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baxter

vermutlich eine Variante zur engl. Gelegenheitsbildung backster = „jemand, der im Hintergrund steht; der stets zurück bleibt“

Im Figurenvorrat der Liebeskomödien und angelsächsischen Romantic comedies ist der „Baxter“ der nette, umgängliche junge Mann, der zwar von seiner Angebeteten wegen seiner Gefälligkeit geschätzt wird, dessen stets etwas trist bleibendes Charmepotential sowie ungenügende liebeswerberische Fähigkeiten trotz aller Zugeständnisse aber nicht ausreichen, den smarten, vermögenden oder aus sonstigen handfesten Gründen vorgezogenen Helden und Traumprinzen auszustechen.
Prädestiniert für diese Rolle war Ralph Bellamy in den Screwball-Komödien der 1930er und 1940er Jahre (z.B. His Girl Friday, USA 1940, Howard Hawks).
Der Ausdruck entstammt als titelgebender Neologismus Richard Showalters Komödie The Baxter (USA 2005) und geht in seiner Beschreibung einer Figurenkonstellation zurück auf die Rolle Dustin Hoffmans in Die Reifeprüfung (The Graduate, USA 1967, Mike Nichols), insbesondere auf die Szene, in der er die von ihm vergeblich Verehrte (Katharine Ross) vom Traualtar weg zu einer Busfahrt entführt.

Referenzen