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Digital Millennium Copyright Act (DMCA)

manchmal auch wegen der angeblich vorbildlichen Lobbyarbeit der Filmindustrie als Mickey Mouse Actbezeichnet

DerDigital Millennium Copyright Act (DMCA)ist ein am 28.10.1998 verabschiedetes Gesetz der Vereinigten Staaten von Amerika, welches der Umsetzung des WIPO-Urheberrechtsvertrags von 1996 in nationales Recht dient, über die darin für alle Vertragsstaaten vorgeschriebenen Schutzstandards aber noch hinausgeht. Es schafft eine rechtliche Basis für die juristische Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet. Für den Beschluss dieses Gesetzes warben intensiv der Musikindustrieverband Recording Industry Association of America (RIAA)und die FilmproduzentenvereinigungMotion Picture Association of America (MPAA), deren Rechte als Copyright-Inhaber dadurch erweitert wurden. Der DMCA versucht die neuen Verhältnisse zu regeln, die sich aus der Möglichkeit ergeben, durch digitale Reproduktion exakte Kopien zu erstellen. Es kriminalisiert die Produktion und Verbreitung von Technologien, Geräten oder Diensten, die Zugriffsbeschränkungen (wie Digitale Rechteverwaltung, DRM) auf kopiergeschützte Werke umgehen (also „den Kopierschutz knacken“), auch wenn dabei das Copyright selbst gar nicht verletzt wird. Es verschärft zudem die Strafen für Copyright-Verletzungen im Internet. Das Gesetz bietet eine Basis für zum Teil hitzige Diskussionen, denn es wird unter anderem die Möglichkeit geschaffen, private Daten ohne Gerichtsurteil oder Klage einzufordern.

Am 22.5.2001 wurde in der Europäischen Union (Richtlinie 2001/29/EG) eine ähnliche Regulierung verabschiedet.