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Diva

Plural: Divas oder Diven; von lat. diva ‚Göttin‘; Titel von röm. Kaiserinnen nach ihrem Ableben

Im 19. Jahrhundert zunächst im Italienischen für gefeierte Opernsängerinnen gebraucht; von dort auf Schauspielerinnen, dann allgemein auf herausragende Künstlerinnen übertragen, so auch auf weibliche Filmstars. Gelegentlich wird „das Göttliche“ zur Charakterisierung besonders herausragender Star-Figuren herangezogen (wie z.B. bei der Benennung La divine Garbo). Zur Diva gehört immer ein reflexives Element: Sie weiß um ihre Position gegenüber Bewunderern und Fans und drückt diese Kenntnis durch extravagante Kleidung, spezifischen Lebensstil und gelegentlich idiosynkratische bis exzentrische Verhaltensweisen aus, die gewöhnlichen Nichtprominenten als Unarten ausgelegt würden, an der Diva aber geduldet oder gar bewundert werden.
Jean-Jacques Beineix hat die Bindung eines Opernfans an ‚seine‘ Diva für einen Thriller mit eigenem Kultstatus genutzt (Diva, F, 1981). 

Literatur: Bronfen, Elisabeth / Straumann, Barbara: Diva. Eine Geschichte der Bewunderung. München: Schirmer und Mosel 2002.
 

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