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Crossentwicklung

wörtlich etwa: „über Kreuz entwickeln“; auch: Cross Processing, X‑Pro

Als Crossentwicklung bezeichnet man in der analogen Kopierwerksterminologie die Umkehrentwicklung eines Farbnegativfilms oder umgekehrt die Negativentwicklung eines Farbpositivfilms. Hierbei wird das Filmmaterial in seinem gegenteiligen Entwicklungsprozess entwickelt. Charakteristisch für crossentwickelte Filme sind knallige Farben, hohe Kontraste, meist grobes Korn und oft auch leichte Unschärfe. Die modisch gewordene Crossentwicklung kann in der digitalen Fotografie nachträglich simuliert werden. Im Film und in TV-Formaten wie dem Musik-Videoclip wurde das Verfahren selten angewendet – oft als Mittel, langweiliges Bildmaterial interessanter zu machen, gleichzeitig die zeitliche Distanz des Materials herauszustellen, manchmal auch als rein dekorative Materialbearbeitung.