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Celebrity

dt.: Prominenz; selten: Zelebrität; manchmal: öffentliche Person

Englischer Begriff für „Prominenz“, „berühmte Persönlichkeit“ oder „Person der Öffentlichkeit“. Andy Warhol hat einmal gesagt, jeder erlebe seine 15 Minuten als celebrity, eine Parole, die sich heute mit den Sendeformen des Reality-TV und der unersättlichen Gier der Massenmedien, Neues zu fabrizieren, immer mehr zu bewahrheiten scheint – wobei allein der Auftritt in den Medien ein Schritt ins Licht der Öffentlichkeit und eine erste Transformation des unbekannten Zuschauers zur celebrity zu sein scheint. Heute sind nicht nur Rockstars, Schauspieler, Boxer, Fußballer, Politiker, Nachrichtensprecher, Journalisten, Jetsetter und Adlige „celebrities“, sondern rechnen andere dazu, die durch öffentliche Aufmerksamkeit ausgezeichnet werden – jeder, der einmal im Fernsehen etwas gewinnt, jeder, der einen Mord an einer Persönlichkeit begeht, jeder Chauffeur, der Zugang zum Intimleben seiner Klienten hat. Die Massenmedien feiern den „Kult der Celebrity“, aber nur, solange sich die Sponsoren mit ihren Reklamedollars dafür interessieren und die Einschaltquoten sich halten.
Parallel zum Fernsehen wächst die Zahl der Celebrity Websites ins Uferlose. Es gibt sogar eine Website für die Toten unter den celebrities (celebritymorgue.com), wo man Adolf Hitler, Josef Stalin, John F. Kennedy, Elvis Presley, Sharon Tate und Mutter Theresa finden kann.

Literatur: Schierl, Thomas (Hg.): Prominenz in den Medien. Zur Genese und Verwertung von Prominenten in Sport, Witschaft und Kultur. Köln: Herbert von Halem 2007. – Wills, Garry: John Wayne's America: the politics of celebrity. New York, NY [...]: Simon & Schuster 1997.

Referenzen