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coup de foudre

frz.: Blitzschlag, Donnerschlag; dramaturgisch wie im Dt.: Liebe auf den ersten Blick

Dramaturgisch ist der coup de foudre ein Sonderfall der „plötzlichen Wendung“. Man versteht darunter insbesondere die „Liebe auf den ersten Blick“, durch die das Figurengefüge des Spiels schlagartig neu formiert wird, weil die Figuren intentional neu orientiert werden, möglicherweise (wie in den diversen Varianten der Romeo-und-Julia-Konstellation) gegen alle sozialen Ordnungen der erzählten Welt. Für den Zuschauer ist der coup de foudre meist ein Wendepunkt, der die Geschichte in eine neue Richtung lenkt. Die Liebe auf den ersten Blick als Sonderfall gilt als eine der reinsten Manifestationen eines romantischen, ganz und gar individualisierten Liebesideals, gerade weil sie sich ohne jede Ankündigung einstellt, als momentane Affinität zweier Figuren zueinander.