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College comedy

auch: campus comedy, frat-boy picture, college film/movie, slacker comedy

Verlängert Thematiken der ,High School comedy‘ in die Zeit des Studentenlebens und kreist um optimalen Studienerfolg bei gleichzeitigem Minimalaufwand, kluge Nutzung der Semesterferien, Sport, Partyleben und Sexlife. Die ,college comedy‘ hat dabei alte, auch literarische Wurzeln: 1925 versuchte der Komiker Harold Lloyd in The Freshman (Fred C. Newmeyer, Sam Taylor) als unfähiger Sportler und „nerd“ auf dem Campus Eindruck zu schinden und sich beliebt zu machen, ein Versuch, der auch Buster Keaton in College (1927, James W. Horne, Buster Keaton) nicht gelingen sollte. Die Zusammenhänge zwischen sportlichem Misserfolg und studentischem Alkoholkonsum – und ihre geschlechtsspezifisch unterschiedliche Bewertung – schilderte College Love (1929, Nat Ross). Erotische Abenteuer während der Semesterferien zeigte aus der Sicht von vier Kommilitoninnen Where the Boys are (1960, Henry Levin), ein Film, der immerhin ein spätes Remake erlebte (Where the Boys are '84, 1984, Hy Averback). Einer der erfolgreichsten College-Filme der letzten Jahre war seit [National Lampoon‘s] Animal House (Ich glaub mich tritt ein Pferd, aka: Im College sind die Affen los, 1978, John Landis) der Film [Nation Lampoon‘s] Van Wilder (Party Animals – Wilder geht’s nicht!, USA/BRD 2002, Walt Becker), der sich thematisch eng mit dem ,slacker movie‘ berührt. Einen humorvollen Blick von Seiten der ,colonial studies‘ auf das Zusammenprallen von amerikanischer Kultur und Wertvorstellungen indischer Einwanderer wagt American Desi (2001, Piyush Dinker Pandya), während in Sorority Boys (2002, Wallace Wolodarsky) drei relegierte Verbindungsstudenten (frat boys) sich als Crossdresser in Frauenkleidern durch das Campusleben schlagen müssen.

Literatur: Paul, William: Laughing, screaming: modern Hollywood horror and comedy. New York: Columbia Univ. Press 1994.

Referenzen