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Associated British Cinemas (ABC)

1927 vereinigte der Filmproduzent John Maxwell, dem die British International Pictures (BIP) gehörte, drei kleinere Kinoketten in Schottland zu einer Kinokette mit ca. 120 Häusern. 1928 wurden die Kinos in die BIP resp. mit Maxwells British National Studios integriert. Die Kette wurde schnell größer. 1937 wurde BIP in die Form einer Holding überführt (Associated British Picture Corporation, ABPC). Nach dem Tod Maxwells (1940) verkaufte seine Witwe den größten Teil ihrer Besitzanteile an Warner Brothers, die damit Kontrollmehrheit bekamen. 1945 umfasste die Kette mehr als 400 Kinos (meist mit dem Namen „Savoy“ oder „Regal“), nur Ranks Odeon-Kette war größer. Die Konkurrenz des Fernsehens seit Anfang der 1960er führte dazu, dass eine ganze Reihe der Kinos der Kette (die restlichen firmierten inzwischen meist unter „ABC“) schließen mussten. 1967 wurde die Kette an EMI verkauft, die sie ihrerseits nach kurzer Zeit an Golans und Globus‘ Cannon Cinemas Group (oder nur Cannon Cinemas) abtrat. Ein erneuter Verkauf folgte 1993 – die MGM übernahm die Kette und führte sie als MGM Cinemas weiter. Als 1998 die Risikokapital-Gruppe Cinven die Kinos von MGM übernahm, erhielten viele ihre alten Namen zurück. Cinven kaufte 2000 die Kinos der Rank-Gruppe dazu (für 280 Millionen £); alle ABC-Kinos wurden entweder in „Odeon“ umbenannt oder geschlossen. Die Kette der Verkäufe wurde einstweils angeschlossen, als die Odeon-Kette 2004 von Terra Firma Capital Partners übernommen wurde, die seitdem die Kette führt.