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Aktionskunst

Oberbegriff für die Kunstgattungen von Happening und Performance, die ungefähr 1960 als Gegenbewegung gegen die museale Abschirmung der Kunst von der Realität entstanden sind. Künstler und Publikum sollten in ein neues Spannungsverhältnis gebracht, die Grenzen zwischen Kunst und Betrachter zumindest partiell aufgehoben werden. Die Darstellungsmittel entstammen dem Theater, dem Rollenspiel, der Choreografie und manchen Formen der Musikaufführung. Happening (von den frühen 1960ern an) und Performance (die das Happening abgelöst hat, von den frühen 1970ern an) sind die beiden grundlegendsten Aufführungsformate der Aktionskunst. Außerdem formierte sich anfang der 1960er die Fluxus-Bewegung, und auch der Wiener Aktionismus (1960er und frühe 1970er) rechnet der Aktionskunst bei. In fast allen diesen Formen spielen Film und Video eine wichtige Rolle.

Literatur: Gray, John: Action art. A bibliography of artists' performance from futurism to fluxus and beyond. Westport, Conn. [...]: Greenwood Press 1993. – Dreher, Thomas: Performance Art nach 1945. Aktionstheater und Intermedia. München: Fink 2001. – Engelbach, Barbara: Zwischen Body Art und Videokunst. Körper und Video in der Aktionskunst um 1970. München: Schreiber, 2001. – Jappe, Elisabeth: Performance - Ritual - Prozeß. Handbuch der Aktionskunst in Europa. München: Prestel 1993.
 

Referenzen