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Circarama

manchmal auch: Disney‘s Circarama

Das 360°-Film-und-Projektionsverfahren Circarama wurde von Walt Disney und seiner Firma für die Eröffnung seines Themanparks als totales Kinoerlebnis entwickelt und eröffnete 1955 in Disneyland’s Tomorrowland mit A Tour of the West. Inspiriert vom ersten 360°-Multikamera-/Multiprojektorsystem Cinéorama, das auf der Weltausstellung in Paris 1900 präsentiert worden war, konzipierte Disney ein kreisrundes Kino von 12m Durchmesser. Mittels 11 synchronisierter 35mm-Projektoren, die hinter schmalen Trennungsbalken der 11teiligen Leinwand standen, wurde der Film rundherum auf die 2,10m hohe Leinwand projiziert. Das Publikum stand während der Vorführung im tieferliegenden Zuschauerraum. Circarama-Filme wurden mit 11 kreisförmig auf einem Zylinder angeordneten 16mm Kameras gedreht. Disney’s Circarama war 1958 auf der Weltausstellung in Brüssel im Amerikanischen Pavillon erstmals in Europa zu sehen und wurde einer der Hauptattraktionen dieser Weltausstellung.
Durch den Erfolg beflügelt, ging Disney in den frühen 1960er Jahren daran, das System technisch zu verbessern. Die überarbeitete Version mit 35mm Kameras wurde in Circle-Vision 360 umbenannt und kam 1964 das erste Mal zum Einsatz.
Auch wenn in ihrer genauen Ausführung und in der Anzahl eingesetzter Kameras und Projektoren teilweise unterschiedlich, lassen sich alle weiteren 360°-Filmsysteme, die mit mehreren Kameras/Projektoren arbeiten, auf das Prinzip des Circarama zurückführen. 

Referenzen