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Disney

Im Jahre 1923 gründeten die Gebrüder Walt und Roy Disney das Disney Brothers Studio in Hollywood, um Alice’s Wonderland zu drehen. Der Kurzfilm besteht aus Spiel- und Zeichentrickszenen und wird als Serie mit sechs weiteren Folgen ein Erfolg. Ub Iwerks, ein Freund aus Kansas City, folgt die Brüder nach Los Angeles und wird wichtigster Mitarbeiter im Betrieb. Im Jahre 1927 erfinden sie eine neue Figur Oswald the Lucky Rabbitt, doch verliert Disney nach dem durchschlagenden Erfolg der Serie seine Rechte an den Verleiher. Disney kreiert Mickey Mouse, der am 18.11.1928 seine Tonfilmpremiere in Steamboat Willie erlebt; aus dem Erfolg entsteht schnell ein Mythos. Binnen fünf Jahren hat Disney mehr als 500 Mitarbeiter.
Am 21.12.1937 erlebt Snow White and the Seven Dwarfs seine Weltpremiere. Es ist der erste abendfüllende Zeichentrickfilm der Geschichte. Mit dem Profit des Films baut sich Disney ein neues, großzügig angelegtes Studio in Burbank. Es folgen weitere Langfilme wie Fantasia (1940), einer der seltenen Misserfolge der Firma, und Bambi (1942), Spielfilme wie Treasure Island (1947) und Naturfilme sowie endlose kurze Mickey-Mouse-Filme. Doch Disney bleibt Außenseiter, nicht nur wegen seiner antisemitischen Einstellung gegenüber den anderen Hollywood Produzenten, sondern auch wegen seiner rechtskonservativen Ideologie. Im Jahre 1941 kommt es zu einem mit Bitterkeit ausgeführten Streik der 1.500 Mitarbeiter, doch mit dem Kriegseintritt Amerikas bekommt Disney Regierungsaufträge, um Propagandastreifen zu produzieren.
Disneys größter wirtschaftlicher Erfolg ist der Bau von Disneyland in Anaheim: Er produzierte ab Herbst 1954 die TV-Serie Disneyland für den TV-Sender ABC, in der er selbst mitspielte, um seinen theme park finanzieren zu können. Disneyland wurde am 18.7.1955 feierlich eröffnet, im Geschäftsjahr 1956 verbuchte es über drei Million Besucher. In den 1960er Jahren plante Disney einen noch größeren theme park in Florida, doch er starb am 15.12.1966. Erst in den 1970er Jahren wurden Disneyworld und EPCOT in Orlando (Florida) gebaut, gefolgt von Disneylands in Japan und in der Nähe von Paris. Nachdem Michael Eisner im September 1984 die Leitung der Firma übernahm, führte er Disney zu einer neuen Blüte, vor allem durch die Produktion neuer abendfüllender Zeichentrickfilme, die die Firma als Genre in den Jahren davor vernachlässigt hatte. In den 1990er konnte Disney sogar ABC kaufen. 
 

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