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analoge Schallaufzeichnung / -speicherung

Im Film sind drei Formen der analogen Schallaufzeichnung verwendet worden: Nadel-, Licht- und Magnetton. In allen drei Fällen wird das akustische Signal bei der Aufzeichnung in ein mechanisches, optisches oder elektrisches Signal umgewandelt – und entsprechend muss es bei der Projektion in akustisches Geschehen rückverwandelt werden. Darum sind die analogen Aufzeichnungsverfahren auf eine ganze Reihe von Technologien angewiesen, die diese Umwandlungsprozesse ermöglichen (von Mikrophonen über Verstärker bis zu Lautsprechern). Im Einzelnen unterscheidet man:

(1) Nadeltonverfahren. Beim Nadelton wird mittels eines Schneidstichels eine mechanische Erschütterung in Wachs (oder später ein anderes stabil veränderbares („beschreibbares“) Medium) fixiert; dabei dreht sich der Wachszylinder oder die Platte so, dass der Schneidstichel in einer Spiralbewegung über das Medium geführt wird. Man unterscheidet den Seiten- und den Tiefenschnitt, je nachdem, ob die Bewegung durch vertikale oder horizontale Bewegungen des Stichels übertragen wird. Bei Nadelton hat man es immer mit zwei Aufnahme- und Wiedergabeapparaturen zu tun, die (oft aufwendig) synchronisiert werden müssen.

(2) Lichttonverfahren. Die beim Besprechen eines Mikrophons entstehende Wechselspannung wird als Betriebsstrom einer Kohlebogenlampe verwendet, deren Helligkeit sich im Rhythmus der akustischen Information verändert. Zeichnet man diese Veränderungen mit einer Kamera auf, kann umgekehrt aus dieser „Licht(ton)spur“ eine Versorgungsspannung für Lautsprecher generiert werden kann. Lichtton ist in aller Regel auf dem Filmstreifen selbst untergebracht, so dass die Synchronisationsprobleme mit einer separaten Tonapparatur entfallen – darum auch ist Lichtton das verbreitetste Filmtonverfahren gewesen.

(3) Magnettonverfahren. Das historisch jüngste Verfahren basiert darauf, dass Moleküle eines magnetisierbaren Stoffes, die auf einem magnetisierbaren Band oder auf einer entsprechenden Randspur des Filmstreifens aufgebracht sind, mittels von Tonköpfen, die eine Magnetisierung aufbringen können, als Speichermedium für das eigentlich akustische Geschehen verwendet werden.

Referenzen