: auch Rückblende, Rückwendung (bei Eberhard Lämmert), Retrospektive; engl.: flashbackDer Begriff der Analepse wird als Bezeichnung für alle Verfahren verwendet, die dazu dienen, retrospektive Elemente in die Erzählung zu integrieren. Dabei kann es sich um sehr kurze, schnappschussartige Rückverweisungen auf Vorgeschichten handeln; es lassen sich aber auch längere Vorg ... [weiterlesen]
11.

Filmzeit

... rrativen Films sind sowohl Ellipsen als auch Zeitdehnungen möglich. Einige oft zu findende zeitbasierte oder -implizierende Montagearten sind die Parallelmontage (Konstruktion von Gleichzeitigkeit) und die Rückblende (zeitlicher Rückbezug innerhalb der erzählten Zeit). Aber auch experimentelle, nicht mit der Wahrnehmung natürlicher Zeit zu vergleichende Zeitdarstellungen können angelegt werden. Solche Verwendungen der filmischen Zeit sind zumeist in phantastischen oder surrealen Erzählungen sowie in Experimentalfilmen zu finden. Vor allem der Dokumentarfilm kennt darüber hinaus auch die indifferente Filmzeit, wo Motive zu einem Thema zusammenmontiert werden, die allerdings von keinem zeitlichen Zusammenhang erzählen.Literatur: Panofsky, Erwin: Stil und Medium im Film. Frankfurt: Fischer 1995. – Pudovkin, Vsevolod: Die Zeit in Großaufnahme. Aufsätze, Erinnerungen, Werkstattnotizen. Berlin: Henschel 1983. – Arnheim, Rudolf: Film als Kunst. Frankfurt: Suhrkamp 2002.Filme: frühe Parallelmontage: Suspense (1913, Lois Weber, Phillips Smalley); surreale Zeit: Meshes of the Afternoon (1943, Maya Deren); Zeitverschachtelung: Vantage Point (2008, Pete Travis).   ... [weiterlesen]
12.

Kristallbild

In Deleuze‘ Auffächerung des „Zeit-Bildes“ steht das Kristallbild neben dem „Erinnerungsbild“ – das mit Rückblenden Überblendungen u.ä. arbeitet, um die Virtualität oder Irrealität des Gezeigten zu markieren – und dem „Traumbild“, das subjektiv imaginierte Szenarien zeigt. Im Kristallbild treten Aktuelles und Virtuelles nebeneinander, das Vergangene und das Imaginiert ... [weiterlesen]
13.

yarn

... Derartige Filme sind meist episodisch aufgebaut. Ein Beispiel ist neben The Hotel New Hampshire (Großbritannien [...] 1984, Tony Richardson) Big Fish (USA 2003, Tim Burton), der in phantastisch anmutenden Rückblenden das Leben seines Helden erzählt, der ein großer Fabulierer ist (auch wenn es in einem tieferen Sinne um einen Konflikt zwischen ihm und seinen eher nüchternem Sohn geht).  ... [weiterlesen]
14.

Alter im Film

... SA 2008, David Fincher) möglich. Mit dem umfangreichen Motiv des Alters können Themen wie Krankheit, Tod, Identitätsprobleme oder Gesellschaftskritik verknüpft sein, die oft per Voraus- oder Rückblenden inszeniert werden. Das Spektrum der Altersfilme ist ungemein breit, reicht von Ingmar Bergmans Smultronstället (Schweden 1957) – eine letzte Reise, die die Reflexion auf die Jugend des alten Helden umfasst – über David Lynchs The Straight Story (USA 1999) – die späte Versöhnung zweier Brüder – und Tatie Danielle (Frankreich 1990, Étienne Chatiliez) – die Spätphase einer einseitigen sexuellen Beziehung –, Robin and Marian (Großbritannien 1975, Richard Lester) – über den alten Robin Hood, der seine Jugendliebe wiederfindet – bis zu The Whales of August (Großbritannien 1987, Lindsay Anderson) – der von der Hassliebe zweier Schwestern erzählt – und Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat (BRD 1974, Bernhard Sinkel), der von einer alten Frau erzählt, die sich gegen Entmündigung und Enteignung wehrt und mit jungen Freunden in Italien zu einer selbstbestimmten Form des Altwerdens zusammenleben wird. Erinnert sei auch an das Altersheim als Handlungsort (sowohl in Spiel- wie Dokumentarfilmen wie Der Kuss der Tosca, Schweiz 1984, Daniel Schmid). Literatur: Hartung, Anja (Hrsg.:) Lieben und Altern. Die Konstitution von Alter(n)swirklichkeiten im Film. München: kopaed 2011. – Küpper, Thomas: Filmreif: Das Alte ... [weiterlesen]
15.

transitional scene

... Erzählkonstruktion gewechselt werden. Ein beliebtes Transitionsmittel, um ausgehend von Bewusstseinszuständen von Protagonisten oder Erzählern an Vergangenes anzuknüpfen, ist der Flashback (Rückblende), beim Bezug auf Zukünftiges spricht man vom Flashforward (Vorwärtsblende). Traumsequenzen dienen ebenfalls häufig der Transition zu als vergangen oder zukünftig Dargestelltem. Allerdings überschreiten derartige Mittel in der Regel den Rahmen einer einzelnen Szene. ... [weiterlesen]
16.

