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comique comedy

Bezeichnung für Slapstick-Komödien aus der Werkstatt der 1916 von Paramount Pictures gegründeten und zunächst von Joseph M. Schenck geleiteten Comique Film Corporation (1916-ca. 1921), deren Allroundtalent als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Filmstar Roscoe „Fatty“ Arbuckle wurde, der von Mack Sennetts Keystone Corporation kam. Arbuckle arbeitete mit dem noch unbekannten, später dann als „Stoneface“ berühmten Schauspieler Buster Keaton als Sidekick und produzierte mit ihm zwischen 1917 und 1919 vierzehn two-reeler, die von Paramount vertrieben wurden. Zwischen 1920 und 1921 diente Metro Pictures Corporation als Vertrieb.
1921 wurde Arbuckle in einen Mordfall verwickelt und konnte vorerst nicht mehr vor der Kamera arbeiten; Garage (1919) war sein letzter Film als Schauspieler bei Comique, danach arbeitete er für Paramount. Nun rückte Buster Keaton als Star nach und bekam sein eigenes Studio (Buster Keaton Productions, 1922-1928). Comique firmierte ab 1920 unter Joseph M. Schenck Productions (die wiederum bis 1971 produzierten). Schenck, der mit seinem Bruder Nicholas zu den einflussreichsten Personen der amerikanischen Filmindustrie zählte, präsentierte auch die Produkte der Buster Keaton Productions.
Zu den noch heute diskutierten Produktionen der Comique, die zur Rede von Comique comedy als einem Markennamen führten, zählen vor allem die 14 Kurzkomödien unter der Regie Arbuckles, in denen er und Keaton als Schauspieler agieren: 1917: The Butcher Boy; The Rough House; His Wedding Night; Oh Doctor!; Coney Island; A Country Hero; 1918: Out West; The Bell Boy; Moonshine; Good Night, Nurse!; The Cook; 1919: Back Stage; The Hayseed und The Garage.

Filmografie: Roscoe Arbuckle's films at COMIQUE (1918-20); URL:
http://silent-movies.com/Arbucklemania/Com1918.html [28.09.07].

Literatur: Corliss, Richard: That Old Feeling: Fatty and Buster. In: Time Magazine, 10.05.2001. – Neibaur, James L.: Arbuckle and Keaton: their 14 film collaborations. Jefferson, NC: McFarland 2007. – Film und Kritik 3, 1996: Doktorspiele. The slapsticks of Roscoe Arbuckle.