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Berthon/Keller-Dorian-Verfahren

Das Berthon/Keller-Dorian-Verfahren war das bekannteste Linsenraster-Verfahren nach Erfindungen der Franzosen Rudolphe Berthon (erste Patente 1914) und Albert Keller-Dorian (erste Patente 1906). Es wurde 1905-1923 ausgearbeitet und in Lizenz von Eastman Kodak für den Kodacolor-Lenticular-Film und später den Eastman-Embossed-Kinescope-Recording-Film übernommen. Die erste öffentliche Vorführung des Verfahrens fand 1923 in Paris statt. Die Keller-Dorian Corp., USA, stellte 1929-1937 verschiedene 35mm-Linsenrasterfilm-Typen her. Siemens & Halske, Berlin, arbeiteten zusammen mit der Filmfabrik Perutz, München, das Siemens-Berthon-Verfahren aus, das auch unter dem Namen Opticolor bekannt wurde.

Literatur: Cornwell-Clyne, Major Adrian: Colour Cinematography. 3rd ed. London: Chapman & Hall 1951, S. 19-20. – Koshofer, Gert: Color. Die Farben des Films. Berlin: Spiess 1988, S. 33-34.