Heimatfilm

... die Heide, das Alpen- und Voralpenland, wobei teils weit auseinander liegende Orte am Schneidetisch zusammenmontiert wurden, um eine angemessene Landschaftsidylle zu kreieren. Das Geschehen wird linear und ohne Rückblenden erzählt, die Handlung beinhaltet meist eine Liebesgeschichte, ist leicht verständlich und oft unrealistisch. Die zumeist harmlosen Krisen und Konflikte (z.B. zwischen den Generationen) finden stets ein gutes Ende. Dabei erscheinen die Menschen eingebunden in ein System von festen, verlässlichen und bewährten Normen und Traditionen und verstärken so den bereits durch die Landschaftskulisse intendierten Eindruck einer friedvollen und harmonischen Welt (mitunter als Gegenpol zur Nachkriegsgegenwart). Als Regisseur und Produzent hat v.a. Hans Deppe dieses Genre geprägt: Einer der ersten großen Erfolge ist der 1950 von ihm inszenierte Film Schwarzwa ... [weiterlesen]
17.

Ab ovo

... ie klassische Erzähltheorie die medias-in-res-Erzählung, die mitten in das Geschehen hineinspringt und vorausliegende Ereignisse teilweise indirekt durch Erzählung und Botenbericht, teilweise als Rückblenden, subjektive Erinnerungen und ähnliches reportiert. Das ab-ovo-Erzählen gilt als ebenso natürliches wie schlichtes Prinzip der Trivialerzählung, die verschachtelte, oft multiperspektivisch angelegte medias-in-res-Erzählung dagegen als Modell eines entwickelten und künstlerisch anspruchsvollen Erzählverfahrens. ... [weiterlesen]
18.

Episodenfilm

Genre, in dem mehrere in sich geschlossene Kurzspiel- oder Kurzdokumentarfilme durch ein gemeinsames Merkmal in Beziehung zueinander gesetzt werden und zusammen die ungefähre Länge eines Langspielfilms ergeben. Das gemeinsame Merkmal kann u.a.– in einer Rahmenhandlung bestehen (wie in Der müde Tod, Deutschland 1921, Fritz Lang, oder The Tales of Hoffmann, Großbritannien 1951, Michael Powell und Emeric Pressburger, Rückblende< ... [weiterlesen]
19.

Blende II: Ab-, Auf- und Überblendung

... wichtigsten syntaktischen Funktionskreis benennend, in dem Blenden stehen.Im Kino der 1930er und 1940er Jahre war die Überblendung recht eindeutig kodifiziert als Mittel, mit dem Szenenübergänge, Rückblenden und subjektive Bilder wie z.B. Traumsequenzen markiert wurden und in dieser Funktion sehr häufig in Gebrauch. Außerdem diente sie dazu, Zeitsprünge anzuzeigen. Heute ist sie sehr viel unbedeutender geworden.Literatur: Hans J. Wulff: Visuelle Reflexivität, Transition, Punktuierung: Die Blenden und Überblendungen als Mittel der filmischen Rede. In: Nicht allein das Laufbild auf der Leinwand... Strukturen des Films als Erlebnispotentiale. Hrsg. v. Jörg Frieß, Britta Hartmann u. Eggo Müller. Berlin: Vistas 2001, S. 139-159 (Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft. 42,60.). ... [weiterlesen]
20.

Filmsemiotik

... utionalisierung filmischer Aussage- und Rezeptionsweisen geht, die vor allem im Kreis um Roger Odin bearbeitet wird.Neben diesen Ansätzen steht eine Fülle von Einzeluntersuchungen zu Point-of-View und Rückblende, Genrestrukturen, filmischen Mitteln und anderem. Eine „Psychosemiotik des Films“, die einzelne Elemente und Niveaus der filmischen Form in Bezug auf die Denk- und Lernprozesse untersucht, in denen sie als zeichenmächtige Strukturen aufgebaut werden, nimmt neuerdings recht breite Aufmerksamkeit ein und ist nicht zuletzt dadurch, dass Bordwell eine Kognitionspsychologie des Films als Element einer integralen formalistischen Filmtheorie gefordert hat, ins Zentrum der Filmwissenschaft gerückt worden. Literatur: Knilli, Friedrich (Hrsg.): Semiotik des Films. München: Hanser 1971. – Metz, Christian: Semiologie des Films. München: Fink 1972. – Metz, Christian: Sprache und Film. Frankfurt: Athenäum 1973. – Metz, Christian: Die anthropoide Enunziation. In: Montage/AV 3,1, 1994, S. 11-38. – Möller, Karl-Dietmar: Filmsprache. Eine kritische Theoriegeschichte. Münster: MAkS Publikationen 1985. – Wollen, Peter: Signs and Meaning in the Cinema. London: Thames & Hudson 1969. – Wulff, Hans J.: Darstellen und Mitteilen. Elemente der Pragmasemiotik des Films. Tübingen: Narr 1999.  ... [weiterlesen]
21.

