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Chick flick/film/movie

Engl. Kompositum aus der Kurzform von chicken 'Huhn, Hühnchen' mit der familiären Bedeutung 'Küken, Kleine, Häschen' (dann auch eher herablassend-abwertend 'Mieze, Puppe') + umgangssprachlich flick 'Film'; wird auch abgeleitet von span. chica 'Mädchen, Kleines'. (1) Der Ausdruck, der im Laufe der letzten Jahre eine Bedeutungsverschiebung erfahren hat, wurde und wird in der Sexindustrie weitgehend gleichbedeutend mit 'Porno', 'Sexfilm' oder skin flick verwendet. (2) Im Zuge der feministischen Filmkritik hat sich die Bedeutung von chick flick (und nunmehr als Gegenbegriff zu dick flick) erheblich gewandelt und meint nun einen Film, in dem Frauen eine starke, tragende Rolle spielen, der zugleich von weiblichen Zuschauern gern gesehen und von ihnen als überzeugend empfunden wird. Ein chick flick ist aus weiblicher Sicht ein Liebesfilm bzw. ein Film über zwischenmenschliche Beziehungen und emotionale Bindungen mit Frauen in der agentiven Subjektrolle, der primär das Herz der zuschauenden Frauen anspricht; ein dick flick zeigt dagegen die Frau als Objekt und spricht primär den sexuellen Instinkt der Männer an. Literatur: Corbett, Kevin J.: A kiss is not just a kiss and a dick movie isn't a date movie but a chick flick is: movie-watching as sociocultural practice in dating and marital relationships. Diss., Bowling Green, Ohio: Bowling Green State University 1997 (Bowling Green State University Doctoral Dissertation, 1717.). - Neely, Sarah: Cool intentions: the literary classic, the teenpic and the "chick flick". In: Retrovisions: reinventing the past in film and fiction. Ed. by Deborah Cartmell, I.Q. Hunter, Imelda Whelehan. London / Sterling, Va.: Pluto Press 2001, S. 74-86. (Film/Fiction, 6.). - Rich, B. Ruby: Chick flicks: theories and memories of the feminist film movement. Durham, NC / London: Duke University Press 1998. - Richards, Andrea / Inouye, Amy: Girl director: making your own chick flick. Los Angeles, CA: Girl Press 2000.

Referenzen