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Cyborg

Filmhistorisch stehen die modernen Cyborgs in der Tradition der Film-Roboter (man denke etwa an die Figur des T-800-Roboters, die Schwarzenegger in Terminator, 1984, spielt), der Replikanten (Ridley Scotts Blade Runner, 1982, als Beispiel) und der Andersartigen (wie die Pflanzen-Menschen in Invasion of the Body Snatchers, 1977). Cyborgs finden sich im Kino (Robocop, 1987, Paul Verhoeven) wie auch im Fernsehen (z.B. in den beiden Serien The Six Million Dollar Man und Bionic Woman – in Deutschland bekannt als Die Sieben Millionen Dollar Frau). Seit den 1980er Jahren wird cyborgianisches Lebens zwischen den Polen einer militaristischen Vorstellung, Roboter zu entwickeln, die gegenüber tatsächlichen Soldaten optimierte Qualitäten haben, und manchmal sogar humanistisch motivierten Eingriffen in das Erbmaterial ausgebreitet – durchaus im Reflex auf die Entwicklungen der Robotik und der Biotechnologien. In den 1990er Jahren traten weitere Modelle hinzu – parallel zu den Verheißungen der neuen virtuellen Welten; hier ging es gelegentlich darum, das Leibliche ganz in Daten- oder Symbolstrukturen zu transformieren, um ein Problem zu lösen (wie in The Matrix, 1999); manchmal wurde Bewusstseinsinhalt durch eingepflanzte Mikroelektronik verändert (wie in Johnny Mnemonic, 1995) oder Bewusstseinsinhalt übertragen (wie in Total Recall, 1990, oder in Strange Days, 1995).