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Bildwand

auch: Leinwand; engl.: screen

Eine Bildwand ist allgemein gesprochen jede Projektionsfläche. Man unterscheidet Durchlicht- und Auflichtbildwände. Erstere sollen möglichst wenig Licht absorbieren (also einen hohen Transmissionsgrad haben), letztere viel Licht reflektieren (einen hohen Remissionsgrad aufweisen). Bei Auflicht-Bildwänden unterscheidet man zudem zwischen gerichtet und diffus reflektierenden Arten. Bei der Vorführung von Tonfilmen müssen Bildwände zusätzlich noch eine möglichst niedere Schall-Absorption für die hinter der Bildwand aufgestellten Lautsprecher aufweisen, was z.B. durch eine Perforation der Leinwand erzielt werden kann.
Das Bildwandtuch ist meist in einem Format geschnitten, das den projizierten Filmen oder Bildern korrespondiert (quadratisch, 4:3, 16:9 usw.). Es besteht aus der reflektierenden Oberfläche und dem Trägermaterial (heute meist aus einem Plastikträgermaterial und einer reflektierenden Oberschicht; Leinwand – von dem der ältere Name stammt – wird schon lange nicht mehr verwendet). Man unterscheidet nach DIN 19.405 drei Typen: (1) D = Diffuses Reflektionsverhalten, das Licht wird breit gestreut; (2) P = Retro-reflektiv, das Licht wird in die Ausgangsrichtung zurück reflektiert; (3) M = angular-reflektiv, der Auftreffwinkel des Lichts ist gleich dem Reflektionswinkel.
Viele Bildwände sind in gerollter Form transportabel, was mit einer Instabilität bei der Aufspannung erkauft werden muß. Wieder andere können mittels motorbetriebener Aufwicklung aufgewickelt werden, so dass sie nur für die Zeit der Projektion zur Verfügung stehen.

Referenzen