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clay animation I: Verfahren

Kurzform auch: claymation; wörtlich: „Animation mit Lehm/Ton“

Heutzutage in Stop-Motion-Technik angefertigte 3D-Animation mit Figuren/Figurinen aus Modelliermasse. Das sog. Plastilin wurde 1880 in Deutschland von dem Apotheker Franz Kolb als „Kunst-Modellierthon“ erfunden, während die Briten auf William Harbutt und sein um 1897 erfundenes Plasticine verweisen. Heute verwendet man auch modernere polymere Kunststoffe. Bei der Animation werden die Form-, Farb- und Stellungsveränderungen der modellierten Gegenstände oder Figuren in fest positionierten Einzeleinstellungen aufgezeichnet und später zu einem Film montiert.
Von Anfang an benutzte man gern Büsten, ein Verfahren, das bis heute Anwendung findet, so etwa in dem äußerst erfolgreichen Musikvideo Sledgehammer (1986, Aardman Animations) zu dem gleichnamigen Song von Peter Gabriel. Eine besondere Technik ist die sog. strata-cut animation, die ästhetische Qualitäten von Querschnittsveränderungen systematisch nutzt. Knetfiguren werden aber auch als Puppen eingesetzt. Im Ergebnis liefern die Claymation-Filme in der Regel Tableaux vivants. 
 

Referenzen