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Coup

von franz.: coup = Schlag, Stoß, Kniff, Kunstgriff, überraschendes Vorgehen; ein coup d‘état ist ein „Staatsstreich“

Motiv im Kriminalfilm. Ein „Coup“ ist die – ernsthafte oder humorvolle – Durchführung eines raffiniert geplanten Einbruchs oder Raubüberfalls. Die Bewunderung für die Professionalität der Ausführenden (wie in Topkapi, 1964, Jules Dassin), manchmal auch für ihre schiere Tumbheit (wie z.B. in Crackers, 1984, Louis Malle) ist beim Publikum in der Regel größer als die Missbilligung des Verbrechens. Typischerweise werden Vorbereitung und Tat minutiös und Punkt für Punkt gezeigt, oft mit einiger Technikbegeisterung und ohne besondere Psychologisierung. Andererseits kann das Erzählmuster des Coups auch die sich (unter Stress) verändernden Beziehungen der Ausführenden untereinander herausarbeiten.

Beispiele finden sich zahlreiche: The Asphalt Jungle (John Huston, USA 1950); Rififi (Du rififi chez les hommes, Jules Dassin, F, 1955); Die Katze (Dominik Graf, BRD 1987); Ocean‘s Eleven (Steven Soderbergh, USA 2001). 
 

Referenzen