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Black Cinema

Amerikanische Filme, die von afroamerikanischen Filmemachern für ein afroamerikanisches Publikum produziert werden. Es lassen sich zwei Phasen unterscheiden: Bereits in den 1920er und 1930er Jahren gibt es eine eigenständige afroamerikanische Filmindustrie – von der man wenig weiß, weil sie nicht in die offizielle Filmgeschichte eingegangen ist. (Davon zu unterscheiden sind Filme, die zwar mit einem all black cast, aber im herkömmlichen studio system und unter weißen Regisseuren produziert wurden.) Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Art Apartheidskino, da dem afroamerikanischen Publikum der Zutritt zu „weißen“ Kinos in weiten Teilen der USA verboten war. Die zweite Phase entstand im Zug der Bürgerrechtsbewegung und des neuen Selbstbewusstseins amerikanischer Minderheiten seit den 1960er Jahren. Dieses Kino ist professioneller als die frühen Ansätze, außerdem findet es auch außerhalb afroamerikanischer Kulturzusammenhänge Anerkennung. Als sein Startschuss und einer seiner zentralen Ausformungen gilt das eher kommerziell orientierte blaxploitation cinema.

Literatur: Jones, George W.: Black cinema treasures. Lost and found. Denton, Tex.: University of North Texas Press 1991. – Keyser, Lester J.: The cinema of Sidney Poitier. The black man's changing role on the American screen. San Diego [...]: Barnes 1980. – Reid, Mark A.: Redefining black film. Berkeley [...]: University of California Press 1993.

Referenzen