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Balkan-Orient-Film-Gesellschaft

Am 1.12.1916 war im Auftrag des Auswärtigen Amtes die Balkan-Orient-Film-GmbH gegründet worden. Gegenstand des Unternehmens waren Einkauf und Vertrieb von Filmen auf dem Balkan und im Orient. Sitz der Gesellschaft war Berlin. Sie hatte Zweigstellen in Sofia und Konstantinopel, verfügte über ein Stammkapital von 200.000 Mark und war berechtigt, auch an anderen Orten Niederlassungen einzurichten, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen oder deren Vertretung zu übernehmen. In einer Gesellschaftsversammlung der Balkan-Orient-Film-GmbH am 22.1.1917 wurde einstimmig der Übertragung dieser Gesellschaft an die Deutsche Lichtbild-Gesellschaft zugestimmt; sie wurde durch Beschluss vom 19.11.1918 aufgelöst; Liquidatoren waren die bisherigen Geschäftsführerder Gesellschaft. Die Balkan-Orient- Film-GmbH trug nicht unwesentlich dazu bei, dass in Konstantinopel, wo 1913/14 nur 13% der Filme deutschen Ursprungs waren, der deutsche Anteil 1918 auf 50-60% stieg