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Archivkopie

engl.: archival print

Allgemein bezeichnet man Kopien, die zum Zweck der Archivierung (also der Aufbewahrung, nicht der Nutzung als Vorführkopie) ins Archiv gegeben wurden, als „Archivkopien“. Meist handelt es sich um ungebrauchte Kopien, die also nicht in der Kinoauswertung gewesen sind; es kann aber auch vorkommen, dass möglichst wenig beschädigte Kopien aus der Kinoauswertung als Archivkopien verwendet werden. Es gibt zwei Gründe, Archivkopien herzustellen: (1) Medienhersteller fertigen Archivkopien an, um einen Filmbestand zu gewinnen, dessen Rechte beim Hersteller liegen; von den Archivkopien können qualitativ hochwertige „Abklammerungen“ vorgenommen werden, die einzeln vom Rechteinhaber gekauft werden müssen. (2) Jeder mit öffentlichen Mitteln geförderte Film muss heute in der BRD eine Archivkopie für das Bundesarchiv herstellen. Diese Regelung entspricht der „Ablieferungspflicht“ im Buchsektor, die jeden Verlag dazu verpflichtet, die sogenannten „Pflichtexemplare“ bei der Landes- und bei der Nationalbibliothek abzuliefern.