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Altersfreigaben: FSK-Freigaben

1951 trat das erste Jugendschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Es sah die Einstufung von Filmen nach den Altersgruppen bis zu 10, von 10 bis 16 und ab 16 Jahren vor. Mit der Durchführung der Freigaben wurden die obersten Landesjugendbehörden beauftragt. Die Novelle des Jugendschutzgesetzes von 1957 schrieb modifizierte Alterseinstufungen von freigegeben ab 6, ab 12, ab 16 und ab 18 Jahren vor. Daraufhin wurden alle vor 1957 freigegebenen Filme von der FSK erneut klassifiziert. Um mögliche Befürchtungen einer mittelbaren Filmzensur zu entkräften und auch aus Protest gegen einige vermeintlich zu liberale Entscheidungen der FSK, zog sich die öffentliche Hand 1972 aus dem Kennzeichnungsverfahren freigegeben ab 18 Jahren zurück. Über die sogenannte Erwachsenenfreigabe entscheiden seitdem die Prüfer der Film- und später auch der Videowirtschaft allein. Das 1985 novellierte und heute noch geltende Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit (JÖSchG) legt eine weitere gesetzliche Kennzeichnung fest: freigegeben ohne Altersbeschränkung. Mit der Novellierung des Gesetzes zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit von 1985 wurde gesetzlich verpflichtend eine Altersfreigabe für Videofilme und vergleichbare Bildträger festgeschrieben. Hierdurch hat sich das Prüfvolumen bei der FSK ausgeweitet. Im Blick auf künftige technische Entwicklungen gelten die neuen Bestimmungen nicht nur für Videokassetten, sondern auch für vergleichbare Bildträger (CD-ROM, DVD, Laserdisc etc.). Seit 1995 werden deshalb auch digitale Bildträger, sofern sie filmische Sequenzen enthalten, von der FSK nach dem JÖSchG geprüft. 
 

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