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Charts

(1) Als Darstellungsmittel für die Umsatz- und Kursentwicklungen von Aktien verwendet man grafische Darstellungen – die sogenannten Charts. Im Geld- und Aktiengeschäft basiert Chart-Analyse auf der Annahme, dass sich das Kaufverhalten von Börsenakteuren nicht kurzfristig ändert, sondern über einen gewissen Zeitraum gleichbleibt und sich nur unter dem Eindruck gewisser Nachrichten schlagartigen Umorientierungen unterwirft. Charts sind zugleich eines der wichtigsten Darstellungsmittel der Wirtschaftsjournalistik. 

Literatur: Schwarzhaupt, Andreas: Grundkurs technische Analyse - Chartformationen. München: FinanzBuch-Vlg. 2000. – Tölke, Friedrich W.: Exchange rate analysis with point and figure charts. Frankfurt [...]: Peter Lang 1992.

(2) dt. manchmal: Verkaufshitparade, Bestsellerliste

Im Musik- und Filmgeschäft dagegen werden Charts als Listen von Verkaufserfolgen und Umsätzen besonderer Titel geführt und werden nicht nur zur Information der Händler, sondern selbst als Werbemittel wieder eingesetzt. Die offiziellen deutschen Musik-Charts werden vom Meinungsforschungsinstitut Media Control in Baden-Baden wöchentlich erstellt. Die Öffentlichkeit erhält die Ergebnisse jeden Freitag um 12 Uhr. Der Musikindustrie werden erste Trends dienstags bereits um 12 Uhr zugänglich gemacht. Ermittelt werden die Top-100-Single- und die Top-100-Album-Charts. Bereits die Tatsache, dass ein Titel in den Charts geführt wird, gilt als Erfolgsindikator, zumal diese Tatsache für weitere Publicity für den Titel sorgt.

Ähnliche Listen liegen auch für andere Bereiche der Unterhaltungsindustrie – Film, Video und DVD, Computerspiele etc. – vor.