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Chopsuey-Western

engl.: Chop suey western

Eine der scherzhaften kulinarischen Metaphern nach dem Modell des „Spaghetti-Western“, in denen – mit zuweilen verächtlichem Unterton – ein hybrides Subgenre des Western bezeichnet wird. Vom eigentlich auf Japan festgelegten Nudel-Western ist der Chopsuey-Western ein häufig nur unscharf abgegrenzter Hybridwestern aus Honkong bzw. auch ein europäischer oder US-amerikanischer Western mit einem hohen Anteil an Martial Arts-Elementen (Karate-Faustkampf, Akrobatik). Das Misch-Genre wird über die Bekanntheit der chinesischen Arbeiterkultur im amerikanischen Westen eingeführt wie in der TV-Serie Kung Fu (USA 1972, Jerry Thorpe, mit David Carradine), auch von Regisseuren des italienischen Spaghetti-Western aufgenommen, wie in Il mio Nome è Shanghai Joe (Shanghai Joe, der Mann mit der Kugelpeitsche; aka: Karate Jack, Italien 1972, Mario Caiano, mit Klaus Kinski), mischt sich mit dem Polizeifilm, wie in Rush Hour (USA 1981, Brett Ratner, mit Jackie Chan), lässt den Action-Künstler Jackie Chan von Hongkong aus in den Wilden Westen reisen, um dort eine entführte Prinzessin zu befreien (Shanghai Noon, USA 2000, Tom Dey) oder verbleibt ganz im brutalen chinesischen Triaden-Milieu (Chan Sam Ying Hung / A Hero Never Dies, Hongkong 1998, Johnny To). 

Literatur: Van der Heide, William: Malaysian cinema, Asian film: border crossings and national cultures. Amsterdam: Amsterdam University Press 2002, S. 47ff.
 

Referenzen