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American Broadcasting Company (ABC)

Die ABC galt immer als das kleinste der drei über die Vereinigten Staaten verbreiteten Hörfunk- und Fernsehsendernetze, bevor Kabelfernsehen den Markt erheblich vergrößerte. Die American Broadcasting Company entstand im Jahre 1942, nachdem die Federal Communications Commission (FCC) die NBC gezwungen hatte, eines seiner zwei Hörfunk-Networks wegen Monopolisierung zu veräußern. Im Jahre 1951 fusionierte ABC mit United Paramount Theatres, die – aufgrund des berühmten Paramount-Urteils – von Paramount getrennt worden waren. In den 1950er und 1960er Jahre blieb ABC neben CBS und NBC das kleinste und kapitalschwächste der Networks, nicht nur wegen seiner Programme, sondern auch, weil es weniger lokale Sender im Verbund hatte. Im Jahre 1954 sendete ABC die gesamten „Army-MacCarthy-Hearings“ des US-Kongress‘, die zum Niedergang McCarthys führten. Der Aufstieg von ABC erfolgte, nachdem sie Exklusivrechte zu den Footballspielen der NFL in den 1970er Jahren erhalten hatte. Im Jahre 1975 übernahm Fred Silvermann die Programmleitung und katapultierte das Netz auf den ersten Platz unter den Networks – durch neue Sendungen, die speziell für den schnell wachsenden Jugendmarkt konzipiert waren. 1986 fusionierte ABC mit Capital Cities Broadcasting, einem Betreiber von Lokalsendern. Im Jahre 1996 kaufte die Walt Disney Company unter der Führung von Michael Eisner die Capital Cities/ABC für 19 Milliarden US-$; ironischerweise hatte ABC im Jahre 1954 nicht nur „Disneyland“ finanziert, sondern auch Walt Disney als Gegenleistung veranlasst, eine TV-Sendung zu kreieren, die zur gewinnträchtigsten Serie seiner Geschichte wurde.