Metainformationen zur Seite

cinéma de qualité

Das cinéma de qualité umfasst eine kommerziell erfolgreiche, breite Strömung der französischen Filmgeschichte in den 1950er Jahren. Dazu gehören Filme von René Clair, Yves Allégret, Jean Delannoy, Claude Autant-Lara und René Clément. Das Erfolgsrezept war einfach: eine üppige Ausstattung, Stars vor und hinter der Kamera sowie geübte Drehbuchautoren, die eine bekannte literarische Vorlage adaptieren. Insbesondere die Drehbuchautoren Pierre Bost und Jean Aurenche standen in der Kritik der aufkommenden Nouvelle Vague. François Truffaut verurteilte den „psychologischen Realismus“, für das seiner Meinung nach das cinéma de qualité eintrat, und verlangte die Vereinigung von Drehbuchautor und Regisseur in einer Person. In den 1970er Jahren erstarkte das cinéma de qualité wieder. Bertrand Tavernier griff für L’horloger de St. Paul (1974) auf Bost und Aurenche zurück. Auch die Drehbuchautoren und Regisseure der sogenannten „école du café-théâtre“, wie Gérard Jugnot und Jean-Marie Poiré, erweckten das cinéma de qualité zu neuem Leben.