cut back

... e Rückkehr zur Haupthandlung.(3) In einer älteren, bis in die frühen 1920er Jahre verbreiteten und heute weitgehend unverständlichen Redeweise wurde cut back äquivalent zu flash back (= Rückblende) gebraucht.(4) In der Filmwirtschaft und bei der Finanzierung von Filmprojekten bedeutet ein Cutback soviel wie die Reduzierung von Kosten in einem bestimmen Bereich oder schlicht eine Etatkürzung. ... [weiterlesen]
22.

Vorausblende

... ird). Kompliziertere Zeitstrukturen verzichten auf diese Art der Bindung an Protagonisten und setzen die Vorausblende quasi übergangslos ein (wie Resnais‘ La Guerre est finie, 1966). Im Vergleich zur Rückblende fordert dies dem Publikum deutlich mehr an Verstehensarbeit ab, die dann in Verunsicherung münden kann, wenn die Zuschauer über (zu) wenig Informationen verfügen, anhand derer sie die Vorausblende in die Story einfügen können.   ... [weiterlesen]
23.

Binnenerzählung

... s tausendundeiner Nacht), der Geschichtenerzähler fabuliert deutsche und russische Märchen für seinen neugierig lauschenden Hund (wie in Jim Hensons Serial The Storyteller, 1987-88). Entgegen der Rückblendenerzählung, in der der Erzähler der Rahmenhandlung der Protagonist der Binnenerzählung ist, bildet die Binnenerzählung eine eigenständige, von der Rahmenhandlung unabhängige diegetische Realität aus, die allerdings manchmal als aus Wunsch oder Angst des Erzählers motivierte Projektion des Erzählers gedeutet werden kann. Es gibt aber eine ganze Reihe von Zwischenformen (wie in The Long Ships, 1963, in dem der Märchenerzähler vom Anfang sich als verkleideter Wikinger herausstellt und die Erzähl-Wirklichkeiten von Rahmen und Erzählung zusammenfallen). ... [weiterlesen]
24.

point of attack

... iegen; so werden aus Vorankündigungen Verrätselungen von Geschehnissen in der Vergangenheit, und nicht das Ereignis wird angekündigt, sondern der Bericht darüber (als Erzählung oder als Rückblende). Der vielleicht extremste Einsatzpunkt der Geschichte ist Billy Wilders Sunset Boulevard (1950), in dem sich zu Beginn der Erzähler vorstellt – er ist nicht nur die Stimme eines Beteiligten, sondern auch die Leiche, die am Anfang des Films in einem Swimmingpool schwimmt.Doch nicht nur erzählerisch, sondern auch das Erscheinungsbild des Auftakts ist von großer Bedeutung: Requisite, Kostüm, Statur und Bewegung der Akteure, Musik setzen ein erstes Signal für die Atmosphäre dessen, was folgt.Literatur: Pfister, Manfred: Das Drama: Theorie und Analyse. München: Fink 1977. Zahlr. Neuaufl.(2) Manchmal wird auch der initiale plot point, an dem der zentrale Konflikt des Dramas, das Problem des Protagonisten u.ä. klar wird, point of attack genannt. ... [weiterlesen]
25.

multiple Diegese

... sen sind genau genommen schon bei Rahmenhandlungen gegeben, wenn eine unabhängige Geschichte in eine andere eingebettet ist (jemand erzählt eine Geschichte = jemand bringt eine Diegese hervor). In der Rückblende wird dagegen nur die Zeitebene, nicht aber das fiktionale Universum verlassen.Beispiele: Sodom und Gomorrha (Österreich 1922, Mihály Kertész [= Michael Curtiz]); La Double Vie de Véronique (Polen/Frankreich 1991, Krysztof Kieslowski). ... [weiterlesen]
26.

Tagebuchverfilmung

Bei der filmischen Umsetzung eines realen oder fiktiven Tagebuchs sind zwei Möglichkeiten denkbar: Entweder wird der Akt des Tagebuchschreibens explizit dargestellt und das, was notiert wird, in einer Rückblendenstruktur erzählt. Oder aber das Schreiben wird ausgeblendet und die Tagebuchpassagen in ein Voice-Over verlegt, so dass der Film als Icherzählung daherkommt und als Tagebuchverfilmung gar nicht mehr erkennbar ist (so dass ... [weiterlesen]