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Aufsteiger

Figur im Spielfilm, die einerseits im sehr amerikanischen Motiv from rags to riches – vom Tellerwäscher zum Millionär – vorkommt, andererseits in Geschichten um berufliche Auseinandersetzungen anderer Art. Die Dramaturgie ist durch kleinschrittige Spannungskurven geprägt und orientiert sich an den Erfolgen (und Rückschlägen) in der Karrierestory eines Individuums, wobei der berufliche Aufstieg in aller Regel mit einem sozialen einhergeht. Oft hat die Geschichte des Aufsteigers (besonders der Aufsteigerin) Züge des Melodramas; in realistischeren Varianten kann die Figur in Milieustudien eingebettet sein (Hollywood: All About Eve, Joseph L. Mankiewicz, 1950; US-Präsidentschaft: The Best Man, Franklin Schaffner, 1963; Finanzwesen: La Banquière, Francis Girod, 1980; historischer Adel: Barry Lyndon, Stanley Kubrick, 1978).

Aufsteigergeschichten sind oft Geschichten vom Aufstieg und Fall (rise and fall) eines einzelnen; nahezu stereotyp wird das Motiv im Boxerfilm abgearbeitet – aus ärmsten Verhältnissen stammend, gelangt der Held bis zu höchsten sportlichen (und oft auch gesellschaftlichen) Ehren, um dann um so schmerzlicher wieder das Gewonnene zu verlieren. 
 

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