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Debrie

André Debrie gründete 1898 unter seinem eigenen Namen eine Fabrik in Paris, die sich auf die Herstellung von Kameras spezialisierte. Ab 1908 setzte die Firma mit ihrem Modell „Parvo“ Maßstäbe für die künftige Kameratechnologie mit robusten Kompaktkameras, 1913 wurde sie in der Fassung vorgestellt, in der sie zum Klassiker der Kameratechnik wurde und z.B. von Abel Gance in seinem Film Napoléon (1927) eingesetzt wurde. Sie wurde auch als „Fox Newsreel Camera“ verwendet, mit der die Beiträge zur Fox Movietone Newsreel gedreht wurden. 1921 folgte die nochmals verbesserte „Super Parvo“, die bis lange in die Nachkriegszeit als eine der besten Kameras überhaupt gewertet wurde – mit einer exquisiten Schalldämpfung. Die Debrie-SP wurde bevorzugt auch im deutschen Film eingesetzt – Filme wie Sissi (1955), Kaiserjäger (1956) oder Helmut Käutners Die letzte Brücke (1953) verdanken ihr ihre visuelle Brillanz. Die Parvo-K war durch eine besonders präzise Einzelbildschaltung für den Einsatz bei der Einzelbildanimation vorgesehen, sie wurde aber auch als normale Kamera eingesetzt (z.B. bei Carol Reeds The Third Man, 1949). Auch sie wurde erst in den 1990er Jahren nach und nach ausgemustert.
1992 fusionierte Debrie mit CRM, die 1951 als Schnittableitung des Kopierwerks GTC CTM gegründet worden waren. Unter dem neuen Namen „CTM Solutions“ (mit Sitz im französischen Gennevilliers) entstand seitdem eine Firme, die professionelle Betreuung der technischen Teile der Filmproduktion anbietet (mit den Abteilungen Audio, Post-Prod, Digital Media, Imedia, Digital Cinematography, Services). 
 

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