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Chronochrome Gaumont

Von R. Decaux und V. Lemoine, Frankreich, erfundenes und von der Société Etablissements Gaumont, Paris, 1913-1922 neben kolorierten Filmen ausgeübtes Spreizverfahren. Eine Kamera mit drei Objektiven nahm die Farbauszüge gleichzeitig auf einem Film in normalen Bildfeldern übereinander auf, der wiederum durch drei mit roten, grünen und blauen Farbfiltern versehene Objektive projiziert wurde. Das Verfahren wurde später auch Gaumontcolor genannt. Es wurde, unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg, erfolgreich für Reisefilme, Modeaufnahmen und auch ein Drama (Mandolinette) benutzt. Die Farbwiedergabe wurde allgemein gelobt, sie kann einem farbigen Insert des Films Majestät brauchen Sonne von Peter Schamoni (BRD 1999) betrachtet werden.

Literatur: Cornwell-Clyne, Major Adrian: Colour Cinematography. 3rd ed. London: Chapman & Hall 1951, S. 11. – Koshofer, Gert: Color. Die Farben des Films. Berlin: Spiess 1988, S. 24. – Limbacher, James: Four Aspects of the Film. New York: Brussel & Brussel [1968], S. 17-18.