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bear films

dt. auch: Teddy-Filme;

Unter ‚teddy bears‘, ‚teddies‘, ‚daddy bears‘, ‚gay bears‘, ‚hairy bears‘ u.ä. versteht man in den sexuellen Subkulturen Amerikas seit etwa 1900 maskulin wirkende, muskulöse bis korpulente männliche Homosexuelle mit ausgeprägter Körperbehaarung auf Brust und Rücken, kurzem Haupthaar und (häufig) kurzen Kinn- und Backenbärten, die ihrem Erscheinungsbild nach wie eine Mischform aus stattlichem Macho und behäbigem Familienvater aus dem Arbeitermilieu auftreten. Teddies gelten als gesellig und pflegen ein reges Vereinsleben.
Mit bear films bezeichnet man eine Spezialität des pornografischen Films: exploitative Schwulenpornos, die die speziellen Sexualpraktiken der Teddies einer interessierten Klientel vorführen. Sie sind meistens leicht an genreindizierenden Titeln wie Bear Barn, Big Bear Men, Bears Behaving Badly, Bear Bondage, Country Bares oder Hairy Tales zu erkennen.
Die seit 1987 auf der Berlinale ausgelobten Teddy-Award für schwul-lesbisch-transidentische Filme nehmen diese spezielle sexualisierte Bedeutung von 'Teddy' auf und amalgamieren sie mit dem tierischen Wahrzeichen der gastgebenden Stadt Berlin.

Referenzen