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cross promotion

auch: Cross-Promotion; dt. etwa: „Überkreuzwerbung“

(1) Wird in Sendern der gleichen Senderfamilie für Programme des anderen Senders – also etwa bei Sat1 für Kabel1 oder Pro7 – geworben, spricht man von Cross-Promotion. Das Verfahren der cross promotion findet sich vor allem in den Rundfunkmedien: eine Sendung, in der für eine andere Sendung geworben wird, ein Moderator oder Quizmaster, der in einer Nachbarshow, in einer Talkshow usw. auftritt und dabei – direkt oder indirekt – für die eigene Sendung wirbt. Cross-Promotion basiert (1) auf der Verfügbarkeit und Billigkeit von Sendezeiten, (2) auf der Attraktivität von Medienthemen und -figuren, (3) auf der Tatsache, dass derartige Werbung als redaktionelle Zeit verbucht wird, also nicht als „Schleichwerbung“ angesehen ist, sowie (4) der Überlegung des vor allem aus dem Bankwesen bekannten cross-selling, bei dem für die Vermarktung eines Produkts bestehende Kundenbeziehungen bei anderen Produktgruppen desselben Unternehmens genutzt und auf das neue Produkt übertragen werden.
(2) Als Sonderwerbeform bezeichnet cross promotion heute die Vernetzung von Werbekampagnen in verschiedenen Medien (Fernsehen und Internet, Teletext und Merchandising).

Literatur: Schäfer, Heiko: Die Erschließung von Kundenpotentialen durch Cross-Selling. Erfolgsfaktoren für ein produktübergreifendes Beziehungsmanagement. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 2002.

Referenzen