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Abtastrate

auch: Abtastfrequenz, Samplerate; auch im Dt. oft engl.: sampling rate

Begriff aus der Signalverarbeitung, der die Häufigkeit bezeichnet, mit der ein kontinuierliches Signal abgetastet und in ein zeitdiskretes Signal umgewandelt wird. Man stelle sich ein analoges Signal als eine Kurve vor. Ein analoges Signal gibt über die gesamte Zeit kontinuierlich Informationen über seinen Zustand wieder (ein Audiosignal kann z.B. stärker oder schwächer sein). Dagegen kann ein digitales Signal dagegen nur seinen Zustand für einen bestimmten Zeitpunkt wiedergeben, gefolgt von einer nächsten Zustandsbeschreibung. Je öfter die digitalen Signalbeschreibungen einander folgen, desto näher kommt man dem Verlauf der analogen Qualität des Signals. Gemessen wird in Abtastungen pro Sekunde. Nahe an nicht mehr wahrnehmbare Differenzen zwischen analoger Qualität und digitaler Darstellung eines Signals kommt man mit Abtastraten von 44,1 kHz bei Audio‑CDs, bei 96 kHz bei DVDs und DAT-Aufnahmen (oder mehr), bei 192 kHz bei Blu-Rays.

Literatur: Oppenheim, Alan V. / Schafer, Ronald W. / Buck, John R.: Zeitdiskrete Signalverarbeitung. 2., überarb. Aufl. München [...]: Pearson Studium 2004. Zuerst 1989.