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Cine-Media Film

Nachdem die Cine-Media Film AG 1996 die Geyer-Werke übernommen hatten, erfolgte 1998 eine Umfirmierung in CineMedia Film AG Geyer‑Werke. Die Geyer‑Werke waren als CinePostproduction GmbH & Co. KG Geyer Berlin noch immer mit einer Niederlassung am ursprünglichen Berliner Standort in der Harzer Straße 39 vertreten. Die Firma CinePostproduction hatte ihren Hauptsitz in Grünwald bei München, war in allen Stufen der digitalen Bildbearbeitung von Kino‑ und Fernsehfilmen tätig und das größte Postproduktionsunternehmen Deutschlands. Das Unternehmen war eine Tochter der im C-DAX börsennotierten CineMedia Film AG (CineMedia wiederum gehörte zu 52,85 % der Tele München Fernseh GmbH + Co. Produktionsgesellschaft von Dr. Herbert G. Kloiber und zu 27,04 % der Bavaria Film GmbH). Zur Firmengruppe CinePostproduction gehörten die Atlantik Film in Hamburg, die Bavaria Bild & Ton in München sowie die Niederlassung Geyer Köln.

Die Umstellung auf digitale Projektion führte zu massiven Einbrüchen der traditionellen analogen Filmwirtschaft. Zum 12.8.2013 hatte die CineMedia Film AG Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Die Aktie wurde seit dem 1.8.2014 nicht mehr an deutschen Börsen gehandelt. Die Tochtergesellschaften wurden nach Fertigstellung laufender Produktionen zum 31.1.2015 geschlossen, z.T. unter anderer Führung weiterbetrieben. Die Tonstudios für Film‑ und Fernsehmischung auf dem Bavaria-Film-Gelände in Grünwald bei München wurden von ARRI übernommen und nahtlos weiter betrieben. Auch die ehemalige Tochtergesellschaft CinePostproduction hat seit dem 1.2.2015 (mit Sitz in Unterföhring) einen neuen Betreiber.

Literatur: 100 Jahre für den Film. Geyer‑Werke > CinePostproduction 1911 > 2011. Vom Kopierwerk zum digitalen Dienstleister. Autoren: Matthias Georgi [...]. [München]: [August-Dreesbach-Verlag 2011].

Referenzen