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Cinématographe

manchmal auch: cinématographe Lumière

Die Firma für fotografisches Zubehör Antoine Lumière et ses fils aus Lyon taufte die Erfindung der Brüder Louis (1864-1911) und Auguste (1862-1954) – einen kastenförmigen Apparat mit Kurbel, mit dem man Filme aufnehmen, vorführen und umkopieren konnte – cinématographe. Vorversuche 1894 erbrachten Anfang 1895 ein funktionsfähiges Gerät, welches mit 35mm-Film arbeitete und mit einem Greifer-Transportmechanismus ausgestattet war. Ursprünglich wollte Vater Antoine Lumière es Domitor (von lat. dominator) nennen; der bereits von dem französischen Erfinder Léon-Guillaume Bouly 1893 benutzte Begriff cinématographe setzte sich in der Familie jedoch durch. Patentiert am 13.2.1895, wurde der „zum Erhalt und zur Vorführung von Chronophotographien“ erdachte Apparat am 22.3.1895 erstmals vor geladenen Gästen vorgestellt. Die erste öffentliche Vorstellung fand am 28.12.1895 im Salon Indien des Grand Café auf dem Boulevard des Capucines in Paris statt. 

Literatur: Laurent Mannoni: Le grand art de la lumière et de l'ombre – archéologie du cinéma. Paris: Nathan 1994.