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albtraumhafte Verstrickung

Motiv und dramaturgische Struktur gleichermaßen: Im Zentrum steht die fürchterliche Erfahrung einer Figur, dass ein unscheinbares Ereignis oder ein banaler Fehler zu immer mehr und immer schrecklicheren Verwicklungen führt, bis schließlich alle Elemente des Lebens existenziell bedroht sind. Die Albtraumhaftigkeit des Motivs wird in manchen Filmen tatsächlich als Traum ausgewiesen, aus dem die Protagonisten zwar schweißgebadet, aber immerhin, erwachen (wie in The Woman in the Window, USA 1945, Fritz Lang). Deutlich mehr Angst erzeugen realistischere Darstellungen, in denen Albtraumhaftes sich im normalen Leben der Figur ereignet, insbesondere dann, wenn es mit Kapitalverbrechen und dem Motiv „unschuldig beschuldigt“ gekoppelt ist. In dieser Ausprägung gehören Motiv und dramaturgische Struktur zu den Grundformen des Thrillers und des Film Noir.

Beispiele: The 39 Steps (Alfred Hitchcock, Großbritannien 1935); Three Days of the Condor (Sydney Pollack, USA 1975); Aaron Cohen’s Debt (Amalia Margolin, Irland 1999).

Referenzen