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dadaistischer Film

Dadaistische Filme entstehen erst nach einer ersten programmatischen Phase des Dadaismus. Man Rays Le Retour à la Maison (1923), der zum Teil in der Dunkelkammer nach den Methoden der „Rayographie“ – Kontaktaufnahmen, bei denen Objekte unmittelbar auf Film belichtet werden – entstanden war, ist ähnlich wie Rays Emak Bakia (1926) ein markantes Beispiel dadaistischen Filmschaffens. Fernand Legers Ballet mécanique (1924) steht dem Dadaismus nahe. Auch ein Film wie Hans Richters Vormittags-Spuk (1927) kann diesem Feld zugerechnet werden. René Clairs Kurzfilm Entre‘acte (1924) setzt sich gemäß der Programmatik des cinéma pur auch über die Gesetze filmischer Logik und Dramatik rabiat hinweg. Insbesondere persifliert er die Formen des konventionellen Erzählkinos. Zu den Darstellern des Films gehören der Komponist Erik Satie, der auch die Filmmusik geschrieben hat, die Maler Marcel Duchamp, Francis Picabia und der Fotograf Man Ray. Unabhängige Dokumentarfilme, die nach Aussage der Dadaisten die Wirklichkeit ungeschminkt abbildeten, wie Manhatta (USA 1921) des New Yorker Malers Charles Sheeler, der in den Titeln ein Gedicht von Whitman verarbeitete, wurden im Rahmen von Dada-Veranstaltungen zwar gezeigt, gehören aber nicht zum dadaitsischen Filmschaffen. 
 

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