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comedy of thrills

auch: daredevil comedy; von engl. thrill „Sensation, Nervenkitzel, Spannung“

Ein Spezialfall der physical comedy mit hohem, oft waghalsigem Körpereinsatz der Protagonisten, der sich von den grotesken Unfällen und verrückten Katastrophen („Keystone mayhem“) herleitet, aus denen die Slapstick-Komödien Mack Sennetts und seiner Keystone-Produktionsfirma seit den frühen 1910er Jahren ihre Lacher erzielten. Der Meister der comedy of thrills war in den 1920er Jahren dann zweifellos Harold Lloyd in Filmen wie Safety Last (USA 1923, Fred Newmeyer & Frank Taylor), worin er korrekt im Büroanzug ungesichert an einer Hochhausfassade über belebten Straßen herumklettert und sich am Zeiger einer Turmuhr, der abzubrechen droht, festklammert, während die Zuschauer, von atemlosen Entsetzen gepackt und doch dem Lachanfall nahe, um die körperliche Unversehrtheit ihres seltsamen Helden bangen.

Literatur: D’Agostino Lloyd, Annette: The Harold Lloyd encyclopedia. Jefferson, NC: McFarland 2004. – Dardis, Tom: Harold Lloyd: the man on the clock. New York: Viking Press 1983. – Reilly, Adam: Harold Lloyd: the king of daredevil comedy. New York: Macmillan 1977. – Rubin, Martin: Thrillers. Cambridge / New York: Cambridge University Press 1999, S. 65-69.

Referenzen