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Atelier

von frz.: atelier = Werkstatt; später von der Bezeichnung „Studio“ verdrängt

Ein Atelier ist die Werkstatt eines Künstlers oder Fotografen. Das vorhandene Licht sowie der ausreichende Platz gestatten es, Bilder herzustellen, die weitestgehend unter Kontrolle des Künstlers sind und bis in Details gestaltet werden können, was on location kaum möglich wäre. In den ersten Jahren wurden die meisten Filme wegen der geringen Lichtempfindlichkeit der Filme zwar im Freien aufgenommen, aber schon 1892 baute Edison die „Black Maria“, das erste Filmatelier der Geschichte, und wurde damit wetterunabhängig. Erste kleinere Ateliers entstanden in Deutschland wie in anderen Filmländern schon kurz nach der Jahrhundertwende. Die Entwicklung des Kunstlichts beschleunigte die Tendenz, Filmaufnahmen in geschlossenen Gebäuden zu machen. 1911 entstanden die ersten Studiogebäude in Babelsberg. Nicht nur eigens für Filmarbeiten errichtete Gebäude dienten als Ateliers – nach dem Ersten Weltkrieg wurden z.B. Zeppelinhallen in Berlin und Frankfurt oder eine Leiterfabrik in München als Studiogebäude benutzt. Mit der Zeit trennten sich die Betreiber der Ateliers von den Filmproduzenten, an die sie die Räume nur vermieteten.

Literatur: Bock, Hans. Michael: Berliner Film-Ateliers. Ein kleines Lexikon. ULR: http://www.cinegraph.de/etc/ateliers/index.html.
 

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