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Committee on Public Information (CPI)

Sieben Tage nach Amerikas Eintritt in den Ersten Weltkrieg am 6.4.1917 rief der amtierende amerikanische Präsident, Woodrow Wilson, das Committtee on Public Information (CPI) ins Leben, um den Krieg innenpolitisch zu unterstützen und außenpolitisch zu rechtfertigen. Unter der Führung eines ehemaligen Publizisten, George Creel, wurde das „Creel Committtee“ aus leitendenden Persönlichkeiten der Privatwirtschaft, der Medien, der Hochschulen und der Kunstwelt rekrutiert. Creel führte auch für die Dauer des Krieges eine indirekte staatliche Zensur ein, die auf zwei Gesetzen basiert, die er durch den Kongress brachte: „The Espionage Act“ (1917) und „The Sedition Act“ (1918). Während die Nachrichtenabteilung der CPI die Druckmedien mit „Informationen zum Krieg“ überflutete, koordinierte die Filmabteilung Propagandafilme, die von Hollywood aus eigener Tasche produziert wurden, u.a. Filme, wie Kaiser: The Beast of Berlin (1918), Wolves of Kultur (1918) und Pershing‘s Crusaders (1918). Kriegspropaganda wurde im Kern als (politische) „Reklame“ verstanden und fast vollständig von der Privatwirtschaft getragen. Dennoch wurde die Tätigkeit des Creel Committee auf dem Filmsektor als unbefugtes Einmischen in die Angelegenheiten des Filmgeschäfts empfunden.