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Audion-Röhre

Der amerikanische Ingenieur Lee De Forest erfand 1906 (Patent 836.070 v. 19.5.1906) das Audion; 1907 folgte die Patentierung einer  Audion‑Röhre, die drei Elektroden besaß (heute als Triode oder auch als DeForest Ventil bezeichnet; Patent 841.387 v. 15.1.1907, Patent 879.532 v. 18.2.1907), mit der man schwache elektrische Signale verstärken konnte. Der Trick bestand im Einsetzen einer dritten Elektrode, dem Gitter, das zwischen die Kathode und die Anode gestellt wurde, so dass man die Röhre als Verstärker für schwache Audio-Signale benutzen konnte. DeForest hatte die Dioden-Röhre von John Ambrose Fleming weiterentwickelt und wurde prompt der Nachahmung bezichtigt, konnte den Prozess aber gewinnen. Ungefähr gleichzeitig meldete Robert von Lieben in Deutschland seine Trioden-Röhre zum Patent an (genannt „Kathodenstrahl-Relais“, Patent DRP 179.807, 4.3.1906), die auf dem gleichen Grundgedanken aufbaute wie DeForests Erfindung. Beide Erfindungen markieren den Übergang zur elektrischen Schall-Verstärkung und schaffen damit eine Bedingung für das Aufkommen des Tonfilms, auch wenn die Audion-Röhre zunächst vor allem im Funk, in der Telephonie und im Radio verwendet wurde.