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Arriflex

1937 kommt das bekannteste Kameramodell der Firma Arri heraus, die Arriflex-35, nachdem sie zuvor bei den Dreharbeiten auf der Olympiade 1936 in Berlin erprobt wurde. Die Arriflex ist eine leichte und damit sehr mobil handhabbare Kamera, deren besonderes Merkmal ihr Spiegelreflexcharakter ist. Spiegelreflexkameras gab es im Bereich der Fotografie seit dem 19.Jahrhundert. Wesentlich ist dieser Kamerabauart, dass das Licht durch einen Spiegel so auf den Sucher geleitet wird, dass das Bild im Sucher und der Wirklichkeitsausschnitt, der vor der Kamera existiert, weitgehend übereinstimmen: Was der Filmende durch den Sucher fixiert, wird dann auch auf dem belichteten Film zu sehen sein. Dies ermöglicht ein sehr genaues Aufnehmen, was die Folgekosten misslungener Bildeinstellungen weitgehend vermeiden half.
Konstrukteur dieser Kamera war Erich Kästner, der dieses Modell mit drei Objektiven versah, die auf einer Platte montiert waren, die wie in einem Revolver gedreht werden konnte. Damit konnte beim Filmen ein sehr schneller Objektivwechsel ermöglicht werden.
Anfang der 1950er Jahre wurde auch eine 16mm-Arriflex herausgebracht, später gab es noch eine Reihe von Modifikationen und Spezialausgaben. Die Arriflex-16 kam unter anderem bei Fernsehaufnahmen zum Einsatz und entwickelte sich hier zum Standart für Reportageaufnahmen.
Die Bedeutung der Arriflex-Kameras für alle Bereiche des Filmens wurde 1966 dadurch ausgedrückt, dass die Arriflex-35 den Academy Award („Oscar“) verliehen bekam.

Literatur und Bildmaterial: http://www.deutsches-museum.de/sammlungen/ausgewaehlte-objekte/meisterwerke-i/arriflex/.