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Bürgerkrieg

Bürgerkriege – oft als schlimmste aller Kriegsformen bezeichnet – kommen als unterschiedlich gelagertes Motiv in Spiel- und Dokumentarfilmen vor: in Kriegsfilmen, die sich auf die Darstellung von Kampfhandlungen und Schlachten konzentrieren; in Kriegsromanzen, in denen der Bürgerkrieg lediglich als Kulisse fungiert, vor deren Hintergrund sich bittersüße Melodramen abspielen; in düsteren Kriegsdramen, in denen es um Flucht und zerrissene Familien, aber auch um Widerstand und Spionage geht; in (humanitären) Dokumentarfilmen, die das Entsetzen und die katastrophalen Folgen vergangener respektive zeitgenössischer Bürgerkriege für die Bevölkerung beleuchten. Eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Bürgerkriegen zu ziehen – etwa dem politisch motivierten (Amerika, Spanien), dem religiös motivierten (Afghanistan, Algerien, Libanon, Nordirland) und dem ethnisch motivierten (Bosnien, Burundi) –, fällt oft schwer, da in den meisten Fällen mehrere Gründe Hand in Hand gehen oder die einen zugunsten der anderen instrumentalisiert werden.

Beispiele: Ugetsu monogatari (Japan 1953, Kenji Mizoguchi); Cal (Großbritannien 1984, Pat O'Connor); Salvador (USA 1986, Oliver Stone); La Guerre sans nom (Frankreich 1992, Bertrand Tavernier); Darko and Vesna (Belgien 1997, Emmanuel Jespers); Safar-e Ghandehar (Iran/Frankreich 2001, Mohsen Makhmalbaf).

Referenzen