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direct film

auch: Blankfilm, kameraloser Film; engl. auch: drawn on film animation, direct animation, hand painted cinema, animation without camera

Direct film ist ein Verfahren, bei dem das Bild ohne Vermittlung durch die Kamera unmittelbar auf den Film aufgebracht wird. Dabei kann das Material bemalt oder bezeichnet, eingeritzt, zerkratzt oder gefärbt werden. Nach einigen Vorläufern – den italienischen Brüdern Arnaldo Ginna und Bruno Corra, dem deutschen Maler Hans Stoltenberg und dem Belgier Henri Storck – schuf Len Lye dann die Klassiker des direct films: A Colour Box (1935) bis zu Free Radicals (1979). Der Kanadier Norman McLaren begann in den 1940er Jahren, die Technik zu adaptieren. Neben einer ganzen Reihe eigener Filme machte er zusammen mit Evelyn Lambart Begone Dull Care (1949). Der baskische Maler José Antonio Sistiaga stellte 1970 den 75minütigen Ere Erera Baleibu Icik Subua Aruaren vor. Kurzfilme von ihm folgten – darunter Impressions In The High Atmosphere (1989). 
 

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