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Bundesvereinigung des deutschen Films (BuFi)

Die BuFi war eine filmpolitische Dachorganisation der bundesweiten, landesbezogenen und regionalen Organisationen des Films und der Filmwirtschaft, insbesondere der Filmbüros der Länder. Sie wurde am 23.2.1980 als Protest gegen „falsche Mehrheitsverhältnisse bei den bestehenden Filmorganisationen“ während der Berlinale gegründet. Sie verstand sich explizit als „Lobbyist für den jungen deutschen Film“; zu den Initiatoren gehörte Alexander Kluge. Nach der Wende wurde der Verband als Verein in der Akademie der Künste in Berlin am 20.2.11991 neu konstituiert. Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehörten die Arbeitsgruppe für kommunale Filmarbeit, die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, der Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V., die IG Verleih, der Interessenverband Filmkommunikation, der Ostdeutsche Filmverein, der Verband der Filmarbeiterinnen e.V. und die Filmbüros der Länder. Mitte der 1990er Jahre zählten 23 Verbände aus allen Bundesländern mit insgesamt 2.500 Einzelpersonen zu ihren Mitgliedern. Mit Ablauf des Jahres 2002 stellte die Bufi ihre Tätigkeit ein.
Die Bufi vertrat die Interessen aus allen Bereichen des deutschen Filmschaffens, von der Produktion über den Verleih bis zum Spielbetrieb. Ihre Aufgaben waren satzungsgemäß die wechselseitige Information ihrer Mitgliedsverbände über filmkulturelle und -politische Entwicklungen, die Erarbeitung von filmkulturellen Analysen und Konzepten sowie deren Veröffentlichung, die Interessenvertretung ihrer Mitglieder in allen filmpolitischen Bereichen sowie die unmittelbare Einflussnahme auf politische Instanzen und Entscheidungsträger. Ihr Ziel war es, die filmkulturelle Vielfalt in Deutschland und in Europa zu erhalten und zu fördern.

Unter Benutzung von Formulierungen des „Berichts vom Treffen des BundesFilmVerbandes (BFV)“, 29.1.2007.