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chanson filmé

Bereits 1931 hatte Jean Epstein die damals außerordentlich erfolgreiche „mélodie“ Les Berceaux Gabriél Faurés zur Grundlage eines Kurzfilms gemacht, der der Idee der cinéphonies weitgehend entsprach. Gerade Epstein hatte 1931/32 für die Produktionsfirma Synchro-Ciné, die sich auf das Genre der chanson filmé spezialisiert hatte, neben Les Berceaux, sechs derartige Kurzfilme mit populären „chansons“ geschaffen (darunter La chanson des peupliers, 1932, und La vilanelle des rubans, 1932). Der einzige Unterschied zu den späteren cinéphonies besteht darin, dass Epstein Faurés kurze Komposition dadurch erweitert hat, dass er Teile derselben – rein instrumental – wiederholen lässt und dadurch Sully Prudhommes Gedicht „narrativer“ ausbreiten kann. Ob ein Zusammenhang zwischen Epstein sowie Jacques Thibaud und Émile Vuillermoz bestand, ist allerdings ungeklärt.

Literatur: Conway, Kelley: Flower of the Asphalt. The Chanteuse Réaliste in 1930s French Cinema. In: Soundtrack Available: Essays on Film and Popular Music. Ed. by Pamela Robertson & Arthur Knight. Durham/London: Duke University Press 2001, S. 134‑160.

Referenzen