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American Film Institute [AFI]

Gegründet wurde das American Film Institute im Juni 1967 durch die finanzielle Unterstützung des National Endowment for the Arts (NEA), der Ford Foundation und der Motion Picture Association of America. Dem Modell des British Film Institute folgend sollte das AFI die amerikanische Filmgeschichte archivalisch sichern dokumentieren und zudem ein Ort der Forschung und der Lehre werden, doch die Wirklichkeit hinkt seit der Gründung des AFI weit hinter seinen Ambitionen hinterher. So sammelte die AFI jahrzehntelang Geld für die Filmkonservierung, doch diese Gelder verschwanden im schwarzen Loch der Verwaltungskosten (nur 45% wurden tatsächlich für Konservierung ausgegeben). Darum beanspruchte das AFI weitere Gelder von der NEA, um das Filmkonservierunsprogramm der Regierung zu verwalten. Auch ein Projekt, alle bisher produzierten amerikanischen Filme zu erfassen und sorgfältig zu dokumentieren (in Form des AFI Catalogue), endete 1974 mit einem Eklat. Die Arbeiten am Katalog wurden allerdings in den 1980er Jahren wieder aufgegriffen, so dass heute alle Spielfilme bis zu den 1970er Jahren tatsächlich dokumentiert und in sechs umfangreichen Bänden veröffentlicht worden sind. Die ab 1975 im AFI erscheinende Zeitschrift American Film wurde im Januar 1992 wieder eingestellt.

Heute betreibt die AFI nur noch einen Lehrgang für Filmemacher, stiftet einen Life Achievement Award als Fernsehereignis und fungiert hauptsächlich als Reklamearm für die Film- und Fernsehwirtschaft Hollywoods.